Venen-Pumpe, Einfache

Venen-Pumpe: Einfache Übung schützt nach Hüft-OP

19.01.2026 - 17:24:12

Die sogenannte Venen-Pumpe ist eine einfache Fußübung, die nach einem künstlichen Hüftgelenk Thrombosen vorbeugt, Schwellungen reduziert und die Genesung fördert.

Eine simple Fußbewegung beschleunigt die Genesung nach einem künstlichen Hüftgelenk. Die sogenannte Venen-Pumpe ist ein zentraler Baustein der modernen Nachsorge und wird Patienten oft schon am Operationstag gezeigt. Sie beugt gefährlichen Komplikationen vor und legt den Grundstein für eine rasche Rückkehr in den Alltag.

So funktioniert die Wadenpumpe

Die Übung ist denkbar einfach: Im Liegen zieht der Patient die Fußspitzen abwechselnd kräftig Richtung Körper und streckt sie dann wieder weg. Diese rhythmische Bewegung aktiviert die Wadenmuskulatur.
Die Muskeln drücken dabei wie eine Pumpe auf die tiefen Beinvenen und befördern das Blut Richtung Herz. Venenklappen wirken als Rückschlagventile und verhindern den Rückfluss. So wird der Kreislauf in den Beinen auch im Liegen aktiv aufrechterhalten.

Schutz vor gefährlichen Thrombosen

Nach einer Hüft-OP ist das Risiko für tiefe Beinvenenthrombosen erhöht. Die anfängliche Bewegungslosigkeit verlangsamt den Blutfluss und kann zur Bildung von Blutgerinnseln führen.
Genau hier setzt die Venen-Pumpe an: Sie erhöht die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes und verhindert einen gefährlichen Blutstau. Physiotherapeuten empfehlen, die Übung mehrmals stündlich für etwa eine Minute durchzuführen. Sie ergänzt damit die medikamentöse Prophylaxe und senkt nachweislich das Risiko für Thrombosen und folgenschwere Lungenembolien.

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Weniger Schwellung, bessere Heilung

Die Vorteile gehen über den Thromboseschutz hinaus:
* Reduzierte Schwellungen: Der angeregte Kreislauf unterstützt den Abtransport von Gewebeflüssigkeit, was Schmerzen und Spannungsgefühle lindert.
* Schnellere Heilung: Eine bessere Durchblutung versorgt das Operationsgebiet optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen.
* Erhalt der Beweglichkeit: Die regelmäßige Bewegung beugt einer Versteifung des Sprunggelenks in der Schonphase vor.

Schlüsselelement der “Fast-Track”-Reha

Die frühe Anwendung der Venen-Pumpe ist typisch für moderne “Fast-Track”‑ oder “Rapid Recovery”‑Konzepte. Diese rehabilitativen Behandlungspfade zielen auf eine schnellstmögliche Mobilisation ab.
Galt früher lange Bettruhe als förderlich, ist heute klar: Gezielte, frühe Aktivität treibt die Genesung voran. Die Venen-Pumpe ist dabei der erste, aktive Schritt – noch vor dem Aufstehen. Sie bereitet den Körper optimal auf das spätere Gehen mit Gehhilfen vor.

Digitale Helfer für mehr Therapietreue

Die einfache und effektive Übung wird ein Kernstück der Nachsorge bleiben. Der Fokus liegt künftig noch stärker auf der Motivation der Patienten, die Übungen auch zu Hause konsequent fortzuführen.
Digitale Tools wie Krankenhaus-Apps oder Wearables könnten dabei helfen. Sie können an die regelmäßige Durchführung erinnern und Feedback geben. So stärken sie die Eigenverantwortung und sichern den Heilungserfolg auch nach der Klinikentlassung.

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