VCÖ-Bilanz, Spritverbrauch

VCÖ-Bilanz: Weniger Spritverbrauch, aber mehr Verkehrstote

05.01.2026 - 18:44:12

Der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen des Verkehrs in Österreich sinken, während die Zahl der Verkehrstoten alarmierend auf 397 steigt. Der VCÖ fordert schärfere Maßnahmen.

Der Treibstoffverbrauch in Österreich sank 2025 um rund 300 Millionen Liter. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verkehrstoten auf alarmierende 397.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) präsentierte diese gemischte Bilanz für das vergangene Verkehrsjahr. Während die CO2-Emissionen des Sektors einen neuen Tiefstand seit der Jahrtausendwende erreichten, forderte der Straßenverkehr fast 50 Menschenleben mehr als noch 2024.

Diesel-Nachfrage bricht deutlich ein

Haupttreiber des gesunkenen Gesamtverbrauchs ist der Rückgang beim Diesel. Dessen Absatz sackte um etwa fünf Prozent ab. Experten sehen dafür zwei Gründe: den fortschreitenden Technologiewandel in Firmenflotten und eine leicht abgekühlte Konjunktur im Transportgewerbe. Der Benzinverbrauch stieg dagegen minimal um 0,8 Prozent.

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Diese Verschiebung schlug sich direkt in der Klimabilanz nieder. Die CO2-Emissionen des Verkehrs sanken auf rund 18,9 Millionen Tonnen – ein Minus von etwa 200.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr.

Tempo der Wende reicht nicht aus

Trotz des positiven Trend bleibt der Verkehr das Sorgenkind der Klimapolitik. Die Emissionen liegen weiterhin um ein Drittel höher als im Basisjahr 1990. „Das aktuelle Tempo der Reduktion reicht bei weitem nicht aus, um die Ziele für 2030 zu erreichen“, warnt der VCÖ. Andere Sektoren wie Industrie oder Energie hätten ihre Werte bereits deutlich stärker gesenkt.

Kann die Elektromobilität die Lücke schließen? Der Bestand an E-Autos wächst zwar, doch im Gesamtfahrzeugpark dominiert weiterhin der Verbrenner. Länder wie Norwegen zeigen, wie es schneller gehen könnte: Dort stammten 2025 nahezu alle Neuzulassungen aus der Steckdose.

Dramatische Wende bei Verkehrssicherheit

Während die Umweltdaten Hoffnung machen, schrillen bei der Verkehrssicherheit die Alarmglocken. 397 Todesopfer bedeuten einen drastischen Anstieg um 46 Personen gegenüber 2024.

Die Unfallstatistik zeigt ein klares Muster: Besonders auf Freilandstraßen und bei Alleinunfällen stiegen die Zahlen teils dramatisch. Nur Wien und Salzburg verzeichneten Rückgänge. Als Hauptursachen gelten nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung am Steuer.

VCÖ fordert schärfere Maßnahmen

Angesichts der zwiespältigen Bilanz verschärft der Verkehrsclub seine Forderungen an die Politik. Im Zentrum steht ein Bündel an Maßnahmen, das sowohl dem Klima als auch der Sicherheit dienen soll.

  • Tempolimit-Reform: Niedrigere Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen und Landstraßen.
  • Abbau klimaschädlicher Subventionen: Streichung des Dieselprivilegs und steuerlicher Vorteile für Dienstwagen mit Verbrennungsmotor.
  • Ausbau des Öffentlichen Verkehrs: Verdichtete Taktung und bessere Anbindung, besonders in ländlichen Regionen.

Das Jahr 2026 wird zum entscheidenden Prüfstein. Setzt sich der nur langsame Rückgang der Emissionen fort, drohen Österreich wegen verfehlter EU-Klimaziele Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Die aktuelle Bilanz zeigt deutlich: Der bisherige Kurs reicht weder für den Klimaschutz noch für die Sicherheit auf den Straßen aus.

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