VDBW-Kongress, Pflegekräfte

VDBW-Kongress will Pflegekräfte besser schützen

11.03.2026 - 06:31:33 | boerse-global.de

Der Verband Deutscher Betriebsärzte fordert eine sektorenübergreifende Präventionsstrategie, um die Beschäftigungsfähigkeit von Millionen Pflegekräften langfristig zu sichern.

VDBW-Kongress will Pflegekräfte besser schützen - Foto: über boerse-global.de
VDBW-Kongress will Pflegekräfte besser schützen - Foto: über boerse-global.de

Die Gesundheit von Pflegekräften rückt in den Fokus. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) plant einen Paradigmenwechsel in der Arbeitsmedizin für die Care-Branche. Sein Frühjahrskongress im Juni in Erfurt soll den Startschuss geben.

Unter dem Motto „Gesund versorgen – Beschäftigungsfähigkeit als systemische Aufgabe“ will der VDBW weg von Einzelmaßnahmen. Statt isolierter Bonusprogramme fordert der Verband eine sektorenübergreifende Präventionsstrategie. Die Beschäftigungsfähigkeit der rund sechs bis neun Millionen Pflegekräfte soll zur Kernaufgabe des gesamten Systems werden.

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Systemwechsel statt Symptombekämpfung

Die bisherigen Ansätze greifen oft zu kurz, kritisieren Fachleute. Der Kongress richtet sich daher gezielt an Betriebsärzte und Akteure aus der Wohlfahrtspflege. Ihr Ziel: arbeitsmedizinische Erkenntnisse endlich in Kliniken und Pflegeheimen umsetzen. Die Strukturen im Gesundheitswesen sind komplexer als in der Industrie. Das erfordert eine spezialisierte Begleitung, die tief in die Abläufe eingreift.

Doch welche Themen stehen konkret auf der Agenda?

Von Hitze bis Gewalt: Die Belastungen sind vielfältig

Das Programm spiegelt die täglichen Herausforderungen wider. Ein Schwerpunkt ist der digitale Wandel. Telemedizin und digitale Tools sollen künftig die Mitarbeitergesundheit überwachen und fördern.

Klimabedingte Hitzebelastung wird ebenfalls diskutiert. Kliniken brauchen Strategien, um Personal vor Überlastung zu schützen. Ein drängendes Thema ist die Gewaltprävention. Übergriffe auf Pflegepersonal nehmen zu. Hier sollen Deeskalationskonzepte und angepasste Gefährdungsbeurteilungen helfen.

Hauterkrankungen und Mutterschutz im Fokus

Die physischen Gefahren bleiben enorm. Eine aktuelle Serie im Fachblatt „ASU“ beleuchtete die Gesundheit in Pflegeberufen. Ein Ergebnis: Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten Berufskrankheiten. Intensive Feuchtarbeit und Chemikalien strapazieren die Hände. Auf dem Kongress sollen moderne Hautschutzkonzepte vorgestellt werden.

Ein weiterer Block ist der Mutterschutz. Da der Sektor stark weiblich geprägt ist, fordern Experten eine konsequentere Umsetzung der Vorgaben. Es geht um Infektionsschutz und eine geschlechtersensible Betrachtung von Gesundheitsrisiken.

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Wie gelingt die Rückkehr in den Job?

Die Vernetzung verschiedener Disziplinen ist ein Grundpfeiler des Kongresses. Unter „sektorenverbindender Versorgung“ wird diskutiert, wie Klinikmedizin und Arbeitsmedizin enger zusammenarbeiten können. Denn eine isolierte Betrachtung reicht oft nicht für eine nachhaltige Rückkehr an den Arbeitsplatz.

Daher spielt auch Rehabilitation eine große Rolle. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) steht als zentrales Instrument im Fokus. Die stufenweise Wiedereingliederung nach langer Krankheit ist entscheidend, um erfahrene Fachkräfte zu halten.

Warum jetzt der Ruf nach Systemlösungen?

Der Kongress trifft den Nerv einer überlasteten Branche. Der demografische Wandel erhöht den Pflegebedarf, während der Fachkräftemangel die verbleibenden Kräfte an Grenzen bringt. Die hohe Ausstiegsquote korreliert direkt mit den Arbeitsbedingungen.

Der Ruf nach einem Systemwechsel wird lauter. Investitionen in Arbeitsschutz gelten nicht mehr als Kosten, sondern als überlebenswichtige Fachkräftesicherung. Vom Kongress werden Impulse für Politik und Einrichtungsträger erwartet. Klar ist: Die Gesundheit der Beschäftigten bleibt der Schlüssel für eine funktionierende Versorgung.

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