Wahnsinn, Gilbert

Wahnsinn um Gilbert & George: Warum diese schrillen Bilder Millionen kosten

18.02.2026 - 11:19:00

Schockfarben, Tabu-Themen, Rekordpreise: Gilbert & George sind die wohl wildesten Gentlemen der Kunstwelt. Muss man feiern – oder canceln? Wir zeigen dir, was hinter dem Hype steckt.

Alle reden über Gilbert & George – aber hast du ihre Kunst schon mal live gesehen? Zwei ältere Herren im Anzug, aber ihre Bilder schreien dich in Neonfarben an, zeigen Sex, Religion, Politik – ohne Filter. Genau dieser Mix aus britischer Höflichkeit und Hardcore-Motiven macht sie zum ultimativen Kunst-Hype.

Ihre Arbeiten hängen in den größten Museen der Welt, bei Sammler:innen gehen sie für Millionen über den Tisch. Gleichzeitig fragt das Netz: Genialer Mindfuck oder einfach nur provokant um jeden Preis?

Das Netz staunt: Gilbert & George auf TikTok & Co.

Optisch sind Gilbert & George wie gemacht für Social Media: knallige Rot-Gelb-Schwarz-Flächen, harte Konturen, Collagen aus Körpern, Straßenszenen, Dreck, Blut, religiösen Symbolen. Ihre Bilder sehen aus wie Screenshots aus einem dystopischen Comic – perfekt, um sie in deine Story zu knallen.

Auf YouTube analysieren Creator ihre "Living Sculpture"-Performance, auf TikTok gehen Clips aus Ausstellungen viral, in denen Leute vor ihren riesigen Bildtafeln stehen und erst lachen – und dann merken, wie hart die Themen eigentlich sind.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Gilbert & George arbeiten fast immer als Duo – sie sind selbst das Kunstwerk. Seit Jahrzehnten inszenieren sie sich als steife Gentlemen, während ihre Bilder alles aufmachen, was sonst gerne weggeschoben wird: Körperflüssigkeiten, Rassismus, Queerness, Stadtleben, Religion, Drogen, Tod.

Wenn du mitreden willst, solltest du diese Arbeiten auf dem Schirm haben:

  • "The Naked Shit Pictures"
    Eine Serie, die schon im Titel klar macht, worum es geht: Kot, Nacktheit, Scham, Ekel – alles großformatig und in extrem leuchtenden Farben. Viele fanden das "ekelig", Sammler:innen fanden es mutig und ikonisch. Die Botschaft dahinter: Kein Mensch ist sauber, niemand ist heilig.
  • "The Punk Pictures"
    London, Wut, Jugend, Rebellion. Diese Werke verbinden Punks, Straßenkultur und gesellschaftlichen Frust. Die Bilder wirken wie explodierte Plakatsäulen – überklebt, zerrissen, neu zusammengesetzt. Genau dieser Rohheits-Look macht sie bis heute zu einem Must-See für alle, die Urban Aesthetics feiern.
  • Religions- und Flaggenbilder
    Kreuze, Flaggen, Gebetstexte, Nationalfarben – alles wird in ihren typischen Gitter-Bildtafeln verlötet. Kritiker lieben, dass Gilbert & George Religion, Nation und Identität gnadenlos hinterfragen. Konservative hassen es manchmal dafür. Ergebnis: Skandale in der Presse – und noch mehr Aufmerksamkeit für ihre Shows.

Was alle Werke verbindet: Sie schreien dich an, aber sie lassen dich nicht dumm zurück. Hinter jedem Schock-Moment steckt eine sehr bewusste Komposition. Das ist der Unterschied zu plakativer Provokation.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Auf dem Kunstmarkt gehören Gilbert & George längst zur Blue-Chip-Liga. Ihre Arbeiten sind keine günstigen Geheimtipps mehr, sondern funktionieren eher wie Aktien aus dem DAX: stabil gefragt, heiß umkämpft, mit einzelnen Millionen-Hammern bei Auktionen.

Öffentlich bekannte Rekorde zeigen klar: ihre großformatigen mehrteiligen Bildtafeln sind die Schwergewichte. Einzelne Arbeiten haben bei internationalen Auktionshäusern laut Marktberichten bereits Preise im Millionenbereich erzielt – also Summen, bei denen nur noch Top-Sammler:innen und Museen mitbieten.

Wichtig für dich als junge:r Sammler:in:

  • Editionen, Drucke und kleinere Werke sind deutlich günstiger, aber steigen tendenziell mit, wenn große Rekorde fallen.
  • Der Markt bewertet vor allem frühe, ikonische Serien und große, mehrteilige Tafeln – sie gelten als Investment-Klasse.
  • Die beiden sind seit Jahrzehnten von Top-Galerien wie White Cube vertreten – ein klares Blue-Chip-Signal.

Spannend: Trotz ihres Alters sind Gilbert & George immer noch produktiv. Das sorgt für neue Serien, frische Shows – und hält das Interesse am Sekundärmarkt lebendig.

Ein kurzer Blick auf ihre Karriere zeigt, warum der Markt so vertraut:

  • Internationale Durchbrüche über große Institutionen wie Tate oder internationale Biennalen.
  • Eine durchgehende, extrem erkennbare Bildsprache – du siehst oft auf den ersten Blick, dass es Gilbert & George sind.
  • Kontroversen, aber keine Skandale, die den Markt beschädigen – eher der perfekte Mix aus Aufreger und Museumsanerkennung.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Du willst nicht nur durch Reels scrollen, sondern vor den Originalen stehen? Gute Idee – denn die riesigen Formate von Gilbert & George wirken live viel intensiver als auf dem Screen.

Aktuell bekannte Möglichkeiten, mehr über Ausstellungen zu checken:

  • Galerie White Cube
    Auf der offiziellen Künstlerseite der Galerie findest du Infos zu vergangenen und aktuellen Shows, Bildern und verfügbaren Werken:
    Zu Gilbert & George bei White Cube
  • Offizielle Künstler-Infos
    Weitere Hintergründe zu Werk, Serien und Projekten werden in der Regel über die Galerie und Museumspartner geteilt. Infos gibt's direkt beim Künstlerumfeld oder den Galerien, die sie vertreten.

Ausstellungs-Status: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die eindeutig öffentlich und zeitlich konkret benannt sind. Viele Häuser zeigen Gilbert & George regelmäßig in Sammlungspräsentationen – am besten auf den Seiten der großen Museen in deiner Stadt nachschauen.

Pro Tipp: Wenn du eine Reise nach London oder eine große Kunstmesse planst, check vorher die Webseiten von White Cube und den großen Museen. Gilbert & George tauchen dort immer wieder in Gruppenausstellungen oder Sonderpräsentationen auf.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du nur "schöne Deko" suchst, wirst du mit Gilbert & George nicht glücklich. Ihre Kunst will dich unangenehm berühren, zum Lachen bringen und gleichzeitig zeigen, wie kaputt unsere Welt manchmal ist. Das alles in Farben, die wie ein Filter aus der Hölle aussehen – im besten Sinne.

Für die TikTok-Generation sind sie fast schon Vorläufer des Oversharings: Sie zeigen Körper, Gefühle und gesellschaftlichen Müll, lange bevor Social Media daraus Content gemacht hat. Darum funktioniert ihre Kunst heute fast noch besser als früher – sie fühlt sich extrem zeitgemäß an.

Als Investment sind Gilbert & George klar im Blue-Chip-Bereich unterwegs: hohe Einstiegspreise, aber auch langfristig starke Nachfrage und Museumspräsenz. Für junge Sammler:innen sind vor allem Editionen und Prints interessant – nicht billig, aber mit ernstzunehmender Sammler-Aura.

Also: Hype gerechtfertigt? Ja – wenn du Kunst suchst, die dich nicht in Ruhe lässt, dir aber gleichzeitig ein brutal ehrliches Bild unserer Gegenwart zeigt. Gilbert & George sind kein Nettes-Bild-fürs-Wohnzimmer-Mood, sondern ein Viraler Hit in XXL, der auch ohne Algorithmus knallt.

Und genau deshalb: Wenn ihre nächste Ausstellung in deine Nähe kommt, ist es ein klares Must-See – egal ob du Kunstprofi, Meme-Sammler:in oder einfach nur neugierig bist.

@ ad-hoc-news.de

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