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Voyager Acquisition: 27,5 Millionen mit Aktien-Rückzahlungsoption

31.05.2026 - 12:37:52 | boerse-global.de

Voyager Acquisition plant Kapitalmaßnahmen für Fusion mit Veraxa Biotech. Aktionäre müssen mit möglicher Aktienverwässerung rechnen.

Voyager Acquisition: 27,5 Millionen mit Aktien-Rückzahlungsoption - Bild: über boerse-global.de
Voyager Acquisition: 27,5 Millionen mit Aktien-Rückzahlungsoption - Bild: über boerse-global.de

Voyager Acquisition startet in die neue Handelswoche mit einem komplexen Kapitalstruktur-Paket. Ein frisches 8-K-Filing beschreibt, wie die geplante Fusion mit Veraxa Biotech finanziert werden soll — und unter welchen Bedingungen künftig neue Aktien fließen. Die Details sind für Aktionäre alles andere als beruhigend.

Schuldverschreibungen mit Aktien-Option

Kern der Finanzierung sind vorrangig besicherte Schuldverschreibungen über 27,5 Millionen Dollar. Laufzeit: 15 Monate. Monatlich werden 2,75 Millionen Dollar fällig. Diese Rückzahlungen können in bar oder in Aktien erfolgen.

Genau das ist der Knackpunkt. Ob und wie oft das Unternehmen Aktien statt Cash einsetzt, bestimmt das tatsächliche Verwässerungsausmaß. Hinzu kommen Warrants auf bis zu rund 2,4 Millionen Stammaktien. Die Finanzierungsstruktur enthält außerdem einen Verzugszins von 15 Prozent jährlich sowie einen Cash-Sweep: Bei künftigen Eigenkapitalemissionen fließen 20 Prozent der Bruttoerlöse direkt in die Tilgung.

Lincoln Park als Liquiditätspuffer

Parallel dazu steht eine Aktienkaufvereinbarung mit Lincoln Park. Der Investor verpflichtet sich, über bis zu 24 Monate Aktien für insgesamt bis zu 50 Millionen Dollar zu kaufen. Voraussetzung ist unter anderem der Abschluss der Fusion und eine wirksame SEC-Registrierung.

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Die Kaufpreisformel schreibt einen Abschlag vor. Lincoln Park zahlt 97 Prozent des niedrigeren Werts aus dem Tagestiefkurs und dem Durchschnitt der drei niedrigsten Schlusskurse der letzten zehn Handelstage. Pro Handelstag können zunächst bis zu 100.000 Dollar abgerufen werden — bei höheren Kursen steigt das Maximum auf bis zu 500.000 Dollar.

Als Gegenleistung für die Bereitschaft erhalten Lincoln Park Commitment Shares im Wert von 750.000 Dollar. Diese werden allerdings nur ausgegeben, wenn die Fusion tatsächlich vollzogen wird.

Besitzgrenzen dämpfen Konzentration, nicht Verwässerung

Das Filing setzt Obergrenzen für einzelne Investoren. Aktienbasierte Rückzahlungen und Wandlungen dürfen keine Partei über 4,99 Prozent der ausstehenden Aktien heben. Unter bestimmten Bedingungen ist eine Erhöhung auf 9,99 Prozent möglich. Dieselbe Regel gilt für Lincoln Park.

Diese Grenzen verhindern eine Machtkonzentration bei einzelnen Gläubigern. Die Gesamtverwässerung für alle Aktionäre begrenzen sie nicht.

Der Kurs spiegelt die Unsicherheit. Voyager schloss am Freitag bei 9,61 Dollar — knapp über dem 52-Wochen-Tief von 9,53 Dollar und rund 27 Prozent unter dem April-Hoch. Allein in den letzten 30 Tagen verlor die Aktie mehr als 21 Prozent.

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Fusion als Voraussetzung für alles

Veraxa hat die Finanzierung mit dem Ziel verknüpft, die BiTAC-TCE- und BiTAC-ADC-Programme voranzutreiben. Eine Notierung am Nasdaq Capital Market ist beantragt. Solange die Fusion nicht vollzogen ist, bleiben Aktienlinie, Warrants und Commitment Shares weitgehend wirkungslos.

Die entscheidenden Variablen für die kommende Handelswoche sind damit klar: SEC-Registrierung, Fusionsabschluss und die Frage, in welchem Umfang Rückzahlungen über Aktien statt Cash abgewickelt werden. Daran lässt sich ablesen, wie stark die Aktie tatsächlich verwässert wird.

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