Wero-Allianz, Europas

Wero-Allianz vereint Europas Bezahl-Apps

03.02.2026 - 08:00:12

Europas größte nationale Bezahldienste schließen sich zu einem gemeinsamen Netzwerk zusammen. Ziel ist ein souveränes, europäisches Bezahlsystem als Alternative zu US-Konzernen.

Die europäische Bezahlinitiative EPI, Muttergesellschaft der Wallet-Lösung Wero, hat ein strategisches Bündnis mit führenden nationalen Bezahlanbietern geschlossen. Die Partner – darunter Italiens Bancomat, Spaniens Bizum und der nordische Dienst Vipps MobilePay – wollen bis 2027 einen einheitlichen Raum für grenzüberschreitende Mobile Payments schaffen. Die Allianz umfasst zunächst 13 Länder und etwa 130 Millionen Nutzer.

Der Plan ist ebenso einfach wie ambitioniert: Statt eine neue, einheitliche App durchzusetzen, werden die etablierten nationalen Lösungen technisch verknüpft. Ein Nutzer in Norwegen könnte so künftig Geld an einen Freund in Spanien senden – so einfach wie eine Inlandsüberweisung. Die bereits hohe Akzeptanz und das Vertrauen in die lokalen Marktführer sollen so für den gesamten Kontinent nutzbar gemacht werden.

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„Diese Kooperation ist der bislang wichtigste Schritt hin zu einem souveränen europäischen Zahlungsverkehr“, kommentiert ein Branchenkenner. Die Allianz bleibt für weitere Mitglieder offen, auch aus Nicht-Euro-Ländern.

Weros zentrale Rolle im Ökosystem

Das Bündnis stärkt den Rollout von Wero, der eigenen Digital-Wallet der EPI. Sie startete 2024 in Deutschland, Frankreich und Belgien für Privatüberweisungen und basiert auf dem SEPA-Instant-Standard. Überweisungen dauern so weniger als zehn Sekunden, nur eine Telefonnummer ist nötig.

Die Roadmap ist klar: Nach dem Start im E-Commerce Ende 2025 folgen 2026 Zahlungen am physischen Point-of-Sale (POS). Zudem migrieren ganze nationale Systeme wie die niederländische iDEAL bis 2027 auf die Wero-Plattform. Die neue Allianz beschleunigt diese Expansion enorm.

Mehr Souveränität, weniger Abhängigkeit

Die europäische Zahlungslandschaft war lange zersplittert. Das führte zu großer Abhängigkeit von nicht-europäischen Karten-Netzwerken und Tech-Giganten. Die neue, von Banken getragene Allianz will das ändern.

Ein einheitliches System soll den Wettbewerb stärken, Transaktionsgebühren für Händler senken und die Finanzdaten europäischer Bürger im EU-Rechtsrahmen halten. Getragen wird das Projekt von einem Konsortium aus 16 großen europäischen Banken und Finanzdienstleistern. Dutzende weitere Institute sind als Mitglieder dabei.

Pragmatischer Weg zur kritischen Masse

Die Strategie ist pragmatisch: Warum in jedem Land eine neue Nutzerbasis aufbauen, wenn man bestehende Lösungen vernetzen kann? Dieser kooperative Ansatz könnte der Schlüssel sein, um endlich die lang geforderte strategische Autonomie im Zahlungsverkehr zu erreichen.

Für Verbraucher verspricht das Allianz-Projekt grenzenlose Bezahl-Freiheit in Europa. Für Händler eröffnet es einen einfachen Zugang zu Millionen neuer Kunden. Zahlungsdienstleister wie Mollie haben die Integration mit Wero für 2026 bereits angekündigt – die Merchant-Akzeptanz dürfte schnell wachsen.

Die technische Integration der Systeme hat nun Priorität. Gelingt der Brückenschlag bis 2027, könnte sich die Art, wie Millionen Europäer bezahlen, grundlegend ändern.

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