Wahnsinn um Hito Steyerl: Warum diese Werke gerade überall sind – und extrem viel kosten
27.01.2026 - 21:57:49Alle reden über Hito Steyerl – aber checkst du schon, warum? Zwischen Bundesverdienstorden, Biennale-Ruhm und Museum-Boykott hat die deutsche Künstlerin den Sprung zur internationalen Kunst-Ikone geschafft. Ihre Videos, Installationen und Screens sehen aus wie Sci-Fi, aber erzählen knallhart von Krieg, Überwachung, KI und Social Media – also genau deiner Welt.
Ob im White-Cube, im Uni-Seminar oder auf TikTok-Slideshows: Steyerl ist überall. Ihre Werke sind politisch, laut, grell – und gleichzeitig inzwischen ein Blue-Chip-Investment mit sechsstelligen Auktionsergebnissen. Zeit, sie dir richtig vorzunehmen.
Das Netz staunt: Hito Steyerl auf TikTok & Co.
Steyerls Look ist wie ein Glitch im System: verwackelte Handy-Videos, 3D-Renderings, Games-Optik, Nachrichtenfeeds, Drohnenperspektiven. Alles übereinandergeschichtet zu immersiven Video-Räumen, in denen du dich eher wie in einem Game als in einem Museum fühlst.
Gerade die großen Installationen landen regelmäßig in Insta-Reels und TikToks: Projektionen auf Wänden, Boden, Decke, dazu Sound, Text, manchmal sogar Fake-Werbung oder Krypto-Memes. Viele User feiern das als Kunst-Hype für die Gegenwart, andere schreiben drunter: "Kann doch auch ein Uni-Projekt sein" oder "Ist das Kunst oder einfach nur News-Mashup?".
Genau da zielt Steyerl hin: Sie mixt Doku, Meme, Propaganda und Pop. Wenn du dich fragst, wie sich Weltpolitik wie ein Social-Media-Feed anfühlt – ihre Arbeiten geben dir ziemlich brutale Antworten.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Steyerl mitreden willst, brauchst du ein paar Key-Works im Hinterkopf. Drei Werke, die in jedem Deep-Talk fallen:
- "How Not to Be Seen: A Fucking Didactic Educational .MOV File"
Das vielleicht bekannteste Steyerl-Video: ein pseudo-pädagogischer "Lehrfilm" darüber, wie du im Überwachungszeitalter unsichtbar wirst. Greenscreen, 3D-Grafiken, britischer Off-Text, absurde "Übungen". Optisch erinnert vieles an Billig-Tutorials auf YouTube, inhaltlich geht es um Drohnen, Satellitenbilder, Digitalisierungswahn. Das Ding ist ein viraler Hit in der Kunstszene, weil es so meme-tauglich ist und gleichzeitig super bitter. - "Factory of the Sun"
Ein immersiver Video-Raum, der wie ein gigantiger Gaming-Screen wirkt. Du sitzt auf Liegestühlen, umgeben von einem blauen Grid, und schaust einer Story zu, die zwischen Dance-Game, Sci-Fi und Überwachungsstaat wechselt. Thema: Wie unsere Körper, Daten und Bewegungen zur Ware im digitalen Kapitalismus werden. Für viele Fans ist das ein Must-See und eines der wichtigsten Kunstwerke der letzten Jahre, weil es Social Media, Games und Politik so direkt zusammenzieht. - "Duty Free Art"
Erst ein Text (mega einflussreich in der Kunsttheorie), dann auch als Installation: Steyerl zeigt, wie Kunst in zollfreien Zonen, Freeports und Offshore-Strukturen verschwindet – als Investment für Superreiche. Kein klassisches Insta-Motiv, aber ein Kernwerk, wenn es um die Frage geht: Wem gehört Kunst heute überhaupt noch? Hier wird klar, warum viele Sammler sie als intellektuellen Star hypen.
Dazu kommen immer wieder politische Aktionen, die selbst zum Kunst-Statement werden: Steyerl hat den Rückzug aus großen Institutionen verkündet, wenn diese öffentlichkeitswirksam auf Diversität und kritische Kunst machen, aber gleichzeitig Investorengelder oder politische Verstrickungen haben, die dem komplett widersprechen. Ihr Boykott von etablierten Museen und Wettbewerben sorgt regelmäßig für Schlagzeilen.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Auch wenn sie inhaltlich das System kritisiert: Auf dem Markt ist Steyerl längst Blue Chip. Ihre großen Video-Installationen und Editionen laufen bei Top-Galerien, unter anderem bei Andrew Kreps Gallery.
Laut öffentlich zugänglichen Auktionsdaten (z. B. Artnet, Christie's, Sotheby's) liegen ihre bisher bekannten Rekordpreise im hohen fünf- bis niedrigen sechsstelligen Bereich. Vereinzelt haben Arbeiten von ihr Summen erreicht, die grob bei rund 200.000 Euro beziehungsweise ähnlichen US-Dollar-Beträgen lagen. Konkrete aktuelle Rekordzahlen sind selten transparent publiziert; klar ist aber: Steyerl wird inzwischen auf einem Niveau gehandelt, das sie deutlich über die Newcomer-Liga hinaushebt.
Wichtig: Viele der entscheidenden Werke sind Videoarbeiten in Editionen, oft an Museen und Institutionen platziert, was Auktionsdaten dünner macht als bei Malerei. Binnen der Sammler-Community zählt sie trotzdem als etablierte, internationale Top-Position der Gegenwartskunst, mit stabiler Nachfrage aus Museen, Biennalen und großen Sammlungen.
Karrieretechnisch hat Steyerl so ziemlich alles abgeräumt, was man in Europa holen kann: Ausbildung unter anderem an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, Professur an der UdK Berlin, Teilnahme an der Documenta, Biennalen, international gefeierte Einzelausstellungen. Sie gilt als eine der wichtigsten Stimmen für Medienkunst und digitale Bildpolitik – und wurde dafür mit hohen staatlichen Auszeichnungen geehrt.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Weil Steyerl so nachgefragt ist, touren ihre Werke konstant durch Museen, Biennalen und Kunsthallen weltweit. Viele Häuser zeigen ihre Arbeiten in Gruppenausstellungen zu Themen wie KI, Krieg, Überwachung, Migration, Digital Life.
Ein verbindlicher, immer aktueller Überblick ist allerdings schwierig: Ausstellungen rotieren schnell, und nicht jedes Haus listet seine Medienkunst online so detailliert, dass du auf Anhieb alles findest. Für den tagesaktuellen Check gilt deshalb:
- Schau direkt bei ihrer Galerie vorbei: Andrew Kreps Gallery – Hito Steyerl. Dort findest du Infos zu aktuellen und vergangenen Ausstellungen, Messen und Projekten.
- Zusätzlich lohnt der Blick in die Programme großer Museen für Gegenwartskunst (z. B. in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, USA), die häufig Werke von ihr in Gruppenshows integrieren.
Falls du konkret suchst: Viele ihrer ikonischen Videos sind in Sammlungsausstellungen dauerhaft präsent, tauchen aber nicht immer groß im Titel auf. Also: Programm lesen, Bilder checken, zur Not Ticket kaufen und einfach durch die Medienräume driften.
Aktuell werden auf den wichtigsten frei zugänglichen Plattformen keine eindeutig datierten neuen Einzelausstellungen veröffentlicht, die sicher bestätigt sind – darum hier fair gesagt: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich verlässlich benennen lassen. Am besten direkt über Galerie- und Museumsseiten updaten.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du nur nach "schönen Bildern" suchst, wird Steyerl dich wahrscheinlich überfordern. Ihre Kunst ist kein Instagram-Filter, sondern eher ein Reality-Check. Sie zeigt dir, wie Kriegsvideos, Drohnenbilder, Google Earth, Games und Krypto-Logik deine Wahrnehmung formen – und warum du nie wieder naiv durch deinen Feed scrollen kannst.
Als Investment ist sie spannend, aber nichts für den schnellen Flip: Die Top-Werke liegen in großen Sammlungen und Museen, der Markt ist überschaubar und professionell gemanagt. Wer einsteigen will, braucht Kapital, Geduld und Zugang zu den richtigen Galerien. Trotzdem: In Sachen Kunstgeschichte kaufst du hier nicht irgendwen, sondern eine Künstlerin, die mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig im Kanon bleibt.
Für dich als Zuschauer: Unbedingt anschauen, wenn du die Chance bekommst. Steyerl ist eine der wenigen Positionen, die dir wirklich erklärt, wie sich Macht, Medien und Algorithmen heute anfühlen. Kein leichter Stoff, aber maximal relevant – und genau deshalb ein Must-See für die TikTok-Generation, die wissen will, was hinter den Bildern steckt.


