Waymo startet Generation 6: Fahrende Roboter-Taxis ohne Sicherheitsfahrer
13.02.2026 - 17:40:12Waymo, die Tochter von Google-Mutter Alphabet, hat den kommerziellen Betrieb seiner fahrerlosen Taxis gestartet. Die sechste Generation des autonomen Systems läuft nun erstmals komplett ohne menschlichen Sicherheitsfahrer auf öffentlichen Straßen. Dieser Schritt markiert den Übergang von der Testphase zum großflächigen Rollout.
Das System, das auf Erfahrungen aus über 320 Millionen autonom gefahrenen Kilometern in mehr als zehn US-Städten basiert, soll sicherer, wetterfester und deutlich günstiger sein. Die ersten vollautonomen Fahrten sind für Mitarbeiter in der San Francisco Bay Area und Los Angeles verfügbar. Für Waymo ist dies die wichtigste technologische und strategische Weichenstellung seit 2020.
Günstigere Sensoren für die Massenproduktion
Der Schlüssel zur geplanten Expansion ist eine radikal vereinfachte und kostengünstigere Hardware. Die sechste Generation kommt mit nur noch 13 Kameras aus – statt bisher 29. Dennoch soll die Wahrnehmungsfähigkeit besser sein. Möglich macht das eine neue Hochleistungskamera mit 17 Megapixeln, die auch bei schlechtem Licht und Wetter zuverlässig arbeitet.
Ergänzt wird sie durch verbesserte Lidar- und Radarsensoren für ein detailliertes 3D-Umgebungsbild. Der Clou: Die Kosten für den gesamten Sensor-Satz pro Fahrzeug liegen nun unter 20.000 Euro. Das ist weniger als die Hälfte der vorherigen Generation. Erst dieser Preis macht den wirtschaftlichen Betrieb großer Flotten möglich.
Der Weg zur industriellen Fertigung
Die neue Technik ist das Herzstück von Waymos Strategie für den Massenmarkt. Das System ist plattformunabhängig und kann in verschiedene Fahrzeugtypen integriert werden. Das ist nötig, denn die bisher genutzten Jaguar I-Pace Modelle werden nicht mehr produziert.
Stattdessen setzt Waymo nun auf speziell entwickelte Robotaxis wie den Zeekr RT (Codename „Ojai“) und die Hyundai Ioniq 5-Plattform. In einer Fabrik im Großraum Phoenix will das Unternehmen künftig zehntausende autonome Fahreinheiten pro Jahr produzieren. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis Ende 2026 soll die wöchentliche Zahl bezahlter Fahrten von derzeit 400.000 auf über eine Million steigen.
Großoffensive in den USA und Europa
Der Start der neuen Generation leitet die aggressivste Expansion in der Firmengeschichte ein. Noch in diesem Jahr soll der Dienst für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden. 2026 will Waymo in zahlreichen neuen US-Metropolen starten, darunter Dallas, Houston, Denver und Washington D.C.
Erstmals wagt das Unternehmen auch den Sprung nach Europa und Asien. Die ersten internationalen Standorte sollen London und Tokio werden. Die verbesserte Allwettertauglichkeit des Systems öffnet dabei Märkte, die für autonome Fahrzeuge bisher eine zu große Herausforderung darstellten. Waymo macht damit deutlich: Die Ära der Forschung ist vorbei, jetzt beginnt der kommerzielle Wettlauf um die Straßen der Welt.
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