Wero, Zahlungsnetz

Wero baut europäisches Zahlungsnetz mit nationalen Partnern aus

08.02.2026 - 05:00:12

Der neue europäische Bezahldienst Wero schmiedet eine Allianz mit vier großen nationalen Zahlungssystemen. Ziel ist ein mächtiges, einheitliches Netzwerk als Alternative zu US-Konzernen.

Das Konsortium European Payments Initiative (EPI) vereinbarte Anfang Februar 2026 eine strategische Partnerschaft. Partner sind Italiens Bancomat, Spaniens Bizum, Portugals SIBS und der nordische Dienst Vipps MobilePay. Diese Kooperation soll die europäische Zahlungslandschaft grundlegend verändern.

Die Allianz will unterschiedliche nationale Echtzeit-Zahlungslösungen interoperabel machen. Die erste Phase startet 2026 und ermöglicht grenzüberschreitende Privat-zu-Privat-Überweisungen. Ein Wero-Nutzer in Deutschland könnte so Geld direkt an einen Bizum-Nutzer in Spanien senden – nur mit der Handynummer.

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Ab 2027 soll die Zusammenarbeit massiv ausgeweitet werden. Dann sollen auch Online-Handel und stationäre Geschäfte folgen. Händler könnten Zahlungen aus einem riesigen europäischen Kundenpool über ein einheitliches System akzeptieren. Das würde den grenzüberschreitenden E-Commerce stark vereinfachen.

„Dies ist ein Meilenstein, um die Zersplitterung des europäischen Zahlungsmarktes zu überwinden“, so ein Brancheninsider. Durch die Verknüpfung etablierter, vertrauenswürdiger Banken-Infrastrukturen entstehe eine echte europäische Lösung.

Weros Fundament: Der Start im E-Commerce

Die Expansion baut auf Weros erfolgreichem Markteintritt auf. Nach dem Start für mobile P2P-Transfers in Deutschland, Frankreich und Belgien 2024, ging der Dienst Ende 2025 für Online-Shopping in Deutschland live.

Das System ist auf Einfachheit und Sicherheit ausgelegt. Kunden zahlen direkt vom Bankkonto, ohne lange Kartennummern oder IBAN eingeben zu müssen. Bei der Online-Zahlung wählt der Kunde Wero an der Kasse und bestätigt die Transaktion sicher in seiner eigenen Banking-App – per QR-Code oder Direktlink.

Die Zahlung läuft als SEPA Instant Credit Transfer ab, das Geld bewegt sich in Echtzeit. Hinter dem System steht ein Konsortium großer europäischer Finanzinstitute wie Deutsche Bank, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Das verleiht dem Projekt Glaubwürdigkeit und eine große initiale Nutzerbasis.

Kampfansage an PayPal, Visa & Co.

Die treibende Kraft hinter der Initiative ist der Wunsch nach digitaler und finanzieller Souveränität. Jahrelang dominierten US-Tech-Giganten wie PayPal, Visa, Mastercard, Apple und Google den europäischen Markt.

Wero will dieses Kräfteverhältnis verschieben. Die Lösung hält Zahlungsdaten und -verarbeitung in Europa und unterliegt damit den strengen europäischen Datenschutzstandards. Für Händler ist das Angebot attraktiv: eine gebündelte Omnichannel-Lösung für Online, Mobile und stationären Handel.

Die Integration über bestehende Payment Service Provider soll unkompliziert sein. Da das System direkt mit Bankkonten verbunden ist und Echtzeit-Zahlungen ermöglicht, soll es das Risiko von Rückbuchungen und Betrug verringern. Das Preismodell wird als einfach und händlerfreundlich mit niedrigen prozentualen Gebühren positioniert.

Der Fahrplan: Von Deutschland in ganz Europa

Weros Weg führt in mehreren Stufen durch Europa. Nach dem Start im deutschen E-Commerce ist 2026 die schrittweise Einführung in Frankreich und Belgien geplant. Danach folgen die Niederlande und Luxemburg.

Bis 2027 soll das beliebte niederländische Zahlungssystem iDEAL auf Wero migrieren. Die jüngste Allianz mit anderen europäischen Zahlungsführern ist der strategisch wichtigste Schritt. Sie verspricht eine dramatische Steigerung der Reichweite und des Nutzens.

Der Fokus 2026 liegt auf dem Ausbau der E-Commerce-Verfügbarkeit und dem Start grenzüberschreitender P2P-Zahlungen mit den neuen Partnern. Die vollständige Integration für Online- und Ladenzahlungen im gesamten Netzwerk ab 2027 könnte dann den Wendepunkt markieren – hin zu einer einheitlichen europäischen Alternative für Millionen.

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