Waymo scheitert mit Robotaxi-Plänen für New York
21.02.2026 - 03:25:12 | boerse-global.deNew York hat Waymos Expansionspläne gestoppt. Gouverneurin Kathy Hochul zog einen Gesetzesvorschlag zurück, der den kommerziellen Betrieb fahrerloser Taxis im Bundesstaat erlaubt hätte. Der Rückschlag zeigt die regulatorischen Hürden für die autonome Revolution.
Ein Dämpfer für die US-Expansion
Die Entscheidung fiel am 19. Februar und ist ein herber Schlag für Waymos Strategie. Das Tochterunternehmen von Alphabet wollte 2026 in über 20 neue Städte expandieren – New York war ein zentraler Baustein. Der zurückgezogene Vorschlag hätte den Betrieb im gesamten Staat mit Ausnahme von New York City ermöglicht. Doch gerade diese Metropole ist der mit Abstand lukrativste Markt für Fahrdienste.
Warum scheiterte der Vorstoß? Gouverneurin Hochul begründete den Schritt mit mangelnder Unterstützung im Parlament und bei Interessengruppen. Besonders die New York Taxi Workers Alliance, die über 21.000 Fahrer vertritt, leistete erbitterten Widerstand. Ihre größte Sorge: der massive Verlust von Arbeitsplätzen.
Waymo zeigte sich enttäuscht, bekräftigte aber sein langfristiges Interesse am New-York-Markt. Das Unternehmen will weiter mit dem Staat zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden. Der Vorfall unterstreicht ein grundsätzliches Problem: Selbst der technologische Marktführer ist auf politischen Willen angewiesen.
Volle Fahrt trotz New-York-Bremse
Das Nein aus New York steht in starkem Kontrast zur dynamischen Gesamtentwicklung. Erst Anfang Februar 2026 sicherte sich Waymo eine Finanzspritze von 16 Milliarden Euro. Die Bewertung des Unternehmens kletterte damit auf rund 126 Milliarden Euro.
Dieses Kapital treibt eine aggressive globale Expansion an. Für 2026 peilt Waymo den Start in mehr als 20 neue Städte an. In den USA stehen Metropolen wie Dallas, San Diego und Nashville auf der Liste. International rücken London und Tokyo als erste Ziele außerhalb der USA in den Fokus.
Die Zahlen belegen den Vorsprung: 2025 verdreifachte Waymo seine Fahrten auf 15 Millionen pro Jahr. Die Flotte wuchs auf über 2.500 Fahrzeuge. In Städten wie Phoenix, San Francisco und Austin bietet das Unternehmen bereits heute hunderttausende Fahrten wöchentlich an. Das Ziel für Ende 2026: über eine Million bezahlte Robotaxi-Fahrten pro Woche.
Technologie im Dauertest
Der Expansion liegt eine stetige technologische Weiterentwicklung zugrunde. Seit kurzem rollt die sechste Generation des „Waymo Driver“ aus. Das neue Sensorsystem soll die Leistung bei Regen und Schnee verbessern – eine bisherige Schwachstelle autonomer Fahrzeuge.
Gleichzeitig sinken die Betriebskosten. Die Hardware wird in das neue Fahrzeugmodell Zeekr Mix EV integriert. Die Produktion soll auf zehntausende Einheiten jährlich hochgefahren werden. Die Skalierbarkeit ist damit gegeben.
Doch Technologie allein reicht nicht. Der New-York-Vorfall zeigt, dass regulatorische und gesellschaftliche Hürden mindestens genauso hoch sein können. Kurz vor der Entscheidung sah sich Waymo mit Fragen von US-Abgeordneten konfrontiert. Es ging um den Einsatz von Fernarbeitern, die Fahrzeuge unterstützen. Das Unternehmen betonte, diese Agenten steuerten die Autos nicht aktiv.
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Der lange Weg zur Akzeptanz
Die Zukunft der Robotaxis wird nicht nur in Entwicklungszentren, sondern auch in Parlamentssälen entschieden. Waymos Weg zeigt: Öffentliches Vertrauen und transparente Regulierung sind ebenso wichtig wie leistungsstarke KI.
Trotz des Rückschlags bleibt Waymo der unangefochtene Marktführer. Die finanzielle Power, die technologische Reife und der klare Expansionsplan geben dem Unternehmen einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz.
Doch die Frage bleibt: Wie schnell können nicht-technische Hürden überwunden werden? Die kommenden Monate werden zeigen, ob Waymo auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene erfolgreich navigiert. Der Markt für autonomes Fahren wartet – die Ampeln in vielen Regionen stehen jedoch noch auf Rot.
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