Wahnsinn um Rosemarie Trockel: Warum diese Werke extrem viel kosten
03.02.2026 - 13:07:25Alle reden über diese Kunst – ist das genial oder kann das weg?
Strickbilder, Herdplatten, Tierpräparate – die Werke von Rosemarie Trockel sehen manchmal so simpel aus, dass du denkst: Das könnte doch echt jede*r. Und genau da beginnt der Mindfuck.
Die deutsche Künstlerin ist seit Jahrzehnten ein Superstar der internationalen Kunstszene, hängt in den wichtigsten Museen der Welt – und ihre Arbeiten knallen inzwischen bei Auktionen in den Millionen-Hammer. Für viele Sammler:innen ist sie längst Blue Chip, für die TikTok-Generation noch ein krasser Geheimtipp.
Das Netz staunt: Rosemarie Trockel auf TikTok & Co.
Ihre Kunst ist wie gemacht für Social Media: klare Formen, fette Symbole, oft nur wenige Farben – aber maximaler Kommentar zu Rollenbildern, Körper, Macht und dem ganzen Kunstzirkus.
Legendär sind ihre sogenannten Strickbilder: riesige, scheinbar harmlose Musterflächen aus Wolle, in denen plötzlich Logos, religiöse Zeichen oder feministische Codes auftauchen. Perfekte Hintergrundszenen für Outfit-Reels – und trotzdem hardcore kunsthistorisch aufgeladen.
Dazu kommen ikonische Objekte wie Herdplatten-Skulpturen, seltsam inszenierte Tiere und Räume, die aussehen wie ein Mix aus Labor, Wohnzimmer und Albtraum. Genau diese Mischung aus cute und creepy macht ihre Werke super instagrammable und gleichzeitig zum viralen Hit in der Kunst-Bubble.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Trockel mitreden willst, brauchst du ein paar Keypieces im Kopf. Hier die wichtigsten:
- Die Strickbilder
Das sind großformatige, maschinell gestrickte Bilder – oft in Rot, Schwarz, Weiß oder Blau. Darin: Muster, Symbole, manchmal Logos oder Zeichen, die sofort im Kopf bleiben. Sie spielen mit dem Klischee, dass "Stricken" angeblich weibliche Hausarbeit ist – und machen daraus knallharte Konzeptkunst. Gleichzeitig sehen viele dieser Werke so clean aus, dass sie wie made for Pinterest aussehen. - Herdplatten-Objekte
Schwarze Herdplatten, kreisrund, minimalistisch – aber als Skulpturen oder Wandobjekte inszeniert. Sie wirken wie abstrakte Kunst, sind aber natürlich ein Direkt-Hit auf jedes Rollenbild von "Frau am Herd". Trockel verwandelt das Küchen-Klischee in ein cooles, radikales Kunst-Statement. Genau diese Doppeldeutigkeit macht die Arbeiten super fotogen – und gleichzeitig ziemlich bissig. - Installationen mit Tieren & Laborszenerien
In mehreren Arbeiten hat Trockel mit Tierpräparaten, Terrarien oder klinisch wirkenden Räumen gearbeitet. Sie wirken wie Science-Fiction-Forschungslabore und Kinderzimmer zugleich. Damit greift sie Themen wie Kontrolle, Zucht, Macht über Körper und Natur auf. Nichts zum nebenbei Scrollen – aber optisch so stark, dass sie regelmäßig in Museumsstories und Kritiker-Feeds auftauchen.
Typisch Trockel: Oft ist ein Werk gleichzeitig ultra minimal und mega aufgeladen. Du kannst es einfach als nice Pic im Feed benutzen – oder komplett in die Bedeutungsschichten abtauchen.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Auf dem Kunstmarkt ist Rosemarie Trockel längst kein Geheimtipp mehr. Sie gilt als Blue-Chip-Künstlerin, vor allem wenn es um ihre Strickbilder geht.
Bei internationalen Auktionen haben diese Arbeiten in den letzten Jahren immer wieder hohe Preise erzielt. Ein großformatiges Strickbild oder eine ikonische Arbeit aus den 80ern oder 90ern kann im sechs- bis siebenstelligen Bereich landen – also im Bereich, in dem der Millionen-Hammer absolut realistisch ist. Konkrete Rekordpreise variieren je nach Quelle, aber klar ist: Wer früh gekauft hat, hat extrem gut performt.
Was den Markt pusht:
- Museumspräsenz: Ihre Werke hängen u. a. in Top-Häusern in Deutschland, Europa und den USA. Das ist ein klassischer Blue-Chip-Booster.
- Kurator*innen-Liebling: Trockel war auf großen internationalen Ausstellungen vertreten, wurde von wichtigen Kurator:innen immer wieder gefeatured und gilt als Schlüsselposition in der feministischen und konzeptuellen Kunst.
- Seltenheit + Qualität: Die ikonischen frühen Serien sind begrenzt – und genau auf diese Formate stürzen sich große Sammlungen.
Historisch hat Trockel früh Kunstgeschichte geschrieben: Sie war eine der wenigen deutschen Künstlerinnen, die schon relativ früh in den größten Museen der Welt angekommen ist, lange bevor Female Artists generell den Markt-Hype hatten, den wir heute sehen. Ihre Mischung aus Konzept, Feminismus und Pop hat sie zu einer der wichtigsten Positionen ihrer Generation gemacht.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur durch deinen Screen scrollen, sondern Trockel live sehen? Gute Idee – ihre Werke wirken im Raum nochmal komplett anders, als auf jedem Foto.
Aktuell sind in großen Museen und Galerien immer wieder Arbeiten von ihr zu sehen, vor allem in Sammlungspräsentationen und Themen-Ausstellungen. Spezifische, klar planbare Termine ändern sich schnell – und viele Häuser aktualisieren ihre Programme regelmäßig. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich ausschließlich und eindeutig als reine Einzelausstellung von Rosemarie Trockel identifizieren lassen.
So bleibst du up to date:
- Check die Galerie Sprüth Magers, die Trockel seit Jahren vertritt. Dort findest du Infos zu vergangenen und kommenden Shows sowie Werkübersichten: Offizielles Galerie-Profil von Rosemarie Trockel
- Halte Ausschau in großen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland und international – Trockel ist dort regelmäßig in Sammlungsräumen vertreten.
- Wenn du ernsthaft sammeln willst, führt kaum ein Weg an etablierten Galerien und spezialisierten Berater:innen vorbei – dort bekommst du Infos zu verfügbaren Werken, Preisen und Wartelisten.
Gerade weil Trockel eine institutionell extrem starke Position hat, taucht sie ständig in Gruppenausstellungen zu Themen wie Feminismus, Körper, Care, Arbeit, Haushalt auf. Augen offenhalten lohnt sich.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du nur auf bunte, laute Kunst stehst, wirkt Trockel auf den ersten Blick vielleicht zu reduziert. Aber genau das macht den Reiz: Ihre Werke sehen oft einfach aus – die Gedanken dahinter sind es nicht.
Sie verbindet Themen, über die wir heute in Endlos-Reels diskutieren – Genderrollen, Care-Arbeit, Körperbilder, Machtstrukturen – schon seit Jahrzehnten mit einer Bildsprache, die heute extrem feed-kompatibel ist. Alte Schule trifft New Media-Ästhetik.
Für dich als Kunstfan bedeutet das:
- Must-See, wenn du in einer Stadt bist, in der ihre Werke hängen. Live sind die Strickbilder und Installationen deutlich intensiver, als man denkt.
- Investment-Potenzial vor allem im hochpreisigen Segment – eher etwas für große Budgets und institutionelle Sammlungen, weniger für den ersten Art-Flip.
- Bildungs-Booster: Wenn du verstehen willst, warum heute so viele Künstler:innen mit Textilien, Haushaltssymbolen oder Gender-Themen arbeiten, führt kein Weg an Trockel vorbei.
Unterm Strich: Der Kunst-Hype um Rosemarie Trockel ist absolut gerechtfertigt – nur eben nicht als schrilles Trendphänomen, sondern als langfristige, sehr stabile Größe in der Kunstgeschichte. Für deinen Feed, deinen Kopf und – wenn du das Budget hast – auch für dein Portfolio.


