VivoPower Aktie: Radikaler Umbau
20.02.2026 - 12:46:56 | boerse-global.deVivoPower baut die Führungsebene grundlegend um und verabschiedet sich gleichzeitig von seinem bisherigen Fokus auf Krypto-Mining. Mit dem Abgang von Finanzchef David Mansfield und Technologiechef Keith Loose macht das Unternehmen Platz für Spezialisten im Bereich KI-Infrastruktur. Kann dieser strategische Schwenk das Unternehmen dauerhaft als Vermieter von Rechenzentren positionieren?
Gestern bestätigte VivoPower das Ausscheiden von David Mansfield (CFO), Keith Loose (CTO) und Gary Challinor (Company Secretary). Laut dem Verwaltungsrat ist dieser Schritt notwendig, um die Führungsebene mit Experten für den Betrieb von Rechenzentren und KI-Infrastruktur zu verstärken. Der Umbau folgt auf die Übertragung des Krypto-Geschäfts an koreanische Partner. Damit schließt das Unternehmen das Kapitel der digitalen Vermögenswerte ab und priorisiert künftig KI-Rechenkapazitäten.
Fokus auf strategische Rechenzentren
Die neue Strategie sieht vor, VivoPower als „Sovereign AI Infrastructure Landlord“ zu etablieren. Dabei konzentriert sich das Management auf Märkte, in denen der Zugang zu Energie ein Engpass für große Cloud-Anbieter darstellt.
Operativ untermauert das Unternehmen diesen Kurs durch mehrere Projekte: In Finnland wurden Standorte mit einer Kapazität von 291 MW gesichert, während in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Zugang für eine 25-MW-Plattform feststeht. In Norwegen steht zudem die Übernahme eines 40-MW-Rechenzentrums bevor, das ein pro-forma EBITDA von rund 10 Millionen US-Dollar beisteuern soll.
Finanzierung und Vertrauen der Insider
Unterstützt wird dieser Wandel durch frisches Kapital. Vor gut einer Woche sicherte sich das Unternehmen eine PIPE-Finanzierung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Die dabei ausgegebenen wandelbaren Vorzugsaktien haben einen Wandlungspreis von 6,80 US-Dollar. Da dieser Preis über dem aktuellen Marktniveau liegt, deutet dies auf ein gewisses Vertrauen institutioneller Investoren in die langfristige KI-Strategie hin.
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Zusätzlich signalisierten die Insider am Mittwoch deutliches Vertrauen in die Umsetzung der neuen Pläne. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhöhten ihren Anteilsbesitz insgesamt um 2,65 Millionen Aktien. Der Großteil dieser Zukäufe entfiel auf den Vorstandsvorsitzenden Kevin Chin.
Der gleichzeitige Abschied des CFO und CTO sorgt zwar kurzfristig für personelle Unruhe, wird vom Unternehmen jedoch als kalkulierte Weiterentwicklung dargestellt. Da die Nachfrage nach erschlossenen Grundstücken für Rechenzentren das Angebot derzeit übersteigt, setzt VivoPower auf die Knappheit energiebereiter Standorte. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun die termingerechte Umsetzung der Projekte in Finnland und den VAE sowie die schnelle Integration des neuen Führungsteams sein.
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