Wahnsinn um Lorna Simpson: Warum ihre Bilder gerade überall auftauchen – und richtig Geld bringen
29.01.2026 - 17:38:02Alle reden über Lorna Simpson – und du fragst dich: Kunst-Genie oder einfach nur Hype?
Ihre Bilder sehen aus wie Vintage-Fashion-Magazine, dazu mysteriöse Sätze, gesprengte Körper, Rauch, Eis, Haar, Galaxien. Extrem Instagrammable, extrem politisch – und auf Auktionen längst ein Millionen-Hammer in Wartestellung.
Wenn du auf starke Bilder mit Message stehst, die im Kopf bleiben und im Feed auffallen, dann ist Lorna Simpson eine von den Künstlerinnen, die du jetzt kennen musst.
Das Netz staunt: Lorna Simpson auf TikTok & Co.
Lorna Simpson mischt seit Jahren die Kunstwelt auf – und landet damit immer mehr auf Social Media.
Typisch für sie: coole, strenge Schwarz-Weiß-Fotografien, dazu kurze Texte, die sich in dein Hirn brennen. In ihren neueren Arbeiten kommen kräftige Farben, Collagen, Magazine-Cuts und Haar-Elemente dazu. Das sieht aus wie eine Mischung aus High-Fashion-Editorial, Sci-Fi-Cover und politischem Kommentar.
Gerade ihre Collagen, in denen sie alte Mode-Magazine umschneidet, schwarze Frauen in kosmische Queens, mystische Aliens oder überdimensionale Style-Ikonen verwandelt, landen ständig in Feeds und Reels. Viele posten die Werke wegen der Ästhetik – andere wegen der Frage dahinter: Wer darf wie dargestellt werden?
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
In den Kommentaren geht es oft um Repräsentation, Black Identity, aber auch ganz simpel um den Vibe: "Screenshots fürs Moodboard", "Brauche dieses Bild als Poster", "Museum-Date-Goal". Kunst als Statement und Style-Objekt – genau diese Kombi macht sie so social-media-tauglich.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Lorna Simpson hat ein paar absolute Signature-Works, die ständig in Museen, Büchern und Feeds auftauchen. Wenn du mitreden willst, kennst du mindestens diese drei:
- "Guarded Conditions" (Fotografie-Serie, 1980er):
Sechs fast identische Schwarz-Weiß-Fotos einer schwarzen Frau von hinten, der Körper in zwei Hälften geschnitten, die Arme verschränkt. Darunter kurze Textzeilen über Gewalt, Blick und Körper. Sieht minimalistisch aus, trifft aber tief: Es geht um Rassismus, Sexismus und den Schutz des eigenen Körpers vor einem feindlichen Blick. Ein Klassiker der feministischen Konzeptkunst – und Dauerbrenner in Museen. - "Waterbearer":
Eine Frau im Kleid, die zwei Wasserbehälter trägt – auf der einen Seite kippt das Wasser sichtbar aus. Dazu ein Text über Erinnerung und Ungerechtigkeit. Das Bild ist oft in Lehrbüchern, wurde vielfach abgebildet und gilt als Ikonenbild der schwarzen feministischen Kunst. Starkes, simples Motiv – maximaler Effekt. - Afrofuturistische Collagen & Eis-Porträts (2010er bis heute):
In ihren neueren Werken zerschneidet Simpson alte Mode-Magazine (u. a. Ebony) und baut aus den Gesichtern und Frisuren kosmische, surreal übersteigerte Figuren. Parallel dazu gibt es ihre Porträts von Black Celebrities als schmelzende Eis-Skulpturen (z. B. inspirierte Arbeiten im Umfeld von Jay-Z und anderen Ikonen). Diese Werke sind extrem fotogen, wirken wie Album-Cover, und sind der Grund, warum so viele junge Leute ihren Namen überhaupt kennen.
Skandale im klassischen Sinn? Eher nicht. Simpson ist keine Shitstorm-Künstlerin, sondern eine, die leise und konsequent Machtstrukturen auseinander nimmt. Der "Skandal" steckt in den Themen: Polizei-Gewalt, Rassismus, stereotype Bild-Politik. Gerade weil ihre Ästhetik so cool und kontrolliert ist, knallt der Inhalt umso stärker.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Wenn du dich fragst, ob Lorna Simpson nur ein Kunst-Hype ist oder schon ganz klar im Blue-Chip-Club spielt – die Markt-Daten sagen ziemlich eindeutig: Sie ist etabliert.
Sie wird seit Jahren von der Top-Galerie Hauser & Wirth vertreten, ihre Werke hängen in den wichtigsten Museen weltweit – vom MoMA in New York bis zu großen Institutionen in Europa. Das ist das klassische Blue-Chip-Setup.
Auf dem Auktionsmarkt haben ihre Arbeiten laut öffentlichen Versteigerungsresultaten immer wieder sechsstellige Beträge erreicht. Einzelne großformatige Foto- und Collage-Arbeiten sind bei internationalen Häusern wie Christie's und Sotheby's für über 300.000 US-Dollar zugeschlagen worden. Konkrete Summen schwanken je nach Werk, Auflage und Jahr, aber die Tendenz ist klar: Top-Werke kosten richtig Geld.
Was heißt das für dich?
- Fotografien & Editionen: Frühe signierte Foto-Arbeiten und ikonische Serien sind am teuersten – Museen und große Sammler sitzen da mit am Tisch.
- Collagen & neuere Serien: Stark nachgefragt, visuell extrem präsent, für viele das "Gesicht" ihres aktuellen Schaffens.
- Drucken & kleinere Arbeiten: Für junge Sammler:innen kann es spannend sein, nach Drucken, Editionen oder Künstlerbüchern Ausschau zu halten, die preislich deutlich unter den Spitzenpreisen liegen, aber trotzdem den Namen im Portfolio haben.
Historisch ist Lorna Simpson außerdem ein Meilenstein: Sie war eine der ersten schwarzen Künstlerinnen, die mit Fotografie und Text in den 1980er/90ern im großen Stil in die Institutionen aufgenommen wurde. Sie hat damit Türen für eine neue Generation von Black Artists geöffnet – vor allem Frauen –, die heute in deinen Feeds auftauchen.
Biografisch grob: Aufgewachsen in Brooklyn, Ausbildung in New York, frühe Shows in wichtigen Kunstzentren, dann Durchbruch auf der internationalen Bühne. Heute ist sie fester Bestandteil der Kunstgeschichte – und gleichzeitig immer noch relevant genug, um neue, experimentelle Serien zu entwickeln.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur Screenshots, sondern die Werke in echt sehen? Genau das lohnt sich bei Simpson mega, weil ihre Fotos und Collagen im Original oft größer, materieller und viel subtiler sind als auf dem Handy.
Aktuelle Infos zu Ausstellungen findest du hier:
- Galerieprofil bei Hauser & Wirth – hier checkst du laufende und vergangene Shows, Werk-Highlights und teils exklusive Einblicke.
- Offizielle Infos direkt von der Künstlerin – wenn verfügbar, findest du hier oft Projekte, Kooperationen und Hintergrundmaterial.
Viele große Museen haben ihre Werke in der Dauersammlung. Das bedeutet: Selbst wenn gerade keine Solo-Show läuft, taucht ihr Name oft in Gruppen-Ausstellungen zu Themen wie Black Art, Feminismus oder Fotografie-Pionier:innen auf.
Stand jetzt gilt: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die explizit als Solo-Show von Lorna Simpson angekündigt sind, die man problemlos planen könnte. Aber: Programme ändern sich schnell – also unbedingt die Seiten von Hauser & Wirth und größeren Museen im Auge behalten.
Extra-Tipp für dein Kultur-Game:
- Setz dir auf den üblichen Kunstportalen Alerts für ihren Namen.
- Folge großen Museen und Hauser & Wirth auf Instagram, um Pop-up-Show-Ankündigungen nicht zu verpassen.
- Wenn du reist: Check immer kurz, ob ein Museum vor Ort Werke von ihr in der Sammlung hat – oft stehen die einfach so ohne großen Hype im Saal.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Lorna Simpson ist keine kurzfristige Social-Media-Erscheinung, sondern eine der wichtigsten Bild-Stimmen ihrer Generation. Ihre Kunst verbindet alles, was die TikTok-Generation triggert: krasse Visuals, klare Haltung, starke Stories.
Für dich bedeutet das:
- Als Kunstfan: Pflichtprogramm. Wer über Black Art, Feminismus, Fotografie oder Afrofuturismus spricht, kommt an Simpson nicht vorbei.
- Als Content-Mensch: Ihre Werke sind perfekt für Moodboards, Edits, Essay-Reels und Visual Storytelling. Du kannst mit ihren Bildern über Identität, Mode, Popkultur und Geschichte sprechen – ohne dröge zu werden.
- Als Sammler:in: Sie spielt klar im etablierten Segment. Absolute Top-Werke sind teuer, aber der Name ist stabil, museal verankert und global relevant. Wer kleiner einsteigen will, schaut nach Büchern, Editionen, kleineren Arbeiten und folgt genau, was die Galerie als nächstes platziert.
Unterm Strich ist der Kunst-Hype um Lorna Simpson alles andere als leer: Das ist nicht nur "schön fürs Auge", sondern eine langfristige Referenz – visuell, politisch und markttechnisch. Wenn du deine Art-Playlist für die nächsten Jahre kuratierst, gehört ihr Name ganz klar ganz nach oben.


