Volendam, Mega-Projekt

Volendam startet Mega-Projekt mit 1.160 neuen Wohnungen

15.03.2026 - 00:00:20 | boerse-global.de

Die niederländische Gemeinde Edam-Volendam startet ein großes Stadtentwicklungsprojekt mit über 1.000 neuen Häusern. Parallel wird die Infrastruktur ausgebaut, wobei das Wassermanagement eine zentrale logistische Herausforderung darstellt.

Volendam startet Mega-Projekt mit 1.160 neuen Wohnungen - Foto: über boerse-global.de
Volendam startet Mega-Projekt mit 1.160 neuen Wohnungen - Foto: über boerse-global.de

Die niederländische Gemeinde Edam-Volendam treibt einen der größten Stadtentwicklungsprojekte der Region voran. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für den Bau von 1.160 Wohnungen und gleichzeitigen Straßenausbauarbeiten beginnt eine beispiellose Bauphase, die Logistik, Umweltschutz und Infrastruktur auf eine harte Probe stellt.

Vertrag für „De Lange Weeren“ besiegelt

Am 12. März 2026 setzte die Gemeinde Edam-Volendam offiziell ihre Unterschrift unter die Absichtserklärung mit Project Lange Weeren B.V. Damit ist der Weg frei für den Bau von 1.160 neuen Häusern am westlichen Rand von Volendam. Das Projekt auf bisherigem Ackerland war zuvor strengen Genehmigungsverfahren unterworfen. Bereits im Mai 2025 erteilte die Provinz Nordholland eine entscheidende Ausnahmegenehmigung.

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Aktuell erarbeitet die Gemeinde einen detaillierten Umweltplan (Omgevingsplan) nach der neuen niederländischen Umgebungswesetzgebung. Dieser Plan legt die Grenzwerte für Emissionen, die Bau-Logistik und die Bebauungsdichte fest. Ein Entwurf soll im zweiten Quartal 2026 zur öffentlichen Einsicht bereitstehen. Erst danach können die finalen Baugenehmigungen erteilt werden.

Julianaweg: Infrastruktur wird fit für die Zukunft gemacht

Parallel zu den Bauplänen starten bereits die Vorbereitungen für die nötige Verkehrsinfrastruktur. Am 13. März kündigte die Gemeinde die nächste Bauphase für die Umgestaltung des Julianaweg an. Diese wichtige Verkehrsader soll vom Industrie- zum modernen, gemischten Stadtgebiet umgebaut werden.

Die Herausforderung: Schwerlastverkehr für die Bauarbeiten muss koordiniert werden, ohne den bestehenden Stadtverkehr lahmzulegen. Geplant sind unter anderem durchgängige Busspuren und optimierte Verkehrsflüsse. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger. Dafür soll ein eigener Fahrradtunnel unter dem Zeddeweg entstehen.

Die größte Herausforderung: Wasser und Boden

Die komplexeste logistische Aufgabe des Projekts ist jedoch weder der Verkehr noch der Wohnungsbau selbst, sondern das Wassermanagement. Das Baugebiet dient der tief gelegenen Stadt Volendam aktuell als wichtiges Notwasser-Rückhaltebecken – ein sogenanntes „Noodventiel“.

Um hier bauen zu dürfen und zugleich den Hochwasserschutz zu gewährleisten, sind massive Erdbewegungen nötig. Das gesamte Gelände muss um exakt 80 Zentimeter angehoben werden. Diese Maßnahme soll einen Trockenabstand von 105 Zentimetern zur Straße sicherstellen. Hydrologische Modelle zeigen, dass das Gebiet so auch bei extremem Regen seine Pufferfunktion behält, ohne die neuen Wohngebäude zu gefährden. Der Transport und Einbau des benötigten Aushubs wird zu einer der größten Erdbewegungsaktionen in der Geschichte der Gemeinde.

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Modell für die Zukunft des Bauens in den Niederlanden

Das Volendamer Projekt ist beispielhaft für die Herausforderungen, vor denen der niederländische Bausektor steht. Der Spagat zwischen dringend benötigtem Wohnraum und strengen Umweltauflagen in dicht besiedelten Gebieten erfordert neue Ansätze.

Für Logistikunternehmen und Baufirmen bedeutet dies einen Wandel hin zu stark regulierten, nachhaltigen Bauweisen. Sie müssen strenge Emissionsgrenzwerte, Lärmvorschriften und Nachhaltigkeitskriterien bei den Materialien einhalten. Experten sehen den parallelen Ausbau von Infrastruktur und Wohngebieten als effektiven Weg, um die typischen Verkehrsprobleme bei Großprojekten von vornherein zu vermeiden.

Zeitplan: Baubeginn frühestens 2027

Der Fahrplan für Volendam ist ambitioniert. Nach der öffentlichen Prüfung des Umweltplans Mitte 2026 soll der regulatorische Rahmen bis Jahresende stehen. Die ersten Bodenvorbereitungen sind für 2027 geplant – hier dominieren dann die Erdbewegungen. Wenn alles nach Plan läuft, kann der eigentliche Bau der 1.160 Wohnungen 2028 starten. Bis dahin soll auch der umgebaute Julianaweg bereitstehen, um den erwarteten Baustellenverkehr zu bewältigen.

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