Warum die Fluent Workstation den Laboralltag spürbar verändert
18.06.2026 - 20:51:01 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Bestseller & Flaggschiff. Vor der Veröffentlichung am 18.06.2026, 20:49 Uhr geprüft. Details im Impressum.
Mit der Fluent Automation Workstation von Tecan wirkt selbst ein vollgestellter Labortisch plötzlich aufgeräumt, wenn Roboterarme präzise über Mikrotiterplatten gleiten und Pipettenspitzen fast lautlos ihre Bahnen ziehen. Wer regelmäßig Hunderte Proben verarbeitet, spürt schnell, wie konsequent dieses System auf Tempo und Reproduzierbarkeit getrimmt ist. Und genau das macht es für viele Labore zu einem spannenden Flaggschiff-Gerät.
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Wie sich die Fluent-Plattform in die Strategie von Tecan einfügt und welche Rolle Automationslösungen für das weitere Wachstum spielen.
Was die Fluent im Alltag leistet
Die Fluent Automation Workstation ist eine modulare Liquid-Handling-Plattform, die Pipettieraufgaben von wenigen Mikrolitern bis in den Milliliterbereich automatisiert. In der Praxis heißt das: DNA-Extraktionen, PCR-Setups, ELISAs oder Zellkultur-Workflows laufen nahezu durchgängig ohne manuelles Umsetzen der Platten. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch das Fehlerpotenzial durch ermüdende Routinearbeiten.
Auffällig ist das großzügige, in Zonen strukturierte Deck mit Platz für zahlreiche Mikrotiterplatten, Reagenzreservoire und Heizer oder Shaker. Laborteams können ihre Workflows so konfigurieren, dass Proben möglichst selten den Platz wechseln müssen und Wege kurz bleiben. Diese klare Struktur nimmt neuen Nutzerinnen die Scheu vor komplexen Automationssystemen und macht Abläufe schnell nachvollziehbar.
Technik, die Präzision spürbar macht
Kern der Plattform sind hochauflösende Pipettierköpfe, die je nach Konfiguration mit Luftverdrängungs- oder Verdrängerkolben-Technologie arbeiten und damit auch viskose Medien sauber handhaben können. Gerade bei sensiblen Assays mit kleinen Volumina ist das entscheidend, weil schon wenige Mikroliter Abweichung das Ergebnis verfälschen können. Wer einmal eine fehlerfreie 384-Well-Platte aus der Anlage zieht, versteht den Unterschied zur Handpipette.
Sensorik und Überwachung greifen dabei leise, aber konsequent ein: Füllstandserkennung, Überprüfung von Pipettierwegen und kontrollierte Geschwindigkeit helfen, Spritzer zu vermeiden und Kreuzkontaminationen zu minimieren. Für Nutzerinnen wirkt das im Alltag beruhigend, weil die Anlage viele kleine Kontrollen übernimmt, die man händisch kaum konsequent durchhalten könnte.
Software und Bedienoberfläche im Fokus
Die Steuerung der Fluent Workstation erfolgt über eine grafische Benutzeroberfläche, die Workflows in logisch aufeinander aufbauende Schritte zerlegt. Statt kryptischer Skripte sehen Anwenderinnen Module, die sie wie Bausteine kombinieren können. Das senkt die Hürde für Labore, die bislang wenig Erfahrung mit Robotik hatten, aber dringend automatisieren müssen.
Besonders praktisch ist, dass sich häufig genutzte Protokolle als Vorlagen speichern und mit wenigen Klicks anpassen lassen. Wer regelmäßig ähnliche Assays fährt, kann kleine Parameter ändern, ohne jedes Mal den gesamten Ablauf neu zu definieren. Damit eignet sich das System gut für Labore, in denen Methoden sich weiterentwickeln, aber nicht ständig komplett neu geschrieben werden sollen.
Stärken, aber auch Grenzen im Labor
Die größten Stärken der Fluent-Plattform liegen in ihrer Flexibilität und im hohen Durchsatz. Ein und dieselbe Workstation kann Screening-Kampagnen mit tausenden Proben ebenso abarbeiten wie kleinere Routinetests, ohne dass jedes Mal neue Hardware nötig ist. Gerade in Core-Facilities oder Zentrallaboren ist diese Vielseitigkeit Gold wert.
Auf der anderen Seite verlangt die Einführung eines solchen Systems immer eine sorgfältige Planung von Workflows, Platzbedarf und Wartung. Wer die Automatisierung unterschätzt und die Workstation einfach in eine Ecke stellt, wird ihr Potenzial kaum ausschöpfen. Dazu kommen die hohen Investitionskosten, die sich vor allem dort rechnen, wo dauerhaft viele Proben und standardisierte Assays anfallen.
Wo die Fluent besonders glänzt
In der Genomik spielt die Fluent ihre Stärken aus, wenn es um Library-Prep für Next-Generation-Sequencing, qPCR-Setups oder High-Throughput-Screening geht. Hier zählt jede Minute Hands-on-Time, die wegfällt, und jede Platte, die ohne Wiederholung durchläuft. Für Teams, die bislang spätabends noch Pipettierberge abarbeiten, kann das ein spürbarer Befreiungsschlag sein.
Auch im Bereich Diagnostik und pharmazeutische Forschung punktet das System, weil es reproduzierbare und auditierbare Prozesse unterstützt. Workflows lassen sich dokumentieren und standardisieren, was Qualitätsabteilungen und regulatorische Auditoren zu schätzen wissen. Gleichzeitig bleibt genug Flexibilität, um methodische Upgrades zu integrieren, wenn neue Kits oder Assays auf den Markt kommen.
Unternehmenskontext und Aktienblick
Tecan hat sich in den vergangenen Jahren als Spezialist für Laborautomation und Diagnostiklösungen positioniert und adressiert mit der Fluent-Plattform klar den Bedarf an effizienten, skalierbaren Workflows. Für Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Diagnostikanbieter ist diese Linie ein zentrales Angebot, wenn es um den Übergang von manueller zu hochautomatisierter Probenbearbeitung geht.
Die Aktie der Tecan Group AG (CH0012100191) notiert an der SIX Swiss Exchange; konkrete Echtzeitkurse können Anlegerinnen und Anleger über ihre Handelsplattform oder Finanzportale abrufen.
Eckdaten zur Fluent Automation Workstation
- Produkt: Fluent Automation Workstation
- Hersteller: Tecan Group AG
- Kategorie: Flagship/Bestseller-Laborautomationsplattform
- Markteinführung: Mitte der 2010er Jahre, kontinuierlich weiterentwickelt
- UVP / Preis: abhängig von Konfiguration und Modulen, im hoch fünf- bis sechsstelligen Eurobereich
- Verfügbarkeit: über Tecan und autorisierte Vertriebspartner in Europa, Nordamerika und Asien
- Zielgruppe: Forschungs- und Diagnostiklaboratorien mit mittlerem bis hohem Probendurchsatz
- Besonderheit / USP: hochflexible, modulare Liquid-Handling-Plattform mit strukturierter Deck-Fläche und leistungsfähiger Software für komplexe Workflows
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