Warnstreik, Wiesbadens

Warnstreik legt Wiesbadens Busverkehr lahm

20.02.2026 - 05:54:12 | boerse-global.de

Ein ganztägiger Streik bei ESWE Verkehr führt zum Stillstand fast aller Buslinien in Wiesbaden. Tausende Pendler sind betroffen, während ver.di im Tarifkonflikt um Arbeitsbedingungen Druck aufbaut.

Ein ganztägiger Warnstreik hat den Großteil des Wiesbadener Busnetzes lahmgelegt. Die Gewerkschaft ver.di will damit im laufenden Tarifkonflikt für hessische Verkehrsbetriebe den Druck erhöhen.

Tausende Pendler und Schüler müssen sich am Freitag alternative Transportwege suchen. Der Ausstand bei der städtischen ESWE Verkehr begann mit dem Betriebsstart um 3:00 Uhr und soll bis in die frühen Samstagsstunden andauern. Betroffen ist fast der gesamte Busfuhrpark, einschließlich des On-Demand-Services WiMobil. Es ist bereits der vierte Streik in der aktuellen Verhandlungsrunde.

Stadtweiter Stillstand mit Folgen

Rund 1.200 Beschäftigte folgten dem Streikaufruf. Die meisten der farblich gekennzeichneten Linien fahren nicht. Die Betriebshöfe bleiben leer, die Haltestellen sind verwaist. Die Stadt warnt vor massiven Ausfällen und einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch den Umstieg auf Privatfahrzeuge.

Der Streik wirkt auch über die Stadtgrenzen hinaus. Er betrifft Verbindungen in Nachbargemeinden und die Nachtbusse. ESWE Verkehr rät zu notwendigen Fahrten und verweist auf Echtzeit-Informationen in der App, in den sozialen Medien und an dynamischen Anzeigen. Die Mobilitätszentrale in der Marktstraße hat geöffnet, die Infopunkte am Hauptbahnhof und Luisenplatz sind geschlossen.

Welche Alternativen gibt es?

Ein eingeschränktes Angebot bleibt bestehen. Linien von Partnerunternehmen der ESWE Verkehr sollen planmäßig fahren. Dazu gehören die Buslinien 5, 28, 39 und 46. Auch Regionalbusse aus Kreisen wie Rheingau-Taunus oder Main-Taunus werden erwartet. Hier ist mit großer Nachfrage, Überfüllung und Verspätungen zu rechnen.

Einige grenzüberschreitende Linien aus Mainz fahren verkürzt. Die Linien 6 und 33 enden am Wiesbadener Ostbahnhof. Das ermöglicht einen Umstieg auf die S-Bahn, die vom Streik nicht betroffen ist. Linie 74 verkehrt eingeschränkt ab der Haltestelle „Friedrich-Bergius-Straße“.

Worum geht es im Tarifstreit?

Im Zentrum steht nicht die Gehaltsfrage, sondern ein neuer Manteltarifvertrag. ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, eine Entlastung der Beschäftigten und mehr Attraktivität für den Beruf, um Personalmangel zu bekämpfen. Die Gewerkschaft kritisiert Vorstöße der Arbeitgeber, Leistungen wie das Krankengeld zu kürzen.

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Der Wiesbadener Streik ist Teil einer hessenweiten Strategie. Ähnliche Aktionen gab es diese Woche bereits in Frankfurt, Marburg und Gießen. Die koordinierten Warnstreiks sollen den Druck vor der vierten Verhandlungsrunde am 25. Februar erhöhen. Im Fokus steht dann voraussichtlich die Eingruppierung verschiedener Tätigkeiten.

Drohen weitere Ausfälle?

Ob es nach dem 25. Februar zu einem Durchbruch kommt, ist ungewiss. Sollten die Gespräche scheitern, schließt ver.di weitere und möglicherweise umfangreichere Streiks nicht aus. Reisende sollten sich auf fortlaufende Störungen einstellen.

Der Tag zeigt die systemrelevante Rolle des öffentlichen Nahverkehrs. Reisenden wird empfohlen, auf S-Bahn und Regionalzüge auszuweichen und deutlich mehr Zeit einzuplanen. Aktuelle Informationen liefern die offiziellen Verkehrsportale und Apps der Betreiber.

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