Vegane Ernährung: Rekord-Beteiligung und neue Risikostudie
23.02.2026 - 07:11:12 | boerse-global.deDer Vegan-Trend hat die Nische verlassen und prägt nun Gesellschaft und Wirtschaft. Das zeigt die Rekordbilanz der Veganuary-Kampagne 2026. Gleichzeitig rücken die Produkte selbst stärker in den wissenschaftlichen Fokus: Eine neue Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Schimmelpilzgiften in Pflanzendrinks sorgt für Diskussionen.
Veganuary 2026 bricht alle Rekorde
Weltweit probierten zu Jahresbeginn rund 30 Millionen Menschen eine vegane Ernährung aus – ein neuer Teilnehmerrekord. In Deutschland beteiligten sich über 1.000 Unternehmen mit Aktionen und neuen Produkten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen waren enorm: Hersteller wie Billie Green meldeten zweistellige Absatzplus und ihre stärksten Wochen ever. Die massive Nachfrage führte zeitweise sogar zu einer Tofu-Knappheit in großen Supermärkten. Pflanzliche Produkte sind damit kein Nischenphänomen mehr, sondern ein fester Umsatztreiber.
BfR-Studie findet Schimmelpilzgifte in Pflanzendrinks
Mit dem Boom wächst der wissenschaftliche Prüfbedarf. Das BfR analysierte kürzlich 162 handelsübliche Hafer-, Mandel- und Sojadrinks. Das Ergebnis: In vielen Produkten ließen sich Schimmelpilzgifte nachweisen, besonders auffällig waren Mandeldrinks. Die Behörde betont jedoch, dass solche Mykotoxine auch in vielen anderen Lebensmitteln wie Getreide oder Nüssen vorkommen. Zur Vermeidung einer übermäßigen Belastung rät das BfR zu einer abwechslungsreichen Ernährung. Die Studie unterstreicht die wachsende Bedeutung von Qualitätskontrollen in diesem expandierenden Markt.
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Gesundheit und Umwelt als Haupttreiber
Was bewegt die Menschen? Neben ethischen sind vor allem gesundheitliche und ökologische Gründe entscheidend. Eine aktuelle israelische Langzeitstudie mit 1,2 Millionen Kindern entkräftete die Sorge vor Wachstumsnachteilen bei veganer Ernährung im Kindesalter. Die Entwicklung verlief in den ersten beiden Lebensjahren nahezu identisch zu der von Kindern mit Mischkost. Gleichzeitig belegen Studien die positiven Umweltauswirkungen: Eine Analyse der Universität Oxford zeigte, dass eine pflanzliche Ernährung bis zu 75 Prozent weniger Treibhausgase verursacht.
Industrie springt auf den Zug auf
Die Lebensmittelbranche hat den Trend als Wirtschaftsfaktor erkannt und reagiert mit einer Flut an Innovationen. Neue vegane Produkte sind ein wichtiger Treiber. Allein im Februar brachte die Bauck Mühle sechs neue Veggie-Produkte auf den Markt. Fast-Food-Ketten wie Subway erweiterten ihr Sortiment, und Caterer erhöhten den Anteil pflanzlicher Gerichte teils auf 40 Prozent – mit verdoppelten Verkaufszahlen. Die Zeit, in der allein das Label „vegan“ für hohe Absätze reichte, ist jedoch vorbei. Der Markt wird reifer, die Verbraucher anspruchsvoller.
Vom Trend zur Normalität
Der Veganismus ist im Mainstream angekommen. Ein wesentlicher Treiber sind die Flexitarier, die ihren Fleischkonsus bewusst reduzieren. Initiativen wie der Veganuary senken die Hemmschwelle und machen die pflanzliche Ernährung für Millionen zugänglich. Die hohe Beteiligung der Wirtschaft zeigt: Sie gestaltet die Ernährungswende aktiv mit. Studien wie die des BfR sind eine logische Konsequenz dieses Booms. Wo Produkte alltäglich werden, wächst das Bedürfnis nach Transparenz und Sicherheit.
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