Waste, Management

Waste Management Aktie: Quartalsbericht am 28. Juli

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 06:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Scotiabank erhöht Kursziel auf 260 Dollar, während Waste Management mit operativen und rechtlichen Hürden kämpft.

Waste Management: Analysten heben Kursziel vor Q2-Zahlen an
Abstrakte, atmosphärische Szene, die Abfallwirtschaft und Recycling darstellt, mit Fokus auf Ressourcengewinnung und Umweltverträglichkeit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kurz vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 rückt Waste Management verstärkt in den Fokus der Analysten. Während das Unternehmen Vorbereitungen für den am 28. Juli nach US-Börsenschluss geplanten Quartalsbericht trifft, sorgen aktuelle Kurszielanpassungen und ein reges Interesse institutioneller Investoren für Bewegung.

Kursziel-Anpassung durch Scotiabank

Die Analysten von Scotiabank haben ihr Kursziel für Waste Management am 16. Juli 2026 von 250 auf 260 US-Dollar angehoben und behalten die Einstufung „Sector Perform“ bei. Diese Anpassung löste eine deutliche Kursreaktion aus: Die Aktie verzeichnete am Berichtstag ihren größten prozentualen Tagesanstieg seit Ende Januar 2025. Das durchschnittliche Konsenskursziel liegt laut Marktberichten derzeit bei 256,70 US-Dollar, wobei 16 Analysten die Aktie zum Kauf empfehlen und 7 ein Halte-Votum vergeben.

Dem positiven Impuls der Scotiabank steht eine geringfügige Korrektur der Erste Group Bank gegenüber. Diese senkte ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2026 minimal von 8,17 auf 8,16 US-Dollar, gab jedoch eine erste Prognose für das Jahr 2027 ab, in dem ein EPS von 9,20 US-Dollar erwartet wird. Das Unternehmen notiert aktuell bei einem Schlusskurs von 208,90 € und weist seit Jahresbeginn ein Plus von 10,33 % auf. Damit bleibt die Aktie in Reichweite ihres 52-Wochen-Hochs von 215,90 €, von dem sie derzeit 3,24 % entfernt ist.

Fokus auf Q2-Ergebnisse und operative Herausforderungen

Die Erwartungen für den kommenden Quartalsbericht sind nach dem soliden Jahresauftakt hoch. Im ersten Quartal 2026 meldete Waste Management einen Umsatz von 6,23 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 3,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Ergebnis je Aktie lag mit 1,81 US-Dollar über den Erwartungen der Analysten von 1,75 US-Dollar.

Neben den Finanzdaten stehen operative Entwicklungen im Vordergrund. In Denver hat das Unternehmen ein neues Recycling- und Entsorgungszentrum für 110 Millionen US-Dollar in Betrieb genommen. Parallel dazu sieht sich Waste Management jedoch mit rechtlichen Auseinandersetzungen konfrontiert. In Harris County, Texas, wurde eine Klage gegen die Tochtergesellschaft USA Waste eingereicht. Ziel ist die Schließung der Hawthorn-Deponie in Houston, der seit Jahren Überschreitungen der Methan-Grenzwerte vorgeworfen werden. Zudem laufen Ermittlungen zu einem Brand auf der Amarillo-Deponie im Mai 2026, der weitreichende Schäden verursachte.

Regulatorisches Umfeld und Investorenstruktur

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Branche ist die Regulierung von PFAS-Chemikalien. Die US-Umweltbehörde EPA hat Anfang Juli 2026 neue Entwürfe zur Risikominderung veröffentlicht, die insbesondere Klärschlamm betreffen. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen gewinnen für Entsorgungsunternehmen zunehmend an Bedeutung, da sie Einfluss auf langfristige Entsorgungsstrategien und Haftungsfragen haben.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Vertrauen institutioneller Anleger stabil. Die Bessemer Group erhöhte ihre Beteiligung an Waste Management im ersten Quartal 2026 um 6,6 % auf nunmehr 599.186 Aktien. Auch Wealthfront Advisers weitete die Position deutlich um 31,6 % aus. Insgesamt befinden sich etwa 80,40 % der Anteile in der Hand institutioneller Investoren. Das Unternehmen schüttet derzeit eine vierteljährliche Dividende von 0,945 US-Dollar aus, was einer jährlichen Zahlung von 3,78 US-Dollar entspricht.

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