Volksbanken-App, Girocard-Zahlung

Volksbanken-App: Girocard-Zahlung per iPhone startet

14.01.2026 - 23:39:12

Die Genossenschaftsbanken ermöglichen kontaktloses Bezahlen direkt in ihrer Banking-App, nutzen eine neue EU-Regelung und umgehen so Apple Pay und dessen Gebühren.

Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken können ihre Girocard erstmals direkt über die eigene Banking-App kontaktlos mit dem iPhone bezahlen. Der Start markiert eine strategische Wende im deutschen Mobile-Payment-Markt und nutzt eine neue EU-Regelung, um sich von Apple Pay unabhängig zu machen.

Direktzahlung ohne Apple Wallet

Die Funktion wird seit dieser Woche schrittweise für die rund 30 Millionen Kunden der Genossenschaftsbanken freigeschaltet. Sie ermöglicht es, eine digitale Version der Girocard innerhalb der VR Banking App zu hinterlegen. An der Kasse genügt ein Doppelklick auf die Seitentaste des iPhones oder das Öffnen der App. Die Authentifizierung erfolgt via Face ID oder Touch ID – ohne PIN-Eingabe bei den meisten Einkäufen.

„Das ist ein großer Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität für unsere Kunden“, erklärt eine Sprecherin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Zahlung läuft komplett innerhalb der Banking-App ab, die Kartendaten landen nicht in der Apple Wallet.

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EU-Gesetz bricht Apple-Monopol

Möglich macht dies der europäische Digital Markets Act (DMA). Die Regelung zwang Apple, seine bisher exklusive NFC-Schnittstelle für kontaktlose Zahlungen für Drittanbieter zu öffnen. Damit endet ein jahrelanges Monopol von Apple Pay auf iOS-Geräten.

Für die Genossenschaftsbanken ist die eigene Lösung auch eine Kostenfrage. Sie umgehen damit die Transaktionsgebühren, die Apple von Finanzinstituten für die Nutzung seines Bezahldienstes verlangt. Schon länger bietet der BVR mit der „Pay App“ eine ähnliche Lösung für Android-Nutzer an.

Sparkassen setzen auf anderen Kurs

Die Strategie der Volksbanken unterscheidet sich deutlich von der der Sparkassen. Diese integrieren die Girocard bereits seit längerem in Apple Pay. Der BVR setzt dagegen auf ein eigenes, in die Banking-App eingebettetes System.

Erste Regionalbanken testeten die neue Zahlfunktion bereits im Dezember 2025 im Probebetrieb. Dazu gehörten Institute in Berlin, Stuttgart und Mittelfranken. Bis Mitte Januar soll die flächendeckende Roll-out abgeschlossen sein. Eine größere Marketingkampagne ist für das zweite Quartal 2026 geplant.

Blaupause für Europas Banken?

Der Vorstoß könnte Schule machen. „Dieser Launch zeigt, wie traditionelle Banken durch EU-Regulierung wieder ins Spiel kommen“, analysiert eine Finanzexpertin. Sollte sich die hauseigene Lösung als stabil und nutzerfreundlich erweisen, dürften andere europäische Bankengruppen nachziehen.

Für Verbraucher bedeutet die Entwicklung mehr Wahlfreiheit. Sie können künftig entscheiden, ob sie mit ihrer Girocard über die etablierte Apple-Lösung oder direkt via Banking-App zahlen wollen. Der Kampf um die Vorherrschaft im digitalen Portemonnaie ist damit endgültig eröffnet.

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