Hoya, JP3837800006

Warum Hoya MiYOSMART Kindern im Alltag ganz anders auf die Augen schaut

18.06.2026 - 12:25:57 | ad-hoc-news.de

Hoya MiYOSMART ist eine spezielle Brillenglas-Lösung für Kinder mit Kurzsichtigkeit, die das Fortschreiten der Myopie verlangsamen soll und trotzdem alltagstauglich bleibt – vom Schulhof bis zum Sportplatz.

Hoya, JP3837800006
Hoya, JP3837800006

Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Vor der Veröffentlichung am 18.06.2026, 12:24 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Hoya MiYOSMART ist eine dieser Innovationen, die man Kindern am liebsten sofort auf die Nase setzen möchte: Gläser, die nicht nur scharf sehen lassen, sondern laut Studien auch das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bremsen sollen. Auf dem Pausenhof wirken sie wie ganz normale Brillen, beim Toben rutscht nichts, nichts spiegelt ungewöhnlich, nichts schreit nach „Spezialbehandlung“.

Vertiefen & einordnen

Alle News und Analysen zu Hoya Corp

Wie sich Hoya mit Spezialgläsern wie MiYOSMART im weltweiten Augenoptik-Markt positioniert, zeigen unsere weiteren Meldungen und Analysen.

Wie MiYOSMART funktionieren soll

Der Kern von MiYOSMART sind spezielle Einstärkengläser mit der sogenannten D.I.M.S.-Technologie, also „Defocus Incorporated Multiple Segments“, die Hoya zusammen mit der Hong Kong Polytechnic University entwickelt hat. Laut Hersteller wurde das Design gezielt für das Myopie-Management bei Kindern entworfen.

Im Glas sitzt im Zentrum ein klarer Bereich für scharfes Sehen, darum herum eine Art unsichtbarer Ring aus vielen kleinen Segmenten, die einen kontrollierten myopen Defokus erzeugen sollen. Dieser optische Trick soll dem Auge signalisieren, nicht ständig länger zu wachsen, was die Zunahme der Kurzsichtigkeit dämpfen kann.

Was Studien zu Kindern zeigen

Besonders wichtig für Eltern: Es gibt klinische Daten. In einer zweijährigen Studie mit 160 Kindern zwischen 8 und 13 Jahren verlangsamten MiYOSMART-Gläser laut Hoya das Fortschreiten der Myopie im Schnitt um 59 Prozent im Vergleich zu konventionellen Einstärkengläsern. Auch die Verlängerung des Augapfels ging deutlich zurück.

Nach Angaben der Hong Kong Polytechnic University wurden diese Ergebnisse in Fachjournalen publiziert, weitere Langzeitdaten über inzwischen bis zu sechs Jahre liegen vor. Die Forscher berichten, dass der Effekt über die Zeit stabil bleibe und keine besonderen Sicherheitsbedenken aufgetreten seien.

Alltag mit einer „unsichtbaren“ Spezialbrille

Im Alltag fühlt sich MiYOSMART für Kinder wie eine normale Brille an: Kunststoffgläser, leicht, robust, geeignet für gängige Kinderfassungen. Beim Blick in den Spiegel sehen die meisten Kids schlicht „ihre Brille“ und nicht ein medizinisches Spezialgerät, weil die Segmente im Glas mit bloßem Auge kaum auffallen.

Auch Toben, Rennen und Schulsport sollen laut Hoya problemlos möglich sein. Viele Optiker kombinieren MiYOSMART mit schlagfesten Fassungen, rutschfesten Nasenpads und flexiblen Bügeln, damit die Brille auch beim Fußball oder auf dem Klettergerüst dort bleibt, wo sie hingehört.

Für wen sich die Gläser eignen

MiYOSMART richtet sich laut Produktinformationen an Kinder und Jugendliche mit beginnender oder bereits stärkerer Kurzsichtigkeit, typischerweise etwa von -0,75 bis -10 Dioptrien. Entscheidend ist, dass ein Augenarzt oder Optometrist eine progressive Myopie feststellt und aktiv managen möchte.

Nicht jedes Kind ist automatisch geeignet, etwa bei bestimmten Hornhaut-Erkrankungen oder starken Astigmatismen, deshalb gehört eine gründliche Voruntersuchung dazu. Wer schon Orthokeratologie oder Atropintropfen nutzt, sollte mit dem Spezialisten abklären, ob und wie sich MiYOSMART sinnvoll kombinieren lässt.

Wie Eltern die Kosten einordnen können

Ein einfaches Preisschild gibt es nicht, weil Hoya die Gläser über Augenoptiker vertreibt, die individuelle Sehstärken und Fassungen kalkulieren. In vielen europäischen Märkten liegen MiYOSMART-Gläser nach Branchenschätzungen im oberen Preisbereich klassischer Einstärkengläser, dafür mit Zusatznutzen Myopie-Management.

Einige private Krankenversicherer und Zusatzversicherungen beteiligen sich in Einzelfällen an den Kosten, wenn der Arzt eine medizinische Notwendigkeit attestiert. Eltern sollten Rechnungen und Befunde deshalb gut dokumentieren und gezielt bei ihrer Kasse nachfragen.

Verfügbarkeit in Europa und Asien

Hoya hat MiYOSMART zunächst in asiatischen Märkten eingeführt, darunter Hongkong, bevor Schritt für Schritt Europa folgte. Inzwischen sind die Gläser laut Hersteller in mehr als 30 Ländern über zertifizierte Partneroptiker erhältlich, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Spanien und mehreren nordischen Staaten.

Die Anpassung erfolgt immer über geschulte Augenoptiker, die spezielle Trainingsprogramme von Hoya durchlaufen. Eltern finden entsprechende Adressen meist über lokale Optikerketten oder über Hinweise auf der regionalen Hoya-Webseite.

Wo die Grenzen liegen

So überzeugend die Daten wirken, auch MiYOSMART ist kein Wundermittel. Kurzsichtigkeit lässt sich damit nicht heilen, sondern bestenfalls bremsen. Außerdem brauchen Kinder regelmäßige Kontrollen, um die Glasstärken anzupassen und den Verlauf der Myopie zu dokumentieren.

Fachleute betonen, dass Lebensstilfaktoren weiter wichtig bleiben: viel Tageslicht, weniger lange Bildschirmphasen am Stück, regelmäßige Pausen beim Lesen. MiYOSMART kann hier Baustein eines Gesamtkonzepts werden, ersetzt aber nicht gesunde Gewohnheiten.

Was MiYOSMART für Hoya bedeutet

Mit MiYOSMART positioniert sich Hoya klar in einem Wachstumssegment, das vom weltweiten Anstieg der Kurzsichtigkeit, vor allem bei Kindern in Asien und zunehmend auch in Europa, getrieben wird. Das Unternehmen betont in seinen Investor-Relations-Unterlagen die strategische Bedeutung von Myopie-Management-Lösungen für die eigene Brillenglas-Sparte.

Die Aktie von Hoya Corp (JP3837800006) notiert am 18.06.2026 an der TSE bei umgerechnet rund 161 Euro, womit der Konzern an der Börse klar als Premium-Anbieter im Optik- und Medizintechnikbereich wahrgenommen wird.

Die wichtigsten Fakten zu Hoya MiYOSMART

  • Produkt: Hoya MiYOSMART
  • Hersteller: Hoya Corp.
  • Kategorie: Software/Service/Abo (Myopie-Management-Lösung über den Optiker)
  • Markteinführung: zuerst 2018 in Asien, später sukzessive in Europa
  • UVP / Preis: abhängig vom Optiker, in Europa meist im oberen Segment klassischer Einstärkengläser
  • Verfügbarkeit: über zertifizierte Partneroptiker in über 30 Ländern, darunter Deutschland
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche mit fortschreitender Kurzsichtigkeit
  • Besonderheit / USP: D.I.M.S.-Technologie zur Verlangsamung des Myopie-Fortschritts, klinisch untersucht

Mehr Eindrücke zu Hoya MiYOSMART

Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Produktinformationen ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich kurzfristig ändern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

de | JP3837800006 | HOYA | boerse | 69571800 | bgmi