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Venture Corp Ltd-Aktie (ISIN SG1V12936232): Hardware-Partner für globale Tech-Konzerne im Fokus

15.05.2026 - 14:51:41 | ad-hoc-news.de

Venture Corp Ltd aus Singapur ist ein wichtiger Auftragsfertiger und Entwicklungsdienstleister für Elektronikprodukte weltweit. Wie verdient das Unternehmen sein Geld, welche Segmente treiben den Umsatz und warum ist die Aktie auch für deutsche Anleger interessant?

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Venture Corp Ltd ist ein in Singapur beheimateter Elektronikdienstleister, der für internationale Technologiekonzerne Produkte entwickelt, industrialisiert und fertigt. Das Unternehmen ist an der Singapore Exchange notiert und bedient Kunden in Segmenten wie Medizintechnik, Industrieelektronik, Halbleiter-Equipment und Consumer-Elektronik. Für Anleger in Deutschland ist die Aktie unter der ISIN SG1V12936232 handelbar, unter anderem als Zweitlisting über verschiedene Handelsplätze.

Venture berichtet seine Finanzkennzahlen in singapurischen Dollar und positioniert sich als sogenannter Original Design Manufacturer und Electronics Manufacturing Services Anbieter. Die Gesellschaft kombiniert Entwicklungsleistungen, Supply-Chain-Management und Endmontage in einem integrierten Geschäftsmodell. Damit adressiert sie globale Kunden, die Teile ihrer Wertschöpfung auslagern und zugleich hohe Anforderungen an Qualität, Kosteneffizienz und regulatorische Compliance stellen.

Der Konzern hebt in seinen Geschäftsberichten hervor, dass er mit zahlreichen internationalen Markenunternehmen in langfristigen Beziehungen arbeitet. Zu diesen zählen typischerweise führende Akteure aus der Medizintechnik, Kommunikations- und Datentechnik sowie aus industriellen Nischenmärkten, wie aus den öffentlich zugänglichen Unternehmensunterlagen hervorgeht, die auf der Investor-Relations-Seite von Venture veröffentlicht sind, etwa laut Venture Stand 15.05.2026.

Stand: 15.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Venture
  • Sektor/Branche: Elektronikfertigung, EMS, Auftragsentwicklung
  • Sitz/Land: Singapur
  • Kernmärkte: Asien, Nordamerika, Europa
  • Wichtige Umsatztreiber: Medizintechnik, Industrie- und Halbleiter-Equipment, Kommunikations- und Datentechnik
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Singapore Exchange (Ticker V03)
  • Handelswährung: Singapur-Dollar (SGD)

Venture Corp Ltd: Kerngeschäftsmodell

Das Kerngeschäft von Venture Corp Ltd liegt in der Entwicklung und Fertigung komplexer elektronischer Produkte für Unternehmenskunden. Das Unternehmen bietet eine Wertschöpfungskette, die von der frühen Produktkonzeption über Design und Prototyping bis zur Serienfertigung und After-Sales-Services reicht. Durch diese Integration sollen Kunden Entwicklungszeiten verkürzen und gleichzeitig Produktionskosten optimieren.

Venture gliedert seine Aktivitäten in mehrere Geschäftseinheiten, die spezifische Endmärkte adressieren. In den Geschäftsberichten wird beschrieben, dass dazu unter anderem Lösungen für Life-Science- und Medizintechnikgeräte gehören. Diese Produkte unterliegen strengen regulatorischen Anforderungen, sodass Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit der Komponenten zentrale Elemente des Geschäftsmodells sind. Venture übernimmt dabei nicht nur die Fertigung, sondern unterstützt Kunden auch bei Zertifizierungen und Supply-Chain-Konzepten.

Ein weiteres wichtiges Feld ist die Industrieelektronik. Dazu zählen etwa Steuer- und Messsysteme, Automatisierungskomponenten und Infrastruktur für Kommunikationsnetze. Venture arbeitet hier mit Kunden zusammen, die auf hochwertige, robuste Hardwarelösungen angewiesen sind. In diesem Segment geht es häufig um mittlere bis kleinere Stückzahlen mit hoher Komplexität, bei denen sich ein Outsourcing an spezialisierte Fertiger wie Venture anbietet.

Im Bereich der Halbleiter- und Test-Equipment-Industrie liefert Venture Komponenten und Systeme, die in der Produktion und Qualitätskontrolle von Chips und elektronischen Baugruppen eingesetzt werden. Diese Produkte müssen in der Regel präzise Spezifikationen einhalten und unterliegen schnellen Innovationszyklen. Venture positioniert sich als Partner, der die technische Entwicklung und Skalierung in der Fertigung begleitet und so dazu beiträgt, dass Kunden neue Generationen ihrer Anlagen rasch in den Markt bringen.

Ergänzend ist Venture auch im Umfeld von Netzwerk- und Datentechnik aktiv, etwa mit Produkten, die in Rechenzentren, Kommunikationsinfrastruktur oder vernetzten Geräten eingesetzt werden. Aus den Unternehmensunterlagen geht hervor, dass Venture sowohl komplette Systeme als auch Module und Subsysteme fertigt. Das Unternehmen betont, dass es bei diesen Projekten eng mit den Entwicklungsabteilungen seiner Kunden zusammenarbeitet, um Design-for-Manufacturing-Konzepte von Anfang an zu berücksichtigen.

Ein zentrales Merkmal des Geschäftsmodells ist die breite geografische Aufstellung der Produktions- und Entwicklungsstandorte. Venture betreibt nach eigenen Angaben Fertigungskapazitäten in Singapur, Malaysia, China und weiteren asiatischen Ländern. Durch diese Struktur kann der Konzern Lohnkosten, Lieferkettenrisiken und regulatorische Rahmenbedingungen ausbalancieren. Zudem sollen Kunden dadurch näher an ihren Endmärkten bedient werden, wie aus Unternehmenspräsentationen hervorgeht, die über die Investor-Relations-Plattform zugänglich sind, vgl. Venture Stand 15.05.2026.

Die Rolle als Auftragsfertiger bedeutet zugleich, dass Venture im Hintergrund agiert und die Endkunden in der Regel mit den Marken seiner Auftraggeber in Kontakt kommen. Dadurch ist die öffentliche Wahrnehmung des eigenen Namens geringer als bei Konsumgüterherstellern, während die Abhängigkeit von der Investitions- und Innovationsbereitschaft der Auftraggeber beträchtlich ist. Die Fähigkeit, Kundenbeziehungen zu stabilisieren und zu erweitern, zählt damit zu den zentralen Erfolgsfaktoren.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Venture Corp Ltd

Die Umsatzbasis von Venture verteilt sich auf mehrere Endmärkte, wobei in den Geschäftsberichten die Segmente Life Science, Medizintechnik, Industrieelektronik, Halbleiter- und Test-Equipment sowie Kommunikations- und Datentechnik hervorgehoben werden. In einem jüngeren Jahresbericht erläutert das Management, dass vor allem Projekte mit höherer Wertschöpfung und komplexer Technologie angestrebt werden, um Margenstabilität und Differenzierung gegenüber anderen Elektronikfertigern zu sichern.

Die Medizintechnik zählt traditionell zu den margenstärkeren Bereichen, da die Anforderungen an Qualität, Dokumentation und regulatorische Zulassung hoch sind. Venture profitiert hier von langfristigen Programmen, bei denen Geräte über Jahre hinweg in verschiedenen Varianten produziert werden. Dabei können Erweiterungen bestehender Plattformen, Produktupgrades und Serviceleistungen zusätzliche Umsätze generieren. Änderungen bei regulatorischen Anforderungen oder technologische Sprünge können jedoch zu Anpassungsaufwand und Investitionen führen.

Im Bereich der Industrieelektronik und der Lösungen für industrielle Anwendungen sind vor allem die Investitionszyklen der Kunden entscheidend. Nachfrageimpulse können etwa aus Infrastrukturprojekten, Automatisierungsinitiativen oder der Modernisierung von Produktionsanlagen stammen. In Phasen erhöhter Investitionstätigkeit profitieren Zulieferer wie Venture von höheren Bestellungen und möglichen Kapazitätserweiterungen. Umgekehrt kann eine Abschwächung der Industrieproduktion zu zurückgestellten Projekten und schwächeren Abrufen führen.

Der Halbleitersektor ist ein weiterer wesentlicher Treiber. Anlagen und Testsysteme, die für die Herstellung von Chips benötigt werden, unterliegen starken Zyklen, die von Faktoren wie globaler Nachfrage nach Rechenleistung, Speicher und Kommunikationshardware geprägt sind. Venture fertigt für Ausrüster in diesem Umfeld Komponenten und Systeme. Läuft ein Investitionszyklus im Halbleiterbereich, kann dies die Auslastung und den Umsatz von Venture deutlich erhöhen, während Abschwünge spürbare Belastungen mit sich bringen.

Auch Produkte für Kommunikations- und Datentechnik spielen eine Rolle, insbesondere im Zuge des Ausbaus von Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur und Netzwerktechnik. Hier kann Venture an Trends wie wachsendem Datenverkehr, 5G-Ausbau oder der Verbreitung von IoT-Geräten partizipieren. Die Dynamik in diesem Segment ist allerdings mit intensiverem Wettbewerb verbunden, und Produktlebenszyklen fallen häufig kürzer aus als in regulierten Bereichen wie der Medizintechnik.

Über alle Segmente hinweg versucht Venture, sich stärker auf Projekte mit höherem Technologiegehalt und zusätzlicher Entwicklungsleistung zu konzentrieren. In den Unterlagen zur Unternehmensstrategie wird betont, dass eigenständige Designkompetenz und Systemintegration ein Differenzierungsmerkmal gegenüber reinen Fertigungsdienstleistern darstellt. Dies soll dazu führen, dass Kunden Venture früh in den Produktentwicklungsprozess einbinden und die Zusammenarbeit über mehrere Produktgenerationen ausweiten.

Ein weiterer Treiber ist das Angebot an Supply-Chain- und Logistikdienstleistungen. Venture unterstützt Kunden beim Management komplexer Lieferketten, einschließlich Beschaffung, Lagerhaltung und globaler Auslieferung. In Zeiten gestörter Lieferketten, etwa im Zuge der weltweiten Halbleiterengpässe und Logistikprobleme der vergangenen Jahre, gewinnt diese Fähigkeit an Bedeutung. Das Unternehmen hebt hervor, dass es sein Lieferantennetzwerk diversifiziert hat und bei kritischen Komponenten langfristige Partnerschaften nutzt, um Versorgungssicherheit zu verbessern.

Die geografische Verteilung der Umsätze zeigt nach Unternehmensangaben einen Schwerpunkt in Nordamerika und Europa, gefolgt von Asien. Viele der Kunden sind global aufgestellte Konzerne, die ihre Produktion zum Teil nach Asien verlagert haben, während Forschung, Entwicklung und Unternehmenszentralen in den USA oder Europa sitzen. Venture profitiert damit indirekt auch von Investitionsentscheidungen in den Industrieländern, obwohl die Produktion überwiegend in Asien erfolgt.

Für die Profitabilität sind neben der Auslastung der Werke vor allem der Produktmix und die Effizienz der Prozesse entscheidend. Projekte mit höherer Komplexität und Designanteil tragen tendenziell zu besseren Margen bei, erfordern aber auch qualifizierte Ingenieure und kontinuierliche Investitionen in Know-how und Technologie. Standardisierte Fertigungsaufträge mit hoher Stückzahl, aber geringer Differenzierung, sind dagegen stärker dem Preiswettbewerb ausgesetzt.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Venture Corp Ltd ist Teil der globalen EMS- und ODM-Industrie, die stark von Trends in Elektronik, Digitalisierung und Automatisierung geprägt wird. Zu den Wettbewerbern zählen sowohl große, weltweit aktive Fertigungsdienstleister als auch regionale Spezialisten. In diesem Umfeld versucht Venture, sich über technologische Kompetenz, kundenspezifische Lösungen und eine diversifizierte Kundenbasis vom Wettbewerb abzuheben.

Ein zentraler Branchentrend ist die zunehmende Komplexität elektronischer Systeme, etwa in der Medizintechnik oder im Industriebereich. Geräte werden vernetzter, enthalten mehr Sensorik und Software und müssen dennoch zuverlässig und energieeffizient funktionieren. Damit einher geht ein höherer Entwicklungsaufwand, den viele Markenhersteller nicht mehr vollständig intern abdecken möchten. Venture kann hier ansetzen, indem es neben der Fertigung auch Entwicklungs- und Testleistungen übernimmt und so eine größere Wertschöpfungstiefe erzielt.

Ein weiterer Trend ist die Regionalisierung von Lieferketten. Unternehmen prüfen, inwieweit sie ihre Produktionsnetzwerke widerstandsfähiger gegen Störungen machen können, etwa durch zusätzliche Standorte oder veränderte Zuliefererstrukturen. Venture betreibt Werke in mehreren Ländern und kann seinen Kunden dadurch unterschiedliche Produktionsoptionen anbieten. Gleichzeitig bedeutet dies, dass das Unternehmen seine eigenen Lieferketten kontinuierlich anpassen und Risiken etwa bei Beschaffungskosten, Zoll oder Regulierung berücksichtigen muss.

In der Medizintechnik ist zu beobachten, dass regulatorische Anforderungen weiter steigen. Das betrifft Themen wie Qualitätsmanagement, Rückverfolgbarkeit, Datenintegrität und Cybersecurity. Venture muss daher laufend in entsprechende Systeme und Prozesse investieren, um als Fertigungspartner qualifiziert zu bleiben. Gelingt dies, kann das Unternehmen von steigenden Hürden profitieren, da nicht alle Wettbewerber in der Lage sind, diese Anforderungen zu erfüllen.

Im Halbleiter-Equipment-Bereich spielen technologische Sprünge, etwa hin zu kleineren Strukturbreiten oder neuen Verpackungstechnologien, eine wesentliche Rolle. Hersteller solcher Anlagen benötigen Partner, die in der Lage sind, technisch anspruchsvolle Komponenten und Systeme in hoher Qualität zu fertigen. Venture profitiert, wenn es an erfolgreichen Plattformen beteiligt ist, ist aber zugleich dem Risiko ausgesetzt, dass Kunden auf alternative Partner oder andere Technologiepfade ausweichen.

In der Summe ergibt sich für Venture eine Wettbewerbsposition, die stark von den gewählten Nischen und der Fähigkeit abhängt, sich in diesen Nischen technisch weiterzuentwickeln. Anders als breit aufgestellte EMS-Konzerne, die stark auf Volumenmärkte wie Consumer-Elektronik setzen, legt Venture den Schwerpunkt auf technisch anspruchsvollere und in Teilen regulierte Segmente. Dies soll das Risiko zyklischer Schwankungen abmildern, schließt aber Branchenzyklen und Nachfragerückgänge nicht aus.

Warum Venture Corp Ltd für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist Venture Corp Ltd aus mehreren Gründen interessant. Zum einen bietet der Konzern einen Einblick in die Wertschöpfungskette der globalen Elektronikindustrie, ohne selbst eine Endkundenmarke aufzubauen. Wer sich für Trends wie Medizintechnik, Industrie 4.0, Halbleiter oder Kommunikationsinfrastruktur interessiert, findet in Venture einen Zulieferer, der unmittelbar an Investitionsentscheidungen dieser Branchen beteiligt ist.

Zum anderen ist die Aktie über internationale Handelsplätze auch für deutsche Privatanleger zugänglich. Über gängige Broker kann in der Regel auf das in Singapur notierte Papier zugegriffen werden, teilweise auch über außerbörsliche Handelssegmente oder Sekundärlistings. Dadurch ist es möglich, ein Depot geografisch breiter aufzustellen und eine Region wie Südostasien, insbesondere Singapur, gezielt einzubeziehen, ohne sich ausschließlich auf lokale Endkundenunternehmen zu konzentrieren.

Deutschland als Industrienation ist zudem stark in den Bereichen Maschinenbau, Automatisierung und Medizintechnik engagiert. Viele deutsche Unternehmen arbeiten mit globalen Lieferketten, die auch Partner in Asien einschließen. Venture ist Teil dieses Netzwerks und könnte indirekt von Investitionsentscheidungen deutscher oder europäischer Auftraggeber profitieren. Für Anleger, die sich mit der globalen Industrie- und Technologiewertschöpfung beschäftigen, kann ein Blick auf solche asiatischen Zulieferer daher einen ergänzenden Blickwinkel bieten.

Schließlich spielt der Aspekt der Währungs- und Standortdiversifikation eine Rolle. Die Geschäftsentwicklung von Venture wird in singapurischen Dollar berichtet, während viele deutsche Unternehmen in Euro bilanzieren. Dies kann, je nach Wechselkursentwicklung, zu zusätzlichen Effekten im Portfolio führen, die sowohl positiv als auch negativ ausfallen können. Für Anleger, die bewusst internationale Währungsräume einbeziehen möchten, ist dies ein relevanter Punkt.

Welcher Anlegertyp könnte Venture Corp Ltd in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Venture Corp Ltd richtet sich eher an Anleger, die ein Verständnis für industrielle Wertschöpfung und die Rolle von Auftragsfertigern in der Elektronikbranche haben. Wer sich für detaillierte Endprodukte, Markenauftritt oder stark sichtbare Konsumententrends interessiert, findet die Berichterstattung zu einem Zulieferer möglicherweise weniger greifbar. Demgegenüber können erfahrene Anleger, die Supply-Chain-Risiken, Branchentrends und Kapazitätszyklen einordnen, in einem Unternehmen wie Venture eine Ergänzung zu stärker bekannten Markenwerten sehen.

Für risikoaverse Anleger ist zu beachten, dass Auftragsfertiger typischerweise von Investitionszyklen der Kunden abhängig sind. Rückgänge bei Bestellungen, die Verlagerung von Produktionsaufträgen oder der Verlust einzelner Großkunden können die Geschäftsentwicklung deutlich beeinflussen. Hinzu kommen branchenspezifische Risiken wie Technologiewechsel, zunehmender Wettbewerb oder Veränderungen in regulatorischen Rahmenbedingungen, etwa in der Medizintechnik.

Anleger, die primär auf hohe Transparenz im deutschen oder europäischen Rechtsrahmen und eine starke Präsenz im heimischen Markt Wert legen, könnten sich mit einem in Singapur beheimateten Unternehmen zurückhaltender fühlen. Unterschiede in Rechnungslegung, Informationskultur und Corporate-Governance-Regeln sollten bei der Einschätzung berücksichtigt werden. Wer hingegen bereits Erfahrung mit internationalen Industrie- und Technologiewerten gesammelt hat, kann die Venture-Aktie eventuell als Baustein in einem breiter aufgestellten Technologiedepot betrachten, ohne dass daraus automatisch eine Anlageempfehlung abzuleiten wäre.

Risiken und offene Fragen

Venture Corp Ltd ist wie andere EMS- und ODM-Anbieter einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Kosten- und Preisdruck gehören zum Tagesgeschäft, insbesondere in Segmenten, in denen Standardprodukte mit hohen Stückzahlen gefertigt werden. Das Geschäftsmodell setzt darum voraus, dass die Gesellschaft kontinuierlich an Effizienz, Automatisierung und Prozessverbesserung arbeitet, um Wettbewerbsfähigkeit und Margen zu sichern.

Ein strukturelles Risiko liegt in der Abhängigkeit von Schlüsselindustrien wie Halbleiter, Medizintechnik und Industrieausrüstung. Sollte es zu einem länger anhaltenden Abschwung in diesen Sektoren kommen, könnte dies die Auslastung der Werke und damit die Profitabilität belasten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Kunden Fertigungskapazitäten näher an ihre Endmärkte verlagern oder aus strategischen Gründen alternative Partner aufbauen, um Lieferketten zu diversifizieren.

Geopolitische Spannungen, Änderungen bei Handelsabkommen oder neue regulatorische Vorgaben können ebenfalls Auswirkungen auf das Geschäft haben. Themen wie Exportkontrollen, Zölle oder Einschränkungen bei bestimmten Technologien könnten Lieferketten beeinflussen oder Investitionsentscheidungen verzögern. Für ein Unternehmen mit Produktionsstandorten in mehreren Ländern ist es wichtig, diese Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren und die eigene Struktur entsprechend anzupassen.

Offen bleibt für Anleger regelmäßig die Frage, wie gut die Diversifikation über verschiedene Kunden und Branchen in der Praxis wirkt. Da Venture im Hintergrund agiert und detaillierte Kundenlisten nicht vollständig veröffentlicht, ist von außen nur begrenzt ersichtlich, in welchem Umfang einzelne Großkunden zum Umsatz beitragen. Dies erschwert eine genaue Beurteilung der Konzentrationsrisiken, auch wenn das Management auf eine breite Kundenbasis verweist.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die Entwicklung der Venture-Aktie sind insbesondere die regelmäßigen Quartals- und Jahresberichte von Bedeutung. An diesen Terminen informiert das Management über Umsatz, Ergebnis, Margen, Auftragslage und den Ausblick auf die kommenden Quartale. Abweichungen von den Erwartungen des Marktes können sich in spürbaren Kursbewegungen niederschlagen, sowohl in positiver als auch in negativer Richtung. Die genauen Veröffentlichungstermine werden auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens bekanntgegeben.

Darüber hinaus können Ankündigungen zu größeren Investitionsprogrammen, neuen Produktionsstandorten oder signifikanten Kundenprojekten als Katalysatoren wirken. Auch Branchenereignisse, etwa Investitionswellen im Halbleitersektor, regulatorische Änderungen in der Medizintechnik oder größere Infrastrukturprogramme im Bereich Kommunikation und Datennetze, können sich mittelbar auf die Nachfrage nach den Leistungen von Venture auswirken. Für interessierte Anleger lohnt sich daher ein regelmäßiger Blick auf Unternehmensmeldungen und Branchenberichte.

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Fazit

Venture Corp Ltd ist ein etablierter Auftragsentwickler und Elektronikfertiger, der sich auf technisch anspruchsvolle Anwendungen in Medizintechnik, Industrieelektronik, Halbleiter-Equipment und Kommunikations- und Datentechnik konzentriert. Das Geschäftsmodell basiert auf langjährigen Kundenbeziehungen, integrierten Entwicklungs- und Fertigungsleistungen sowie einer Produktionsstruktur mit Schwerpunkt in Asien. Für deutsche Anleger eröffnet die Aktie die Möglichkeit, an der Wertschöpfungskette der globalen Elektronikindustrie zu partizipieren, ohne direkt in Endkundenmarken investieren zu müssen.

Zugleich sollten die zyklische Natur der adressierten Branchen, der intensive Wettbewerb in der EMS- und ODM-Industrie sowie Risiken rund um Lieferketten, Regulierung und geopolitische Entwicklungen berücksichtigt werden. Die Geschäftslage hängt wesentlich von Investitionsentscheidungen der Kunden und der erfolgreichen Positionierung in technologisch relevanten Nischen ab. Wie sich die Venture-Aktie langfristig entwickelt, wird daher maßgeblich davon abhängen, inwieweit es dem Unternehmen gelingt, seine strategische Ausrichtung auf höherwertige Projekte konsequent fortzuführen und zugleich die eigene Kosten- und Prozessbasis wettbewerbsfähig zu halten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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