Vodafone Aktie: Prognose auf 13,3 Milliarden angehoben
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 05:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vodafone startete mit deutlichem Schwung in das neue Geschäftsjahr. Der britische Telekommunikationskonzern meldete für das erste Quartal, das den Zeitraum von April bis Juni 2026 umfasst, einen Umsatz von 10,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDAaL) stieg im selben Zeitraum organisch um 6,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Konzernchefin Margherita Della Valle sprach von einem guten Start in das laufende Jahr.
Fokus auf Afrika und Konsolidierung von Safaricom
Aufgrund der operativen Fortschritte und strategischer Veränderungen hob Vodafone die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027 an. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes EBITDAaL in einer Spanne von 13,0 bis 13,3 Milliarden Euro. Ursprünglich lag die Zielsetzung bei 11,9 bis 12,2 Milliarden Euro. Für den bereinigten freien Cashflow strebt das Management einen Wert zwischen 2,6 und 2,9 Milliarden Euro an.
Ein wesentlicher Faktor für diesen optimistischen Ausblick ist die verstärkte Präsenz auf dem afrikanischen Markt. Die Tochtergesellschaft Vodacom erhöhte ihren Anteil am kenianischen Marktführer Safaricom auf 55 Prozent. Seit dem 1. Juli wird Safaricom voll konsolidiert, was in den verbleibenden neun Monaten des Geschäftsjahres voraussichtlich rund 1,1 Milliarden Euro zum bereinigten Kernergebnis beisteuern wird. Die Erlöse aus Dienstleistungen in der Region Afrika stiegen bereits im ersten Quartal organisch um 12,6 Prozent.
Bewegung im Aktionärskreis und Analystenstimmen
Parallel zu den Geschäftszahlen gab es signifikante Verschiebungen in der Aktionärsstruktur. Die Beteiligungsgesellschaft Vega des Investors Xavier Niel erwarb für rund 6 Milliarden US-Dollar einen Anteil von 16,2 Prozent an Vodafone vom bisherigen Großaktionär e&. Während internationale Märkte wie Griechenland mit einem Dienstleistungsumsatzplus von 12,2 Prozent überzeugten, bleibt die Lage auf dem wichtigen deutschen Markt herausfordernd. Medienberichten zufolge kämpft der Konzern hier weiterhin mit dem Verlust von Kunden im Mobilfunk- und Festnetzsegment.
Analysten bewerten die Gesamtlage des Konzerns differenziert. Robert Grindle von Deutsche Bank Research bekräftigte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 150 Pence. Er verwies auf die Quartalskennzahlen, die in vielen Bereichen über den Markterwartungen lagen. Die Analysten der UBS hingegen blieben bei ihrer Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 95 Pence. Trotz einiger ermutigender Signale im Zahlenwerk bewerten sie die langfristigen Aussichten weiterhin zurückhaltend.
Aktie markiert neue Jahreshöchststände
An den Finanzmärkten sorgte das Update für eine positive Resonanz. Die Aktie beendete den gestrigen Handel bei 1,44 €, womit sie punktgenau ein neues 52-Wochen-Hoch erreichte. Damit setzt das Papier seinen seit Monaten anhaltenden Aufwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn konnte der Wert des Titels bereits um 27,72 % zulegen. Anleger honorieren damit offenbar die Fortschritte bei der Neuausrichtung des Konzerns und die stärkere Fokussierung auf margenstarke Wachstumsmärkte in Afrika.
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