Vodafone Aktie: Trendwende im Anmarsch?
12.05.2026 - 09:23:32 | boerse-global.deVodafone Group hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem klaren Kurswechsel abgeschlossen: erstmals seit Jahren steht wieder ein Vorsteuergewinn in den Büchern — und das Zahlenwerk fällt deutlich besser aus als im Jahr zuvor.
Vom Verlust zum Gewinn
Der Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 1,86 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Vorsteuerverlust von 1,48 Milliarden Euro angefallen war. Wesentlicher Treiber war das Wegfallen von Wertberichtigungen, die das Ergebnis 2024/25 noch erheblich belastet hatten. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDAaL) kletterte um 3,8 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro — organisch sogar um 4,5 Prozent.
Der Gesamtumsatz stieg um 8 Prozent auf 40,46 Milliarden Euro, gestützt durch ein Serviceumsatzwachstum von 8,8 Prozent und die Konsolidierung von Three UK. Wechselkurseffekte dämpften den Anstieg teilweise ab. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 7,87 auf 10,72 Eurocent.
Die Dividende erhöht sich um 2,5 Prozent auf insgesamt 4,6125 Eurocent je Aktie für das Gesamtjahr. Die Schlussdividende von 2,3625 Eurocent wird am 30. Juli ausgeschüttet, Stichtag ist der 5. Juni.
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Deutschlandtochter kämpft mit Kundenschwund
Das Bild auf Konzernebene steht in einem gewissen Kontrast zur Entwicklung in Deutschland. Die hiesige Tochtergesellschaft verlor im ersten Quartal 2026 rund 90.000 Festnetz-Internetkunden — mehr als in jedem der vier vorangegangenen Quartale. Der Bestand sank auf etwa 9,9 Millionen Anschlüsse. Auch im Mobilfunk gingen gut 77.000 Vertragskunden verloren, der Bestand liegt nun bei rund 28,8 Millionen.
Hinter dem Kundenschwund steckt eine bewusste strategische Entscheidung: Vodafone Deutschland verzichtet auf aggressive Rabattaktionen und nimmt dafür den Verlust von preissensiblen Neukunden in Kauf. Der Effekt zeigt sich im Umsatz — der Serviceumsatz stieg im Quartal um 1,3 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro, nachdem er ein Jahr zuvor noch um 6 Prozent eingebrochen war. Zusätzlichen Rückenwind lieferte das Netz-Sharing-Geschäft mit 1&1, das zwölf Millionen Mobilfunkkunden auf die Vodafone-Infrastruktur verlagert hat.
Im Gesamtjahr 2025/26 sank der deutsche Serviceumsatz allerdings noch leicht um 0,2 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro, der EBITDAaL fiel um 3,3 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro.
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Mittelfristiger Ausblick stimmt Investoren vorsichtig optimistisch
Für den mittleren Zeithorizont stellt der Konzern Wachstum beim bereinigten freien Cashflow sowie bei EBITDAaL und Umsatz in Aussicht. Die Richtung stimmt — sowohl auf Konzernebene als auch in Deutschland, wo der Umsatztrend nach einem schwachen Jahresauftakt 2025 inzwischen wieder nach oben zeigt. Ob die Kundenzahlen hierzulande wieder drehen, bleibt die entscheidende operative Baustelle der nächsten Quartale.
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