Waymo peilt Robotaxi-Tests in Australien an
20.01.2026 - 01:21:12Waymo, die autonome Tochter von Google-Mutter Alphabet, verhandelt offenbar mit der australischen Regierung über den Start eines Robotaxi-Dienstes noch in diesem Jahr. Das wäre ein entscheidender Schritt in der globalen Expansion des Konzerns.
Internen Dokumenten zufolge führt Waymo seit 2025 hochrangige Gespräche mit der australischen Bundesregierung. Das Unternehmen hat bereits ein „vertrauliches Briefing“ im Büro von Verkehrsministerin Catherine King abgehalten, um seine „Pläne für 2026 in Australien“ zu erläutern. Diese Verhandlungen auf Bundesebene gehen deutlich über frühere Gespräche mit regionalen Behörden hinaus.
Um seine Interessen durchzusetzen, hat Waymo die Lobbyfirma GRACosway engagiert. Sie soll den Kontakt zu den Regierungen auf Bundesebene sowie in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales pflegen. Trotz der fortgeschrittenen Gespräche bleibt Waymo öffentlich zurückhaltend. Ein Unternehmenssprecher bestätigte zwar globale Ambitionen, wollte aber keine konkreten Zeitpläne für Australien nennen.
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Strategische Vorbereitungen laufen
Parallel zu den politischen Verhandlungen trifft Waymo operative Vorbereitungen. Das Unternehmen sucht angeblich bereits Büroflächen in Sydney, um einen lokalen Stützpunkt zu errichten. Zudem führt es Gespräche mit mehreren Elektroauto-Herstellern über Fahrzeuge für den australischen Robotaxi-Dienst.
Unter den genannten Partnern ist der chinesische Autoriese Geely, zu dem Marken wie Volvo und Polestar gehören. Waymo kooperiert in den USA bereits mit Geelys Premium-Marke Zeekr. Eine Ausweitung dieser Partnerschaft wäre ein Schlüsselschritt, um eine Flotte an lokale Straßenverhältnisse anzupassen.
Wettlauf mit der Gesetzgebung
Die größte Hürde für Waymo ist Australiens unfertiger Rechtsrahmen für autonome Fahrzeuge. Aktuell verbieten nationale und regionale Gesetze den Betrieb vollautonomer Fahrzeuge ohne menschlichen Sicherheitsfahrer. Die Verkehrsminister einigten sich im November 2025 jedoch auf einen Zeitplan, der den bedingten Einsatz ab 2027 vorsieht.
Die Bundesregierung entwickelt derzeit ein neues Automated Vehicle Safety Law. Dieses Gesetz soll eine landesweit einheitliche Regelung schaffen und die Haftung vom Fahrer auf das Unternehmen übertragen. Der Abschluss dieses Prozesses ist entscheidend für jeden kommerziellen Robotaxi-Dienst. Waymos frühes Engagement deutet darauf hin, dass das Unternehmen die Regeln aktiv mitgestalten will.
Markteintritt trotz Skepsis
Australien ist aus strategischen Gründen attraktiv für Waymo: Wie im bereits erschlossenen Testmarkt Japan fährt man dort links. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich so leichter übertragen. Doch das Unternehmen muss nicht nur regulatorische, sondern auch gesellschaftliche Hürden überwinden.
Eine Umfrage vom September 2025 zeigte, dass fast die Hälfte der Australier vollständig fahrerlose Autos in ihrer Nachbarschaft ablehnt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Waymo noch 2026 erste Testfahrten auf öffentlichen Straßen durchführen kann. Sollten sich die unternehmerischen und gesetzgeberischen Entwicklungen synchronisieren, könnten die ersten Waymo-Robotaxis binnen weniger Jahre Passagiere durch australische Städte befördern.
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