Verbio, Biodiesel

Verbio: Biodiesel erstmals günstiger als fossiler Diesel

30.04.2026 - 10:39:20 | boerse-global.de

Biokraftstoff-Hersteller profitiert von günstigerem Biodiesel und strengeren THG-Quoten. Analysten sehen strukturelle Wende.

Verbio: Biodiesel erstmals günstiger als fossiler Diesel - Foto: über boerse-global.de
Verbio: Biodiesel erstmals günstiger als fossiler Diesel - Foto: über boerse-global.de

Starke Fundamentaldaten, schwacher Kurs. Bei Verbio klaffen die Einschätzungen von Analysten und Marktteilnehmern derzeit weit auseinander. Während die Aktie Ende April deutliche Verluste verbuchte, sieht die Deutsche Bank einen strukturellen Wendepunkt für den Biokraftstoff-Hersteller. Biodiesel kostet an der Zapfsäule erstmals weniger als die fossile Konkurrenz.

Analyst Michael Kuhn hob das Kursziel für die Verbio-Aktie von 40,50 Euro auf 42 Euro an. Er belässt die Einstufung auf "Kaufen". Den Grund für seinen Optimismus liefert die aktuelle Preisparität. Herkömmlicher Diesel verteuerte sich durch geopolitische Spannungen und Lieferrisiken zuletzt auf rund 2,19 Euro pro Liter. Das verschafft dem Biokraftstoff-Produzenten einen spürbaren operativen Vorteil gegenüber fossilen Anbietern.

Strengere Regeln stützen das Geschäft

Neben dem Preisgefüge liefert die Politik neuen Rückenwind. Der Bundestag hat die Treibhausgasminderungs-Quote Ende April deutlich verschärft. Mineralölkonzerne müssen ihre CO?-Emissionen bis 2040 um 65 Prozent senken. Ursprünglich plante die Bundesregierung lediglich einen Wert von 59 Prozent. Für heimische Produzenten wie Verbio verbessert das den Markt spürbar.

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Ab 2026 entfällt die Doppelanrechnung bestimmter Rohstoffe. Hinzu kommt das Aus für Biokraftstoffe aus Palmöl-Reststoffen. Staatliche Vor-Ort-Kontrollen werden zur Pflicht. Importzertifikate aus intransparenten Lieferketten verlieren dadurch massiv an Wert. Das stärkt lokale Anbieter mit klaren Produktionsstrukturen.

Spezialchemie gegen Ölpreis-Abhängigkeit

Parallel dazu treibt das Management die strategische Diversifizierung voran. In Bitterfeld baut Verbio eine Ethenolyse-Anlage für biobasierte Spezialchemikalien. Das Investitionsvolumen liegt bei bis zu 100 Millionen Euro. Ab Ende 2026 plant das Unternehmen dort eine Jahreskapazität von 60.000 Tonnen.

Der Schwenk in die Spezialchemie hat einen handfesten Grund. Die Abhängigkeit vom reinen Kraftstoffmarkt sorgt für extreme Schwankungen im Aktienkurs. Als Gerüchte über einen US-Iran-Waffenstillstand den Rohölpreis einbrechen ließen, stürzte das Verbio-Papier an einem einzigen Tag zweistellig ab. Ein eigenes Chemiesegment federt solche Schocks künftig ab. Die Folge: mehr operative Stabilität.

Quartalszahlen als nächster Impuls

Bis diese Anlage produziert, verlangt das Papier starke Nerven. Die annualisierte Volatilität liegt bei über 100 Prozent. Am 13. Mai präsentiert Verbio die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Übertrifft das operative Ergebnis die erwartete Marke von 52 Millionen Euro, rückt eine offizielle Anhebung der Jahresprognose in greifbare Nähe.

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