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Aktien Frankfurt: Dax-Anleger vor Warsh-Rede mit Respekt vor Rekordhoch

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 14:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vor der Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf der Tagung in Jackson Hole notiert der Dax DE0008469008 am Freitagnachmittag nicht weit entfernt von seinem Rekordhoch.

Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 0,53 Prozent auf 26.506 Punkte. Gegen Mittag hatten ihm mit rund 26.554 Punkten nur knapp 20 Zähler bis zum Höchststand gefehlt.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Unternehmen legte am Nachmittag um 0,44 Prozent auf 33.092 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg um 0,7 Prozent.

Die Zahlen großer US-Technologieunternehmen wie Nvidia US67066G1040 oder Salesforce US79466L3024 hatten am Vortag schon die Märkte angetrieben. Auch der sinkende Ölpreis verhilft den Aktienkursen weiter nach oben.

Die Augen der Anleger sind nun auf Kevin Warsh gerichtet, der am Nachmittag (16 Uhr MESZ) auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming sprechen wird. Warsh könne das Problem steigender US-Renditen nicht wegreden, schrieb Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management. Es dürfte für ihn schwierig werden, die langfristigen Renditen allein mit einer Rede nachhaltig nach unten zu bewegen.

Zyklische Auto- und Chemiewerte waren vor dem Wochenende gefragt. An der Dax-Spitze gewannen die Anteile von BMW DE0005190003 3,7 Prozent und profitierten von einer positiveren Haltung der Citigroup. Volkswagen DE0007664039 und Mercedes-Benz DE0007100000 gewannen jeweils mehr als 2 Prozent, so wie die Papiere des Chemikalienhändlers Brenntag DE000A1DAHH0. Im MDax spiegelte sich die Sektorenpräferenz mit kräftigen Kursgewinnen für Lanxess DE0005470405, Wacker Chemie DE000WCH8881 und Aumovio DE000AUM0V10 wider.

Weiter auf Rallykurs befinden sich die Aktien von Deutz DE0006305006, die am Freitag auf den höchsten Stand seit 1998 kletterten und am frühen Nachmittag um 2,9 Prozent anzogen. Die Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) ist für den Kölner Motorenbauer, der sich damit stärker im Rüstungsgeschäft engagiert, derzeit der stärkste Treiber.

Der jüngsten Erholung des Aktienkurses von Redcare Pharmacy NL0012044747 versetzte eine Personalie einen Dämpfer. Olaf Heinrich entschied sich nach drei Jahren an der Unternehmensspitze zum Rückzug. Als Nachfolge ist Peter Schmid von Linstow vorgesehen, der seit April 2026 bereits Mitglied im Aufsichtsrat ist. Die Redcare-Anteile büßten zuletzt 1,7 Prozent ein.

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