Waymo, Generation

Waymo startet neue Generation fahrerloser Taxis in San Francisco

15.02.2026 - 22:52:12

Alphabets Tochter Waymo setzt neue, wetterfeste autonome Fahrzeuge ein und plant eine massive Expansion, trotz regulatorischer Herausforderungen und technischer Vorfälle.

Waymo, eine Tochter von Google-Mutter Alphabet, setzt in San Francisco erstmals seine neue, sechste Generation autonomer Fahrzeuge ein. Die Technologie soll speziell Regen und Nebel meistern – ein entscheidender Schritt für den weltweiten Ausbau des Robotaxi-Dienstes.

Technologischer Quantensprung für alle Wetterlagen

Der neue Waymo Driver der sechsten Generation ist eine komplette Neuentwicklung. Kernstück ist ein hochauflösendes Kamerasystem mit 17 Megapixeln, kombiniert mit leistungsstärkeren Lidar- und Radarsensoren. Dadurch „sieht“ das Fahrzeug weiter und genauer, selbst bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter. Diese Fähigkeit ist der Schlüssel, um den Service in Städten mit wechselhaftem Klima wie San Francisco zuverlässig anzubieten.

Gleichzeitig ist das System schlanker und kostengünstiger. Die Sensorenanzahl wurde im Vergleich zur Vorgängergeneration um 42 Prozent reduziert. Diese Vereinfachung ist essenziell für die Serienproduktion. Die neue Hardware wird nicht mehr in umgerüstete Jaguar I-PACE eingebaut, sondern kommt ab sofort in speziell entwickelten Fahrzeugen wie dem Zeekr Ojai und dem Hyundai Ioniq 5 zum Einsatz.

Expansion trotz anhaltender Kontroversen

Der Technologie-Update erfolgt auf Basis einer bereits etablierten Präsenz. Seit der Genehmigung für den vollständigen kommerziellen Betrieb im August 2023 sind Waymos Robotaxis im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Seit Ende Januar 2026 bedient der Dienst auf Nutzerwunsch auch den Flughafen San Francisco (SFO). Das Unternehmen bietet in mehreren US-Metropolen wie Phoenix, Los Angeles und Austin bezahlte Fahrten an und will die wöchentliche Zahl von derzeit rund 400.000 Fahrten bis Jahresende mehr als verdoppeln.

Doch der Weg ist steinig. Im Dezember 2025 führte ein Stromausfall dazu, dass Dutzende Fahrzeuge mitten auf Kreuzungen stehen blieben. Zudem ist Waymo in eine Bundesuntersuchung verwickelt, nachdem eines seiner Autos ein leicht verletztes Kind anfuhr. Im Januar protestierten Uber- und Lyft-Fahrer vor der Aufsichtsbehörde CPUC. Sie werfen den Robotaxi-Firmen vor, unter weniger strengen Auflagen zu operieren als menschliche Fahrer.

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Der globale Wettlauf um die autonome Mobilität

Waymos Schritt ist eine strategische Positionierung im harten Wettbewerb. Das Unternehmen betont seine Sicherheitsbilanz: Auf Millionen gefahrener Kilometer verursachten seine Fahrzeuge deutlich weniger Unfälle mit Verletzten als menschliche Fahrer. Die neue Allwettertauglichkeit könnte nun einen entscheidenden Zuverlässigkeitsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Tesla bringen, die auf ein reines Kamerasystem setzen.

Die sechste Generation ist die technologische Grundlage für Waymos globale Expansion. Gestärkt durch eine jüngste Finanzierungsrunde von 16 Milliarden Euro plant das Unternehmen 2026 den Start in über 20 weiteren Städten. Die ersten internationalen Standorte sollen London und Tokio sein. In den USA stehen Dallas, Houston und Las Vegas auf der Liste.

Für San Francisco bedeutet dies: Die neuen, leistungsfähigeren Robotaxis werden nach der Testphase mit Mitarbeitern bald für die Öffentlichkeit verfügbar sein. Gelingt der zuverlässige Betrieb im Nebel und Regen der Bay Area, wäre das der entscheidende Beweis für Waymos Bereitschaft, urbane Mobilität weltweit zu verändern.

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