Wärmewende, Gesetzesreform

Wärmewende 2026: Gesetzesreform und Förderkürzung stehen an

04.02.2026 - 05:09:11

Das Jahr 2026 wird entscheidend für die Wärmewende in deutschen Heizungskellern. Während der Markt für Wärmepumpen brummt, sorgt politische Unsicherheit für Investitionsstau bei Hausbesitzern. Eine Reform des umstrittenen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und Kürzungen bei den Fördertöpfen stehen bevor.

Das sogenannte Heizungsgesetz soll bis Ende Februar 2026 grundlegend überarbeitet werden. Spitzenverbände aus Energie- und Immobilienwirtschaft fordern ein praxistauglicheres „Gebäudemodernisierungsgesetz“. Sie kritisieren die aktuellen Vorgaben als zu kleinteilig und bürokratisch.

Die Kernregel – dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit Erneuerbaren betrieben werden müssen – bleibt zwar. Doch die Bundesregierung will das Gesetz technologieoffener und verständlicher gestalten. Parallel muss sie die europäische Gebäuderichtlinie umsetzen, die ab 2030 Nullemissions-Neubauten vorschreibt. Diese Doppelbelastung verunsichert viele Eigentümer, die geplante Investitionen nun aufschieben.

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Förderung: Mehr Geld, aber strengere Regeln

Die staatliche Finanzspritze bleibt der wichtigste Treiber für den Heizungstausch. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind weiterhin bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich. Die maximale Fördersumme für eine Wohneinheit liegt bei 30.000 Euro.

Doch es gibt neue Hürden:
* Seit Januar 2026 gelten strengere Schallschutzvorgaben für Luft-Wasser-Wärmepumpen.
* Der Haushalt 2026 sieht Kürzungen der BEG-Mittel vor – die Zukunft der Programme ist ungewiss.

Kommunen planen, Bürger warten ab

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die kommunale Wärmeplanung. Sie soll zeigen, ob künftig Fernwärme verfügbar ist. Großstädte mit über 100.000 Einwohnern müssen ihre Pläne bis 30. Juni 2026 vorlegen.

Die Folge: Viele Hausbesitzer zögern mit der Entscheidung für eine neue Heizung, bis die kommunale Strategie feststeht. Das bremst Investitionen aus, obwohl bereits ein Großteil der Bevölkerung in Kommunen mit laufender Planung lebt.

Wärmepumpen-Boom trotz Verunsicherung

Trotz der Hindernisse wächst der Markt für Wärmepumpen kräftig. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) hebt seine Prognose für 2026 auf 410.000 verkaufte Geräte an. Voraussetzung: stabile Rahmenbedingungen.

Doch das Gesamtbild ist zwiespältig. Der gesamte Heizungsmarkt brach 2025 auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren ein. Die Verunsicherung der Verbraucher wirkt sich massiv aus. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Politik die Weichen so stellt, dass die Wärmewende im Heizungskeller an Fahrt gewinnt.

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