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New York: Erholung trotz neuer Trump-Drohungen gegen den Iran

11.06.2026 - 16:35:29 | dpa.de

Weitere Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran haben die Aktienanleger in New York am Donnerstag nicht mehr beeindruckt.

Eine Dreiviertelstunde nach Handelsbeginn behauptete der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 ein Plus von 0,45 Prozent auf 50.143 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,30 Prozent auf 7.289 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 gewann 0,95 Prozent auf 28.778 Punkte. Damit erholten sich die Kurse etwas vom schwachen Vortag. Die Ölpreise zeigten sich schwankungsanfällig - zuletzt gaben sie etwas nach.

Am Mittwoch hatten die US-Börsen deutlich unter Drohungen Trumps gegen den Iran sowie weiteren Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor gelitten. Am Donnerstag drohte Trump mit der Einnahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg sowie anderer Öl-Infrastrukturpunkte, um die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte zu erlangen.

Nach Geschäftszahlen des Branchenvertreters Oracle US68389X1054 hielt der Abwärtstrend im Softwarebereich an, während Halbleitertitel nach den gestrigen Gewinnmitnahmen wieder gefragt waren. Die Experten des Analysedienstes Vital Knowledge attestierten Oracle zwar ein ordentliches Quartal. Sie monierten aber anhaltend hohe Geldabflüsse für den Aufbau von Kapazitäten für den wachsenden Auftragsbestand. Mit einem Kursrutsch von 12,4 Prozent beschleunigten die Aktien die Talfahrt der vergangenen Tage.

Für die Titel der Branchenkollegen Microsoft US5949181045, Salesforce US79466L3024 und Adobe US00724F1012 ging es ebenfalls weiter bergab, aber nicht so deutlich wie bei Oracle. Adobe legt nach US-Börsenschluss selbst Zahlen für das vergangene Quartal vor.

Die höheren Ausgaben von Oracle für Rechenzentren setzten Anleger offenbar gleich mit einer weiter kräftigen Nachfrage nach Halbleitern. Im Nasdaq 100 zählten Lam Research US5128073062, Intel US4581401001 und Arm Holdings US0420682058 mit Kursgewinnen von bis zu 7,2 Prozent zu den besten Werten. Intel profitierte zusätzlich davon, dass die Bank of America US0605051046 bei ihrer Einschätzung der Aktie eine Kehrtwende vollzog und nun zum Kauf rät. Analyst Vivek Arya ist nun optimistischer für die Chancen der Kalifornier in den Bereichen Prozessoren und Auftragsfertigung.

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