Waymo startet Robotaxi-Offensive in vier US-Metropolen
24.02.2026 - 22:11:41 | boerse-global.deAlphabets Tochter Waymo beschleunigt seinen Expansionskurs und schaltet heute in vier Großstädten gleichzeitig den fahrerlosen Fahrdienst frei. Damit verdoppelt der Branchenführer praktisch über Nacht seine kommerzielle Präsenz. Zugleich gewährt das Unternehmen ungewöhnlich tiefe Einblicke in sein Sicherheitsnetz aus menschlichen Fernassistenten.
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Dallas, Houston, San Antonio und Orlando heißen die neuen Einsatzgebiete für die vollautonomen Fahrzeuge. Ab sofort können ausgewählte Nutzer dort per App ein Roboter-Taxi ordern. Dieser koordinierte Mehrfach-Start ist ein Novum für Waymo und markiert den Übergang in eine neue Wachstumsphase. Das Unternehmen will bis Jahresende auf über eine Million Fahrten pro Woche kommen.
Aggressive Expansion mit Milliarden-Rückhalt
Der Schritt ist Teil einer groß angelegten Offensive. Nach dieser Erweiterung ist Waymo nun in zehn US-Metropolen kommerziell aktiv, darunter Phoenix, San Francisco und Los Angeles. Co-Chefin Tekedra Mawakana betont die strategische Bedeutung der neuen Märkte in Texas und Florida als Sprungbrett für mehr als 20 weitere Städte.
Die Expansion wird durch eine frisch eingeworbene Finanzspritze von 16 Milliarden Euro ermöglicht. Diese Bewertung von rund 126 Milliarden Euro unterstreicht das immense Vertrauen der Investoren. Derzeit absolviert die Flotte bereits über 400.000 bezahlte Fahrten wöchentlich.
So funktioniert das menschliche Sicherheitsnetz
Mit dem Wachstum rückt auch die Frage nach der Rolle menschlicher Operateure in den Fokus. Waymo liefert nun detaillierte Einblicke in sein „Remote Assistance“-System. Etwa 70 spezialisierte Agenten – stationiert in den USA und auf den Philippinen – überwachen die globale Flotte von rund 3.000 Fahrzeugen.
Diese Agenten steuern die Autos jedoch nicht aus der Ferne. Stattdessen agieren sie als Berater, wenn die KI-Software, der „Waymo Driver“, in unklaren Situationen Hilfe anfordert. Das kann bei komplexen Baustellen oder ungewöhnlichen Verkehrsführungen der Fall sein. Der Mensch schlägt dann eine Handlungsoption vor, die das Fahrzeug autonom umsetzen kann – oder auch verwirft.
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Das Verhältnis liegt bei etwa einem Agenten auf 41 Fahrzeuge. Waymo betont, dass menschliches Eingreifen die Ausnahme sei. Die Transparenz-Initiative folgt auf kritische Nachfragen, unter anderem in einer Anhörung des US-Senats.
Reifende Technologie und Sicherheitsbilanz
Die Expansion wird durch technologische Fortschritte getragen. Waymo hat mittlerweile über 200 Millionen vollautonome Meilen auf öffentlichen Straßen gesammelt. Diese Datenmenge trainiert und verfeinert die Systeme kontinuierlich. Zum Einsatz kommt die sechste Generation der Fahrsoftware.
Die Sicherheitsstatistik bleibt ein zentrales Argument. Laut Unternehmensangaben verursachte die Waymo-Flotte in den ersten 127 Millionen Meilen 90 Prozent weniger schwere Unfälle als menschliche Fahrer in denselben Gebieten. Gleichzeitig musste sich das Unternehmen bereits Untersuchungen der US-Verkehrsbehörde NHTSA zu kleineren Vorfällen stellen.
Wettlauf um die Zukunft der Mobilität
Waymos Doppelstrategie aus Expansion und Transparenz zielt darauf ab, die Führungsposition im hart umkämpften Markt für autonomes Fahren auszubauen. Die gleichzeitige Eröffnung mehrerer Märkte demonstriert Skalierbarkeit, die Wettbewerber bislang nicht vorweisen können.
Die Roadmap ist gespickt mit weiteren Zielen. Auf der Liste potenzieller neuer Städte stehen unter anderem Las Vegas, Washington, Detroit und Boston. Das erste internationale Engagement soll in London starten. Zudem will Waymo im Sommer sein neues, speziell entwickeltes Robotaxi-Modell „Ojai“ des Herstellers Zeekr für die Öffentlichkeit freischalten.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Zusammenspiel von hochentwickelter KI und dem schlanken Team menschlicher Assistenten den rasanten Expansionskurs trägt. Der Weg zur Million Fahrten pro Woche ist damit vorgezeichnet.
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