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Virgin Galactic Aktie: 32-Prozent-Crash nach SpaceX-Debüt

13.06.2026 - 11:34:12 | boerse-global.de

Der SpaceX-IPO löst bei Virgin Galactic einen Kurseinbruch von 32 Prozent aus. Zusätzlich belastet ein Schuldentausch die Aktie.

Virgin Galactic Aktie: SpaceX-Börsengang löst massiven Kursrutsch aus
Virgin - Ein zerbrochenes Modellraumschiff und fallende Börsencharts mit einem roten Abwärtspfeil. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit Spannung erwartet, mit Enttäuschung beendet: Der Börsengang von SpaceX hat den gesamten Raumfahrtsektor in Aufruhr versetzt. Für Virgin Galactic endete der Freitag mit einem Kurseinbruch von knapp 32 Prozent.

Die Aktie schloss bei 3,91 US-Dollar und löschte damit einen Großteil der jüngsten Gewinne aus. Dabei hatte das Papier in den Wochen vor dem SpaceX-Debüt kräftig zugelegt. Anleger kauften kleinere Raumfahrtwerte in der Hoffnung, die gesamte Branche profitiere vom wachsenden Hype. Der Start des SpaceX-Handels an der Nasdaq löste dann eine breite Gewinnmitnahme aus.

Innerhalb von 30 Tagen steht immer noch ein Plus von 35,76 Prozent. Das ändert nichts daran, dass der Freitag eine Zäsur markiert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 8,90 US-Dollar vom 1. Juni trennen Virgin Galactic nun gut 56 Prozent.

Schuldentausch trifft auf dünne Kasse

Doch nicht nur der Branchenwind drehte sich. Virgin Galactic setzte selbst eine Schockwelle frei. Das Unternehmen meldete der US-Börsenaufsicht die Rückzahlung von Wandelanleihen über 30,5 Millionen US-Dollar. Die Papiere sind mit 9,8 Prozent verzinst und eigentlich erst 2028 fällig.

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Um Bargeld zu schonen, wählte Virgin Galactic einen ungewöhnlichen Weg: Die Schuldner erhalten rund 6,7 Millionen neue Aktien. Der Tausch stärkt die Bilanz. Für Altaktionäre bedeutet er jedoch satte Verwässerung. Die Ankündigung verstärkte den Abwärtsdruck massiv.

Das Problem dahinter: Virgin Galactic verdient noch kein Geld. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von rund 65 Millionen US-Dollar. Die Kasse schmilzt. Für das zweite Quartal prognostiziert das Management einen negativen freien Cashflow zwischen 87 und 92 Millionen US-Dollar.

Eine Flotte als letzte Hoffnung

Die Zukunft hängt an der Delta-Klasse. Diese neue Spaceship-Generation soll Virgin Galactic endlich profitabel machen. Die Zeitpläne sind ambitioniert. Im dritten Quartal 2026 beginnen die Flugtests. Der kommerzielle Betrieb soll im vierten Quartal 2026 wieder anlaufen.

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Bis dahin bleibt der Aktie nur die Hoffnung auf technische Erholung. Mit 3,91 US-Dollar notiert das Papier immerhin knapp 18 Prozent über der 50-Tage-Linie von 3,32 US-Dollar. Der RSI auf 14-Tage-Basis fiel auf 49,3 und liegt damit wieder im neutralen Bereich. Die Spekulation auf schnelle Gewinne in der Raumfahrtbranche hat sich vorerst erledigt. Ob SpaceX die Nachfrage langfristig belebt oder die kleineren Konkurrenten endgültig in den Schatten stellt, wird sich an den nächsten Kursmarken zeigen.

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