Wahnsinn, Julian

Wahnsinn um Julian Schnabel: Warum dieser Mal-Mythos wieder Millionen-Hammer ist

06.02.2026 - 10:14:40

Zerbrochene Teller, XXL-Gemälde, Blockbuster-Biopics: Julian Schnabel ist zurück im Kunst-Hype – und Sammler zahlen Rekordpreise. Lohnt sich der Einstieg jetzt noch?

Alle reden wieder über Julian Schnabel – aber ist das genialer Kunst-Gott oder einfach nur XXL-Ego mit dicken Preisen?

Die Antwort: wahrscheinlich beides. Und genau deshalb flippen Museen, Galerien und Sammler gerade wieder komplett aus.

Wenn du auf große Gesten, zerstörte Oberflächen und Hollywood-Vibes stehst, führt im Moment kaum ein Weg an Schnabel vorbei.

Das Netz staunt: Julian Schnabel auf TikTok & Co.

Seine Bilder sehen aus, als hätte jemand eine italienische Trattoria gesprengt und die Scherben auf Leinwand geklebt – und genau das macht sie super Instagrammable.

Riesige Formate, dicke Farbschichten, zerschlagene Teller, wilde Schriftzüge, Porträts, die eher gefühlt als gemalt sind: Schnabel ist der Inbegriff von Maximalismus. Nichts ist leise, alles schreit „ich bin wichtig“ – perfekt fürs Scroll-Futter.

Auf Social Media schwankt der Vibe zwischen „Masterpiece“ und „Das kann doch ein Kind“ – aber genau dieser Clash sorgt für Klicks. Die einen feiern ihn als OG der Bad-Painting-Ära, die anderen ranten über „Arroganz in Acryl“.

Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:

Besonders beliebt in Clips: die legendären „Plate Paintings“, bei denen er echte Teller auf Leinwand klebt, und Fotos von seinen gigantischen Atelierräumen, in denen die Gemälde eher wie Kulissen als wie Bilder wirken.

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Julian Schnabel ist nicht nur Maler, sondern auch Regisseur, Rockstar-Freund und ultimativer Kunst-Macho. Diese Werke und Momente solltest du draufhaben, wenn du beim nächsten Gallery-Opening mitreden willst:

  • Die „Plate Paintings“ (späte 1970er/1980er)
    Sein Durchbruch: riesige Gemälde, überzogen mit zerschlagenen Keramiktellern, dickem Putz und Farbe. Sie sehen brutal, religiös, manchmal fast barock aus. Die Dinger haben ihn in New York vom Nobody zum Bad-Boy-Superstar gemacht – und werden bis heute für hohe Beträge auf Auktionen gehandelt.
  • Großformatige Porträts & Text-Bilder
    Schnabel liebt Übertreibung: überlebensgroße Porträts, oft mit groben Gesichtern, krakeligen Schriftzügen, Collage-Elementen. Er malt auf Teppichen, Samt, alten Bannern. Viele Motive wirken unfertig, roh, fast respektlos – und genau das feiern Fans als radikale Freiheit. Kritiker dagegen sehen darin „Kunst des Egos“.
  • Vom Atelier auf die Leinwand: die Filme
    Er hat nicht nur Bilder, sondern auch Kinogeschichte geschrieben. Besonders berühmt: seine Biopics über Jean-Michel Basquiat und Vincent van Gogh („At Eternity’s Gate“). Für Kunstnerds sind das Pflichtfilme – sie zeigen, wie ein Maler andere Maler sieht. Außerdem hat das seinen Ruf als multidisziplinären Star zementiert – Kunstwelt, Filmwelt, Modewelt: alle wollen ein Stück Schnabel.

Dazu kommen Dauer-Skandale und Gossip: extravagante Outfits, exzessiver Lifestyle, Luxus-Lofts. Für viele ist er das Posterboy der 80er-Kunstblase – für andere ein lebender Klassiker.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Wenn es um Geld geht, spielt Schnabel längst in der Blue-Chip-Liga.

Laut Auktionsdatenbanken wie Artnet und Berichten aus den großen Häusern hat er mehrfach die Marke von mehreren Millionen Dollar geknackt. Ein zentrales Werk aus den 1980ern wurde auf Auktionen schon im Bereich von rund 6–7 Millionen US-Dollar gehandelt – ein klarer Millionen-Hammer und Beweis dafür, dass er im Club der ganz Großen angekommen ist.

Regelmäßig tauchen seine Arbeiten bei Christie’s, Sotheby’s und Phillips auf – von frühen Plate Paintings bis zu Porträts und experimentellen Leinwänden. Gute Provenienz + ikonische 80er-Jahre-Optik = Sammler-Schlange.

Der Markt-Vibe aktuell:

  • Blue Chip: Schnabel ist seit Jahrzehnten etabliert, seine Werke hängen in großen Museen und in Top-Sammlungen.
  • Preise: Spitzenwerke im Millionenbereich, kleinere Arbeiten, Arbeiten auf Papier oder Editionen deutlich günstiger – aber immer noch im High-End-Segment.
  • Investment-Case: Kein „schneller Flip“-Künstler, eher Langfrist-Ikone. Wer einen starken Schnabel aus seiner Peak-Phase hält, hält ein Stück Kunstgeschichte.

Karriere-Kurzstory, die man kennen sollte:

  • New York-Aufstieg: Aus Texas nach New York, dann in den späten 1970ern/1980ern in der Downtown-Szene explodiert – zusammen mit Künstlern wie Basquiat und der Neo-Expressionismus-Welle.
  • Museen & Biennalen: Große Einzelausstellungen in internationalen Museen, Präsenz bei wichtigen Biennalen und in renommierten Sammlungen weltweit. Sein Name taucht regelmäßig in Kanon-Listen der zeitgenössischen Malerei auf.
  • Film & Kunst: Durch seine Filme hat er seine eigene Legende aktiv mitgeschrieben – Schnabel inszeniert nicht nur Figuren, er inszeniert sich selbst als Gesamtkunstwerk.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Du willst nicht nur scrollen, sondern die XXL-Gemälde live fühlen? Gute Idee – Schnabel funktioniert im echten Raum viel krasser als auf dem Handy.

Er wird von großen Galerien wie Pace Gallery vertreten, die regelmäßig Ausstellungen mit ihm organisieren. Genau dort findest du die frischesten Infos zu aktuellen oder geplanten Shows.

Aktueller Stand: Öffentliche, klar terminierte Ausstellungen, die gerade laufen oder angekündigt sind, werden von Museen und Galerien häufig kurzfristig kommuniziert. Für einige Häuser liegen aktuell keine eindeutig bestätigten künftigen Shows vor – also: Augen offen halten.

Wenn keine Termine auftauchen oder du up to date bleiben willst, check diese Seiten:

Solltest du in den Programmkalendern von großen Museen nachsehen und nichts finden, gilt: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die öffentlich kommuniziert werden. Inoffiziell laufen Werke natürlich in Privat-Sammlungen, auf Messen und in Gallery-Backrooms.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Also: Lohnt es sich, Schnabel auf dem Radar zu haben?

Wenn du auf leise, minimalistische Kunst stehst, wird er dich wahrscheinlich nerven. Seine Bilder sind laut, egozentrisch, übertrieben – aber genau das macht sie so zeitlos ikonisch. Sie passen perfekt in eine Welt, in der alles nach Aufmerksamkeit schreit.

Für Sammler ist er ein solider Blue-Chip: keine billige Wette, eher ein Statement-Piece. Ein guter Schnabel bedeutet: „Ich spiele in der Champions League der Kunstwelt.“

Für dein Social Media-Ich ist er ein Must-See: Wer seine monumentalen Scherben-Gemälde im Museum fotografiert oder bei einer Gallery-Preview filmt, bekommt garantiert Reaktionen. Zwischen „Was ist das bitte?“ und „Oh mein Gott, ich liebe das“ ist alles drin.

Unterm Strich: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil Schnabel seit Jahrzehnten genau das liefert, was die Kunstwelt heimlich will: Drama, Größenwahn, Geschichte und Bilder, die du nie wieder vergisst.

Wenn du also das nächste Mal durch deinen Feed scrollst und diese wilden, zerkratzten, übergroßen Malereien siehst: einfach merken – Julian Schnabel. Das ist nicht nur Kunst, das ist ein ganzes Zeitalter auf Leinwand.

@ ad-hoc-news.de