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Volksbanken warnen vor neuer Welle betrügerischer SMS

04.02.2026 - 17:00:12

Eine aktuelle Betrugswelle zielt mit gefälschten SMS auf Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken ab, um Online-Banking-Daten zu erbeuten. Experten warnen vor der zunehmenden Professionalität der Angriffe.

Eine neue, aggressive Smishing-Welle zielt aktuell auf Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken ab. Die Betrüger verschicken massenhaft SMS, die eine unmittelbare Kontosperrung oder den Ablauf von Sicherheitsverfahren wie photoTAN vortäuschen. Ihr Ziel: Sie wollen an sensible Online-Banking-Daten gelangen.

So funktioniert die perfide Masche

Die Kriminellen setzen auf Dringlichkeit und Verunsicherung. Die SMS sehen offiziellen Bankmitteilungen täuschend ähnlich. Typische Vorwände sind angebliche Sicherheitsupdates, notwendige Verifizierungen oder der drohende Ablauf des TAN-Verfahrens.

  • Der enthaltene Link führt nicht zur echten Bank-Website, sondern zu einer professionell gefälschten Phishing-Seite.
  • Dort werden Opfer aufgefordert, ihre Zugangsdaten wie Anmeldename und PIN einzugeben.
  • Im nächsten Schritt locken die Täter oft mit einem angeblichen „Reaktivierungsprozess“, bei dem eine Transaktion in der TAN-App freigegeben werden soll. In Wirklichkeit autorisieren die Opfer so eine Überweisung in die Hände der Kriminellen.
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Fünf Warnsignale für betrügerische Nachrichten

Banken fordern ihre Kunden niemals per SMS oder E-Mail auf, über einen Link sensible Daten einzugeben. Diese Merkmale sollten Sie stutzig machen:

  1. Unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrter Kunde“
  2. Drohungen mit sofortiger Kontosperrung bei Nichthandlung
  3. Rechtschreib- und Grammatikfehler im Nachrichtentext
  4. Verdächtige Links mit kleinen Abweichungen von der echten Bank-URL
  5. Aufforderungen zur TAN-Eingabe außerhalb der regulären Überweisungsfreigabe

Bei Unsicherheit sollten Sie niemals auf den Link klicken. Rufen Sie stattdessen die Website Ihrer Bank manuell im Browser auf oder nutzen Sie die offizielle Banking-App.

Bedrohung wird professioneller – Schaden riesig

Verbraucherzentralen und Landeskriminalämter warnen vor der zunehmenden Professionalität der Angriffe. Die gefälschten Seiten sind oft kaum vom Original zu unterscheiden. Eine neuere Taktik ist das „MFA-Bombing“: Opfer, deren Daten bereits erbeutet wurden, werden mit einer Flut von Authentifizierungsanfragen überhäuft, bis sie aus Frust eine bestätigen.

Der finanzielle Schaden ist enorm. Allein in Oberösterreich verursachten ähnliche Smishing-Fälle innerhalb von zwei Wochen einen Gesamtschaden von rund 800.000 Euro.

Was tun im Verdachtsfall?

Sollten Sie den Verdacht haben, auf einen Betrug hereingefallen zu sein, ist sofortiges Handeln entscheidend:

  • Sperren Sie umgehend Ihren Online-Banking-Zugang und alle zugehörigen Karten.
  • Informieren Sie Ihre Bank über die offiziellen Kanäle.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Experten betonen, dass ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten digitalen Aufforderungen der wirksamste Schutz bleibt. Die Smishing-Wellen werden voraussichtlich weiter zunehmen.

@ boerse-global.de