Viren-Erbe in unserer DNA könnte Alzheimer auslösen
03.02.2026 - 15:55:12Neue Studien zeigen: Jahrmillionen alte Virenreste in unserem Erbgut könnten Alzheimer verursachen. Diese humanen endogenen Retroviren (HERVs) werden im Gehirn von Patienten reaktiviert und treiben Entzündungen an. Die Entdeckung eröffnet völlig neue Wege für Therapien – etwa mit bekannten HIV-Medikamenten.
Stumme Passagiere erwachen zum Leben
HERVs sind fossile Überreste von Viren, die sich vor Urzeiten in unser Genom geschlichen haben. Sie machen bis zu acht Prozent unserer DNA aus und schlummern normalerweise still vor sich hin. Doch im Alter oder durch Umweltfaktoren können sie erwachen.
Wenn diese viralen Sequenzen reaktiviert werden, produzieren sie Proteine und RNA. Das Immunsystem im Gehirn schlägt Alarm – eine chronische Entzündung entsteht. Genau diese Neuroinflammation gilt als Kernmerkmal der Alzheimer-Erkrankung.
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Virale Proteine als Turbo für Tau-Ablagerungen
Aktuelle Forschung untermauert den Zusammenhang. In Alzheimer-Gehirnen sind bestimmte HERVs der K-Familie besonders aktiv. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) liefert einen mechanistischen Hinweis: Virale Proteine könnten als Transportvehikel für schädliche Tau-Proteine dienen.
Dadurch verbreiten sich die Proteinaggregate schneller von Zelle zu Zelle. Die Verklumpung im Gehirn beschleunigt sich. HERVs sind demnach kein bloßes Nebenprodukt, sondern aktive Treiber des Krankheitsfortschritts.
Alte HIV-Medikamente als neue Alzheimer-Hoffnung?
Die viralen Ursachen könnten den Therapie-Ansatz revolutionieren. Im Fokus stehen antiretrovirale Medikamente aus der HIV-Behandlung. Eine Pilotstudie testete den Wirkstoff Lamivudin bei Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen.
Die Ergebnisse sind vielversprechend: Lamivudin dämpfte die Aktivierung der Virensequenzen und reduzierte die giftige Wirkung auf Nervenzellen. Großdaten-Analysen stützen diesen Ansatz. Patienten, die mit bestimmten antiviralen Mitteln behandelt wurden, erkrankten seltener an Alzheimer.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Virus-Hypothese erklärt, warum Entzündungen so zentral für Alzheimer sind. Externe Faktoren wie Infektionen könnten die schlafenden Viren in unserer DNA wecken. Die Forschung steht zwar noch am Anfang, aber der Weg ist vorgezeichnet:
- Klinische Studien müssen die Wirksamkeit antiviraler Therapien in großem Maßstab belegen.
- Die genauen Mechanismen, wie HERVs Nervenzellen schädigen, müssen entschlüsselt werden.
- Präventive Maßnahmen wie Impfungen gegen bestimmte Auslöser-Viren rücken in den Fokus.
Sollte sich der Ansatz bewähren, könnte erstmals eine Ursache der Alzheimer-Entstehung direkt bekämpft werden – und nicht nur ihre Symptome.
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