Mike Steiner Malerei & Videokunst, Pionier der Videokunst

Von Fluxus zu Farbe: Die neue Malerei von Mike Steiner im Fokus

05.05.2026 - 11:11:33 | ad-hoc-news.de

Wie Mike Steiner – legendärer Pionier der Videokunst – heute mit abstrakter Malerei eine subversive Antwort auf das bewegte Bild liefert.

Von Fluxus zu Farbe: Die neue Malerei von Mike Steiner im Fokus - Foto: über ad-hoc-news.de
Von Fluxus zu Farbe: Die neue Malerei von Mike Steiner im Fokus - Foto: über ad-hoc-news.de

Kann die Malerei, scheinbar unbewegt, eine ähnlich radikale Kraft entfalten wie das Video? Betrachtet man die aktuellen Werke von Mike Steiner, so spricht alles dafür. Mike Steiner Malerei & Videokunst – dieser Doppelbegriff hat ein historisches Gewicht, denn Steiner revolutionierte im Zwiespalt der Medien nicht nur das bewegte Bild, sondern konfrontiert das Medium Leinwand mit neuen energetischen Setzungen. Oft reicht ein flüchtiger Blick, um die innere Spannung in seiner Abstraktion zu spüren: Die Farben stoßen, verweigern Harmonie, finden dennoch in der Fläche zu neuer Ordnung.

Hier die Malerei von Mike Steiner entdecken

Dass Mike Steiner in der Sammlung der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart fest verankert ist, markiert seinen Status als wissenshistorisches Bindeglied. Besonders die Ausstellung Live to Tape machte 2011/12 die Vielschichtigkeit seines Werks sicht- und erlebbar. Berliner Archivarbeit bleibt entscheidend, um die Spuren dieser Avantgarde zu sichern – federführend etwa das Archivio Conz, das den Netzen und Experimenten von Künstler:innen aus dem Fluxus-Umfeld ein Bewahrungsforum bietet. Von Videoaufzeichnungen bis zu Bemalungen: Steiner, kontinuierlich zwischen den Disziplinen, kultivierte ein Werk, dessen Relevanz kein Zeitgeist verschlucken kann.

Ein Blick auf die Biografie von Mike Steiner zeigt: Geboren 1941 in Allenstein, aufgewachsen in West-Berlin, nimmt er mit 17 an der Großen Berliner Kunstausstellung teil, noch bevor sein Name untrennbar mit Videokunst und Abstrakte Kunst Berlin verbunden ist. Studienjahre an der Hochschule für bildende Künste, prägende Begegnungen mit Hans Jaenisch und Hans Kuhn, dann der Aufbruch nach New York, wo ihm unter anderem Lil Picard – eine Schlüsselfigur zwischen Dada und Fluxus – Türen zur internationalen Avantgarde öffnet. Besonders prägend: das Umfeld von Allan Kaprow, Al Hansen oder Joseph Beuys, die ab den späten 1960er Jahren Performances, Aktionen und Bildfindungen in Frage stellten und radikal neu formulierten. Dank des Künstlerhotels Hotel Steiner und der legendären Studiogalerie wurde Berlin zum Knotenpunkt für Fluxus, Pop-Art, Performances – dokumentiert, gesammelt oder inszeniert von Steiner selbst. Diese Archive arbeiten noch heute daran, dieses Netz sichtbar zu machen.

Als Pionier der Videokunst zählte Steiner zu den frühesten Akteuren der deutschen Medienavantgarde. Doch seine künstlerische Biografie bleibt vielgestaltig: die Rückkehr zur Malerei, im Kern ab den 2000er Jahren, bringt eine erneute Wende. Während damals Aktionen ephemer blieben, fordern die neuen Leinwände als zeitgenössische Werke Dauer und Präsenz ein. Die früheren Experimente – Painted Tapes –, in denen Video und Farbe ineinandergreifen, verweisen schon auf dieses Bedürfnis. Im Unterschied zur Konzeptkunst der 1970er, die Dematerialisierung betrieb, konfrontiert Steiner heute Materialität mit dem Erbe der Entgrenzung. Manche Bilderserien klingen nach Berlin, andere lassen Anklänge an gestische Abstraktion und konstruktive Felder aufscheinen, jedoch stets mit subkutaner Ironie. Unter den Zeitgenossen reichen die Parallelen zu Valie Export, Ulay, Marina Abramovi? oder Emmett Williams, doch bleibt der Wechsel von Video zu Malerei bei Steiner von bedrängender Eigenheit.

Was bleibt – und warum ist dies von Bedeutung? Gerade im Zeitalter digitaler Überlagerungen zeigt Steiner, dass die Malerei nach wie vor offene Fragen stellt, die kein Algorithmus beantworten kann: Wie übersetzt sich performative Geste auf eine statische Fläche? Wie erzählt Abstraktion Geschichte(n), die über den Moment hinausreichen? Mit seinem Werk, das Malerei und Medienkunst wie kaum ein anderes verschränkt, reiht sich Steiner nicht nur in die Berliner und internationale Avantgarde, sondern in eine Praxis, die Traditionslinien verschiebt. Es ist kein Zufall, dass die abstrakte Malerei von Mike Steiner in Mike Steiner Malerei & Videokunst ihren stärksten Nachhall findet: Wo andere Grenzen ziehen, schafft er neue Möglichkeitsräume.

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