Wayve, Milliarden

Wayve sichert sich Milliarden für autonomes Fahren

25.02.2026 - 08:18:29 | boerse-global.de

Das britische KI-Unternehmen Wayve erhält eine Rekordfinanzierung von bis zu 1,5 Mrd. Euro. Ein Konsortium aus Microsoft, NVIDIA und Autoherstellern unterstützt die Technologie für Robotaxis und Privatfahrzeuge.

Die britische KI-Firma Wayve katapultiert sich mit einer Rekordfinanzierung von bis zu 1,5 Milliarden Euro an die Spitze des autonomen Fahrens. Das Investment unterstreicht den Glauben an ihren einzigartigen Ansatz.

London – Der Markt für selbstfahrende Autos hat einen neuen Schwergewichtler: Das Londoner KI-Unternehmen Wayve hat in einer spektakulären Finanzierungsrunde bis zu 1,5 Milliarden Euro eingesammelt. Die Bewertung des Start-ups steigt damit auf rund 8,6 Milliarden Euro. Hinter dem Deal steht ein mächtiges Konsortium aus Tech-Giganten wie Microsoft und NVIDIA, Autoherstellern wie Mercedes-Benz und Stellantis sowie Risikokapitalgebern. Ein Teil der Summe, 300 Millionen Euro, kommt von Uber und ist für den Einsatz von Wayve-Robotaxis im Fahrdienst-Netzwerk reserviert.

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Für die britische Tech-Szene ist es eine der größten Finanzierungen überhaupt. Das Geld soll den Sprung aus der Forschung in die breite Kommerzialisierung ermöglichen. Noch in diesem Jahr starten in London die ersten Robotaxi-Tests mit Uber. Eine internationale Expansion soll folgen.

Die Revolution des „Embodied AI“

Was macht Wayve so attraktiv für Investoren? Der Schlüssel liegt im Konzept des „Embodied AI“. Statt auf starre Regeln und detaillierte Karten setzt das System auf lernende KI. Es analysiert riesige Mengen an Fahr- und Videodaten, um ähnlich wie ein Mensch zu „verstehen“, wie es in neuen, komplexen Umgebungen navigiert.

Dieser softwarezentrierte Ansatz gilt als besonders skalierbar. Die Technologie wurde bereits in über 500 Städten getestet. Für Autohersteller ist das verlockend: Sie könnten die KI-Plattform vergleichsweise einfach in verschiedenen Märkten und Fahrzeugtypen einsetzen – ohne für jede Stadt neue, teure HD-Karten erstellen zu müssen. Die Beteiligung von KI-Chip-Spezialist NVIDIA unterstreicht den gewaltigen Rechenbedarf für diese Datenfresser.

Doppelstrategie: Vom Roboter-Taxi zum Privatwagen

Mit dem frischen Kapital verfolgt Wayve eine Zwei-Säulen-Strategie. Die erste und schnellere Anwendung sind Robotaxi-Dienste. Nach den Londoner Tests mit Uber soll der Service auf über zehn internationale Märkte ausgeweitet werden. Uber bietet dabei den direkten Zugang zu Millionen Nutzern und wertvoller Praxiserfahrung.

Parallel drängt Wayve in den Markt für Privatfahrzeuge. Ab 2027 soll die Technologie als überwachtes Assistenzsystem (L2+) in Serienfahrzeuge integriert werden. Hier sind die Partnerschaften mit Mercedes-Benz, Nissan und Stellantis entscheidend. Sie ebnen den Weg, die „AI Driver“-Software in verschiedenen Fahrzeugklassen anzubieten – von der Kompaktklasse bis zur Luxuslimousine.

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Konsolidierung im harten Wettbewerb

Die Mega-Finanzierung kommt zu einem Zeitpunkt intensiven Wettbewerbs. Wayve positioniert sich als europäischer Herausforderer für US-Konkurrenten wie Waymo (Alphabet), das ebenfalls eine Expansion nach London plant. Die Stadt wird so zum Schauplatz eines Technologie-Duells.

Der Deal spiegelt einen Branchentrend wider: Immer mehr Automobilkonzerne setzen auf Partnerschaften mit spezialisierten Tech-Firmen, statt eigene, milliardenschwere AV-Programme voranzutreiben. Die breite Allianz aus Chip-Entwicklern, Mobilitätsdienstleistern und Autoherstellern hinter Wayve signalisiert: Der lernende KI-Ansatz wird als vielversprechender Weg zur Serienreife gesehen.

Ambitionierte Vision: Die „Autonomie-Schicht“ für alle

Wayve hat nun das nötige „Kriegsbudget“, um seine Pläne zu beschleunigen. Der Fokus liegt zunächst auf den Londoner Robotaxi-Tests als entscheidendem Praxistest. Langfristig verfolgt das Unternehmen eine noch größere Vision: Es will nicht nur Autos bauen, sondern die grundlegende „Autonomie-Schicht“ entwickeln – eine KI, die jedes Fahrzeug, an jedem Ort der Welt steuern kann. Mit den neuen Partnern und der finanziellen Power könnte dieser ambitionierte Traum der globalen Mobilität ein neues Gesicht geben.

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