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Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Britische Regulierer greifen ein

09.06.2026 - 13:43:48 | boerse-global.de

Die britische CMA startet die Prüfung der geplanten Fusion von Warner Bros. Discovery und Paramount Skydance. Zusätzlich droht Widerstand gegen die Vergütung des Managements.

Warner Bros. Discovery: Britische Wettbewerbshüter prüfen Mega-Deal
Warner - Ein Gavel schlägt auf einen Klangblock, im Hintergrund verschwommen Medienausrüstung. Symbolisiert regulatorisches Eingreifen. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat heute offiziell ihre Prüfung des geplanten 110-Milliarden-Dollar-Deals zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery aufgenommen. Bis zum 7. August muss die Behörde entscheiden, ob sie das Vorhaben freigibt oder eine tiefergehende Untersuchung einleitet.

Regulierungsdruck auf mehreren Flanken

Die CMA prüft in dieser ersten Phase, ob die Fusion den Wettbewerb im britischen Markt beeinträchtigen könnte. Das Zeitfenster ist eng: 40 Tage, um erste Bedenken zu formulieren — danach können die Unternehmen Abhilfemaßnahmen anbieten. Reichen diese nicht aus, folgt eine bis zu 24 Wochen dauernde Tiefenprüfung.

Das Verfahren in London kommt nicht isoliert. Die EU-Wettbewerbsbehörde hat ihre eigene Frist auf den 7. Juli gesetzt. Paramount soll bereit sein, Teile des Kinderangebots zu veräußern, um die Brüsseler Zustimmung zu sichern. In den USA bereiten Kalifornien, New York und weitere Bundesstaaten unterdessen einer Klage zur Blockade des Deals vor.

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ISS empfiehlt Nein zur Vergütung

Ein weiteres Problem für das Management: Der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS empfiehlt, gegen die Vergütungspakete für CEO David Zaslav und weitere Führungskräfte zu stimmen. Zaslav könnte bei einem erfolgreichen Abschluss bis zu 887 Millionen Dollar erhalten — ein Betrag, den ISS als "extrem hoch" eingestuft hat. Sein Grundgehalt von 3 Millionen Dollar und ein kurzfristiger Zielbonus von 22 Millionen Dollar liegen laut ISS deutlich über dem Branchendurchschnitt.

ISS kritisiert obendrein, dass der Vergütungsausschuss nach dem gescheiterten Votum 2025 — damals stimmten nur 40,5 Prozent der abgegebenen Stimmen dafür — keine erkennbaren Korrekturen vorgenommen hat. Die Empfehlung: Fünf Ausschussmitglieder sollen keine Unterstützung erhalten.

Der Deal verbindet Studios, die für Klassiker wie Harry Potter und Mission: Impossible verantwortlich zeichnen, mit Nachrichtensendern wie CNN und CBS sowie dem Streamingdienst HBO. Ob all das unter einem Dach genehmigungsfähig bleibt, wird sich spätestens im Juli auf EU-Ebene zeigen — und wenige Wochen später in London.

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