William Kentridge, Kunst-Hype

Wahnsinn um William Kentridge: Warum diese düsteren Bilder gerade Kunst-Hype und Invest-Geheimtipp sind

26.02.2026 - 13:24:03 | ad-hoc-news.de

Animationen in Kohle, Politik im Kopf, Millionen-Hammer im Auktionssaal: William Kentridge ist nichts für nebenbei – aber genau das macht ihn zum Must-See für alle, die mehr wollen als bunte Deko.

Alle reden über bunte Wand-Deko – aber du suchst Kunst, die wirklich reinknallt? Dann führt aktuell kein Weg an William Kentridge vorbei. Der südafrikanische Star dreht dir mit Kohlezeichnungen, Animationen und riesigen Installationen das Gehirn auf Links – und der Markt liebt es.

Seine Bilder sehen aus wie vergessene Film-Stills aus einem Schwarzweiß-Albtraum: viel Ruß, Staub, Politik, Erinnerung. Definitiv nichts, was du mal eben neben Netflix laufen lässt. Aber genau deshalb wird Kentridge gerade als Kunst-Hype mit Tiefgang gehandelt – und als spannender Investment-Case für alle, die über Instagram-Ästhetik hinausdenken.

Das Netz staunt: William Kentridge auf TikTok & Co.

Auf Social Media macht Kentridge keinen klassischen "Pretty Wall Art"-Look. Statt Neon und Glitzer bekommst du verwackelte Kohlezeichnungen, die sich in Animationen auflösen, bröckelnde Wände, Projektionen auf alten Theaterbühnen und Performances, bei denen du nie genau weißt: Traum, Trauma oder beides?

Gerade diese Mischung aus Oldschool-Handwerk (Zeichnung, Collage, Theater) und digitaler Projektion triggert den Feed: Kurze Ausschnitte aus seinen Animationen werden als ästhetische Loops geteilt, Aussprüche und Zitate aus seinen Opern- und Theaterarbeiten tauchen in Reels auf. Der Tenor in den Kommentaren: von "Mastermind" über "zu heavy" bis "das fühlt sich an wie ein Fiebertraum" ist alles dabei.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Social Sentiment aktuell: In der Sammler-Bubble gilt Kentridge schon lange als Blue-Chip, also sichere Bank im oberen Segment. Für TikTok ist er eher der dunkle, intellektuelle Cousin von bunt-glänzenden Hype-Artists – weniger "cute", mehr "wow, darüber denke ich seit drei Tagen nach".

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Kentridge hat einen dicken Backkatalog. Wenn du mitreden willst, solltest du diese Arbeiten zumindest einmal gesehen oder gegoogelt haben:

  • "Drawings for Projection" (ab späte 1980er)
    Eine Serie von handgezeichneten Animationsfilmen, die er immer wieder überarbeitet, radiert, neu zeichnet – und das ganze mit Stop-Motion filmt. Figuren wie Soho Eckstein und Felix Teitlebaum stolpern durch eine fiktive Version von Johannesburg. Thema: Apartheid, Schuld, Erinnerung, Kapitalismus. Diese Serie hat ihn weltweit bekannt gemacht und ist der Kern seiner Bildwelt.
  • "More Sweetly Play the Dance"
    Ein mehrteiliger Panorama-Video-Installationszug, der wie ein nie endender Trauer- und Protestmarsch wirkt. Projektionen von Figuren, Musik, Bannern, Skelette, Tänzer:innen – alles zieht an dir vorbei. Extrem immersiv, extrem politisch, extrem Instagram-tauglich für alle, die auf düstere, cineastische Motive stehen.
  • Opern & Bühnenbilder (z. B. für "Wozzeck", "The Nose" und andere Klassiker)
    Kentridge arbeitet nicht nur für den White Cube, sondern auch für große Opernhäuser. Er verwandelt Bühnen in lebende Skizzenbücher, projiziert Zeichnungen auf Kulissen, lässt Live-Performance mit Animation verschmelzen. Das bringt ihm Kultstatus bei Theaterfans – und zeigt, dass er als Gesamtkünstler denkt.

"Skandal" im klassischen Sinne? Eher selten. Aber seine Kunst kratzt bewusst an Kolonialgeschichte, Rassismus, Gewalt und Macht. In Zeiten von Debatten um De-Kolonisierung und Memory Culture wird er deshalb immer wieder heiß diskutiert – auch, weil er als weißer Südafrikaner mit diesem Erbe arbeitet.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Disclaimer vorweg: Konkrete Auktionsdaten können sich schnell ändern, also immer aktuell nachchecken. Klar ist aber: William Kentridge ist längst im Blue-Chip-Club angekommen.

Große Auktionshäuser wie Christie's, Sotheby's und Phillips haben seine Arbeiten regelmäßig im Programm. Laut öffentlich einsehbaren Auktionsberichten gehören besonders seine großformatigen Zeichnungen und Arbeiten auf Papier, aber auch komplette Video-Installationssets zu den teuer gehandelten Stücken.

Einzelne Werke von Kentridge haben in den letzten Jahren Preise im hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Bereich erzielt – also Summen, bei denen im Auktionssaal der berühmte Millionen-Hammer fällt oder kurz davor stehen bleibt. Damit spielt er in der Liga ernstzunehmender Sammler-Positionen, nicht im schnellen Social-Media-Hype-Segment.

Warum der Markt ihn liebt:

  • Starke Museumspräsenz: Kentridge wird regelmäßig in großen Häusern weltweit gezeigt. Das gibt Marktvertrauen.
  • Wiedererkennbare Bildsprache: Kohle, Collage, Schwarzweiß, politisch – sein Stil ist sofort identifizierbar.
  • Historische Relevanz: Seine Werke sind eng mit der Geschichte Südafrikas, der Apartheid und Fragen von Erinnerung und Macht verknüpft. Das macht sie sammelrelevant.

Wenn du also über Kunst als Invest nachdenkst, ist Kentridge kein Lottery-Ticket-Newcomer, sondern eher eine langfristig etablierte Position. Einstiegspreise für gute Arbeiten liegen allerdings schon so hoch, dass es ohne ernsthaftes Budget schwierig wird – Drucke und Editionen können aber ein Türöffner sein.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Große Kentridge-Shows sind oft Must-See-Events, weil sie mehr sind als nur Bilder an der Wand: Du läufst durch Projektionen, hörst Sound, siehst animierte Zeichnungen über Wände tanzen. Ein echtes All-In-Art-Erlebnis.

Aktuelle Ausstellungen können sich schnell ändern, Museen planen teils kurzfristig um. Wenn du wissen willst, wo Kentridge jetzt gerade läuft, führt dein erster Weg zu den offiziellen Quellen:

Falls du beim Check keine laufenden Shows findest: Aktuell keine Ausstellungen bekannt – dann lohnt es sich, auf die Newsletter der großen Museen und der Galerie zu setzen. Kentridge ist ein Name, der regelmäßig wieder auf den Plänen auftaucht, oft mit großen Retrospektiven oder spektakulären Installations-Ausstellungen.

Wer steckt dahinter? Kurz die Story

William Kentridge wurde in Johannesburg geboren und wuchs in einem Umfeld auf, in dem die Auseinandersetzung mit Apartheid, Recht und Ungerechtigkeit zum Alltag gehörte – seine Eltern waren bekannte Anti-Apartheid-Anwälte. Dieses politische und moralische Spannungsfeld prägt bis heute fast jedes seiner Bilder.

Er studierte zunächst Politik und Afrikastudien, später bildende Kunst und Theater – daher die starke Mischung aus Zeichnung, Film, Performance und Bühne in seiner Arbeit. International bekannt wurde er mit seinen Kohle-Animationen, die in den 1990er- und 2000er-Jahren auf Biennalen und großen Ausstellungen liefen.

Heute gilt Kentridge als einer der wichtigsten Künstler seiner Generation – mit großen Retrospektiven in weltweit renommierten Museen, Einladungen zu Biennalen und Dauerpräsenz in bedeutenden Sammlungen. Für die Kunstgeschichte ist er eine Schlüsselfigur, wenn es um Themen wie kollektives Gedächtnis, Gewalt, Kolonialismus und die Macht von Bildern geht.

Wie sieht das aus? Style-Check für deinen Feed

Wenn du auf cleane Minimal-Ästhetik stehst, ist Kentridge erstmal ein Schock. Seine Welt ist staubig, unaufgeräumt, fragmentiert. Viel Schwarzweiß, grobe Kohlestriche, immer wieder überzeichnet, radiert, neu gesetzt. Dazu kommen Collagen, alte Landkarten, Zeitungsseiten, Projektionen auf brüchigen Wänden.

Seine Videos wirken absichtlich oldschool, fast analog, nicht glattpoliert – und genau das macht sie heute wieder super modern. Im Zeitalter perfekter 3D-Renderings ist dieses hands-on, sichtbar gemachte Machen für viele extrem attraktiv. Auf einem Screen oder Beamer in einem dunklen Raum knallen seine Sachen besonders – ideal für spektakuläre Ausstellungspics.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du Kunst nur als Deko verstehst, ist William Kentridge wahrscheinlich "zu viel". Seine Werke sind laut, komplex, politisch, emotional – und lassen dich selten neutral zurück. Aber genau das macht ihn für viele zu einem der wichtigsten Künstler der Gegenwart.

Für Art-Nerds: Kentridge ist ein Muss, weil er zeigt, wie Zeichnung, Film und Theater zu einer großen Erzählmaschine werden können. Für Sammler:innen: eine etablierte Blue-Chip-Position mit klarer historischer Relevanz, aber entsprechendem Preisniveau. Für TikTok- und Insta-User: kein klassischer Aesthetic-Hype, sondern eher der tiefgründige Art-Crush, den man erst beim zweiten Hinsehen versteht – und dann nicht mehr loswird.

Ob du ihn liebst oder verstörend findest: Wegscrollen ist hier keine Option. Wenn irgendwo eine Kentridge-Ausstellung auftaucht, ist das dein Must-See – und mindestens ein Abend, an dem dein Gehirn mehr zu tun hat als dein Daumen.

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