Volkswagen, Aktie

Volkswagen Aktie: Umbau verschärft sich

29.04.2026 - 03:59:10 | boerse-global.de

VW-Chef Blume erklärt das bisherige Geschäftsmodell für nicht mehr tragfähig. Der Konzern plant tiefgreifende Einschnitte bei Modellen und Kapazitäten.

Volkswagen Aktie: Umbau verschärft sich - Foto: über boerse-global.de
Volkswagen Aktie: Umbau verschärft sich - Foto: über boerse-global.de

Der Wolfsburger Konzern dreht die Sparschraube weiter — und diesmal klingt es ernster als bisher. In einer internen Unterrichtung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, räumt das Management unumwunden ein: Die bisherigen Kostensenkungen reichen nicht aus.

Konzernchef Oliver Blume formuliert es ungewohnt direkt. Das Geschäftsmodell, das VW über Jahrzehnte getragen habe, funktioniere nicht mehr — weder im Konzern, noch in der Branche, noch in Deutschland insgesamt. Finanzvorstand Arno Antlitz ergänzt, man müsse das Geschäftsmodell grundlegend verändern und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen. Konkrete Zahlen oder Maßnahmenpakete nannte der Konzern nicht. Der Aufsichtsrat wurde am Montag lediglich über den Stand der Dinge informiert — Beschlüsse wurden keine gefasst.

Zielbild 2030: Weniger Modelle, klarere Strukturen

Die Eckpunkte der neuen Strategie klingen nach einer Grundsanierung. Das Produktportfolio soll schrumpfen, der Konzern sich auf weniger Plattformen konzentrieren und Zuständigkeiten zwischen Konzernzentrale, Marken und Regionen klarer verteilen. Blume hatte das bereits im März bei der Bilanzvorlage angedeutet — nun werden erste Details sichtbar.

Parallel dazu sollen die globalen Produktionskapazitäten um rund eine Million Fahrzeuge auf nachhaltig neun Millionen Einheiten jährlich sinken. Das entspricht in etwa dem tatsächlichen Absatz aus 2025, als der Konzern weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge auslieferte. Ob dafür Werke geschlossen werden, ließ Blume offen. Es gebe, so der Konzernchef, intelligentere Methoden als eine Werkschließung.

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Audi verschärft den Ton — Niedersachsen bremst

Dramatischer klingt es aus Ingolstadt. Audi-Chef Gernot Döllner warnt, es gehe längst nicht mehr um einzelne Modelle oder Marktanteile, sondern um den Fortbestand der deutschen Automobilindustrie. Bei Audi läuft der Stellenabbau bereits: Von bis zu 7.500 geplanten Stellen sind 70 Prozent der Anpassungen bereits umgesetzt oder vertraglich fixiert.

Konzernweit baut VW gemeinsam mit Audi und Porsche in Deutschland rund 50.000 Stellen ab — 35.000 davon bei der Kernmarke. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2030 ausgeschlossen, der Abbau erfolgt über Altersteilzeit und Abfindungen.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der dem Aufsichtsrat angehört und 20 Prozent der Stimmrechte vertritt, positioniert sich klar gegen Werkschließungen. Er hatte zuletzt sogar angeregt zu prüfen, ob chinesische Fahrzeuge künftig in deutschen VW-Werken gebaut werden könnten — ein ungewöhnlicher Gedanke, der zeigt, wie groß der Druck auf die Standorte bereits ist.

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Zusätzlich ruft VW in den USA knapp 39.000 Einheiten des Modells Taos zurück. Ein möglicher Defekt am Kraftstoffdrucksensor könnte bei Unfällen zu Kraftstoffaustritt und erhöhtem Brandrisiko führen. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus den Baujahren 2025 und 2026.

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