Walt Disney Aktie: Richtungsstreit
19.02.2026 - 10:41:10 | boerse-global.deWalt Disney steht vor einem bedeutenden Umbruch. Wrend Analysten über die künftigen Margen streiten, setzt der Konzern auf eine massive Kapitalrückführung und bereitet den Chefwechsel für den kommenden Monat vor. Anleger müssen nun abwägen, ob die ambitionierten Ziele für 2026 die aktuellen Effizienzbedenken überwiegen.
Gestern veröffentlichte die Analyseplattform StockStory eine Verkaufsempfehlung für den Unterhaltungsgiganten. Die Experten kritisieren vor allem die operativen Kennzahlen: Eine operative Marge von 14,8 Prozent und eine Free-Cashflow-Marge von 8,2 Prozent in den letzten zwei Jahren belasten die Bewertung. Trotz eines jährlichen Umsatzwachstums von 9,5 Prozent über die vergangenen fünf Jahre reichten diese Werte laut Bericht nicht aus, um das aktuelle Kursniveau nachhaltig zu stützen.
Dem steht ein optimistisches Szenario für das Geschäftsjahr 2026 gegenüber. Befürworter der Aktie verweisen auf das Ziel des Managements, einen operativen Cashflow von 19 Milliarden US-Dollar zu generieren. Diese Mittel sollen die Basis für signifikante Aktionärsrenditen bilden.
Disney kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 7 Milliarden US-Dollar an. Zusätzlich soll die Dividende um 50 Prozent auf 1,50 US-Dollar je Aktie steigen. Reichen diese geplanten Milliardenausschüttungen aus, um die Sorgen über die Margen und den hohen Wettbewerbsdruck zu kompensieren? Optimisten werten die Kombination aus Rückkäufen und einem prognostizierten zweistelligen Wachstum beim Gewinn je Aktie (EPS) als attraktiven Einstiegszeitpunkt.
Wachstumsstrategie und Führungswechsel
Der strategische Kurswechsel fällt mit einer Zäsur an der Konzernspitze zusammen. Am 18. März übernimmt Josh D'Amaro den Posten des CEO von Bob Iger. D'Amaro leitete zuletzt die Sparte ?Disney Experiences?, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 36 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete. Iger wird dem Unternehmen noch bis Ende des Jahres als Berater zur Seite stehen.
Zur Absicherung der langfristigen Pläne hat sich Disney frisches Kapital am Anleihenmarkt besorgt. Der Konzern platzierte Unternehmensanleihen im Wert von 4 Milliarden US-Dollar mit Laufzeiten bis zu zehn Jahren. Die Erlöse sollen zur Umschuldung sowie zur Finanzierung des 60 Milliarden US-Dollar schweren Investitionsprogramms für Themenparks und Resorts verwendet werden.
Mit dem Amtsantritt von Josh D'Amaro am 18. März rückt die operative Umsetzung dieser Wachstumsinitiativen in den Fokus. Die Erreichung des Cashflow-Ziels von 19 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 wird darüber entscheiden, ob Disney den Spagat zwischen hohen Investitionen und den versprochenen Ausschüttungen bewältigt.
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