Verdi-Warnstreiks, Nahverkehr

Verdi-Warnstreiks legen Nahverkehr in NRW lahm

10.03.2026 - 01:30:32 | boerse-global.de

Verdi streikt im ÖPNV Nordrhein-Westfalens für bessere Arbeitsbedingungen. Busse und Bahnen stehen still, Pendler müssen sich auf massive Behinderungen einstellen.

Verdi-Warnstreiks legen Nahverkehr in NRW lahm - Foto: über boerse-global.de
Verdi-Warnstreiks legen Nahverkehr in NRW lahm - Foto: über boerse-global.de

Millionen Pendler in Nordrhein-Westfalen müssen sich diese Woche auf massive Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat neue Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr ausgerufen.

Die Arbeitsniederlegungen begannen am Montag in Dortmund und weiten sich nun aus. Sie treffen heute, am 10. März, die Ballungsräume Düsseldorf, Wuppertal, Solingen, Remscheid, Leverkusen und Bergisch Gladbach. Am Mittwoch folgen Duisburg, Krefeld, Viersen und Mönchengladbach. Busse, Bahnen und U-Bahnen stehen in den betroffenen Städten weitgehend still. Rund 30.000 Beschäftigte der kommunalen Verkehrsbetriebe sind im Tarifkonflikt.

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Streitpunkt Arbeitsbedingungen, nicht Lohn

Im Zentrum des Konflikts stehen nicht die Löhne, sondern die Arbeitsbedingungen. Verdi fordert eine spürbare Entlastung für das Personal. Der Beruf soll attraktiver werden, um den massiven Personalmangel zu bekämpfen.

Konkret verlangt die Gewerkschaft die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Zudem sollen die Schichtpläne verbessert und Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit erhöht werden. Die Forderungen liegen seit November 2025 auf dem Tisch. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW), reagierten in der zweiten Verhandlungsrunde am 3. März jedoch nach Gewerkschaftsangaben mit einer Liste möglicher Verschlechterungen.

Chaos für Pendler und vollere Straßen

Die Folgen für Pendler im bevölkerungsreichsten Bundesland sind massiv. Wer kann, weicht auf Regionalzüge oder die S-Bahn aus, die von diesem Streik nicht betroffen sind. Die Züge sind deutlich voller. Viele steigen auf das Auto um – mit der Folge von erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus.

In Dortmund war am Montag der gesamte städtische Nahverkehr lahmgelegt. Auch angrenzende Städte wie Castrop-Rauxel und Schwerte waren betroffen. Die Rheinbahn in Düsseldorf warnte für heute vor umfangreichen Ausfällen im gesamten Netz. Die Verkehrsbetriebe raten dringend, vor Fahrtantritt ihre Apps oder Webseiten zu prüfen.

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Verhandlungen festgefahren – Eskalation droht

Die Verhandlungen sind festgefahren. Die Arbeitgeber verweisen auf die angespannte Finanzlage der Kommunen und Verkehrsunternehmen. Die Forderungen seien in der vorliegenden Form kaum umsetzbar.

Verdi wirft den Arbeitgebern vor, die Dringlichkeit der Situation zu verkennen. Es liege kein verhandlungsfähiges Angebot vor, stattdessen seien die Gegenentwürfe eine Provokation. Die Gewerkschaft betont: Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen sind eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des ÖPNV. Der chronische Personalmangel führe schon jetzt regelmäßig zu Ausfällen – ganz ohne Streik.

Stehen die nächsten Verhandlungsrunden weiter unter diesem Stern, droht eine weitere Eskalation. Verdi hat weitere und möglicherweise umfangreichere Streiks angekündigt, sollte sich nichts bewegen. Für die Pendler in NRW bedeutet das: Sie müssen sich vorerst auf täglich wechselnde Streikpläne und erhebliche Störungen ihres Alltags einrichten.

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