VanEck Semiconductor ETF: 11 Prozent Verlust in sieben Tagen
09.06.2026 - 22:13:26 | boerse-global.de
Broadcom hat den Auslöser gedrückt. Seitdem läuft der VanEck Semiconductor UCITS ETF unter Dauerbeschuss — am Dienstag fällt er um weitere 6,5 Prozent auf 89,25 Euro. In sieben Handelstagen hat der Fonds gut 11 Prozent verloren.
Was den Markt erschüttert hat
Broadcom meldete nach Börsenschluss am 3. Juni solide Quartalszahlen. Trotzdem reichte es nicht. Die Guidance für KI-Chip-Umsätze im dritten Quartal lag mit 16 Milliarden Dollar deutlich unter der Analystenerwartung von 17,2 Milliarden Dollar. Broadcom hob seinen Jahresausblick nicht an. Die Reaktion war klassisches „Sell the News": Broadcom-Aktien brachen am 4. Juni um 14 Prozent ein.
Die Schockwellen trafen die gesamte Halbleiterbranche. Am Freitag, dem 5. Juni, fiel der Philadelphia Semiconductor Index um rund 10,3 Prozent — der stärkste Tagesverlust seit 2020. Mehr als eine Billion Dollar Marktkapitalisierung verschwanden an einem einzigen Tag. Hinzu kam ein starker US-Arbeitsmarktbericht mit 172.000 neuen Stellen. Er trieb die zehnjährige Treasury-Rendite über 4,5 Prozent und dämpfte Zinssenkungshoffnungen — ein zusätzlicher Gegenwind für wachstumsstarke Technologiewerte.
Kurze Erholung, dann wieder Druck
Am Montag folgte eine kräftige Gegenbewegung. Der Nasdaq 100 stieg um 1,6 Prozent, der Philadelphia Semiconductor Index legte 5,6 Prozent zu. Intel sprang um 11 Prozent, Micron um knapp 10 Prozent, Applied Materials um 8,6 Prozent. Für eine nachhaltige Stabilisierung reichte das nicht.
Micron ist mit einem Portfolioanteil von 14 Prozent die größte Position im ETF. Das macht den Fonds besonders anfällig für Schwankungen im Speicherchip-Segment. Wells Fargo hob das Kursziel für Micron auf 1.220 Dollar an. Susquehanna folgte mit einer noch aggressiveren Einschätzung. Begründung: Micron ist zertifizierter HBM4-Lieferant für Nvidias Vera-Rubin-Plattform. Die gesamte HBM-Produktion bis Ende des Geschäftsjahres 2026 ist bereits unter Langzeitverträgen vergeben.
Starkes Fundament, nervöser Markt
Trotz des Kursrutsches steht der ETF seit Jahresbeginn noch immer rund 62 Prozent im Plus. Über zwölf Monate beträgt der Gewinn gut 133 Prozent. Das 52-Wochen-Tief von 37,62 Euro liegt mehr als 137 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Die strukturellen Wachstumstreiber bleiben intakt. Laut Gartner soll der globale Halbleiterumsatz 2026 die Marke von 1,3 Billionen Dollar überschreiten — rund vier Jahre früher als ursprünglich erwartet. Das Wachstum soll 64 Prozent betragen. Allein DRAM-Umsätze könnten sich auf 418,6 Milliarden Dollar fast verdreifachen. Hyperscaler planen, ihre KI-Infrastrukturinvestitionen 2026 um mehr als 50 Prozent zu steigern.
Der nächste konkrete Test kommt am 24. Juni. Dann legt Micron seinen Quartalsbericht vor — mit bereits ausverkaufter HBM-Kapazität im Rücken, aber unter den wachsamen Augen eines Marktes, der Enttäuschungen gerade sehr hart bestraft.
VanEck Semiconductor UCITS ETF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue VanEck Semiconductor UCITS ETF-Analyse vom 9. Juni liefert die Antwort:
Die neusten VanEck Semiconductor UCITS ETF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für VanEck Semiconductor UCITS ETF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
VanEck Semiconductor UCITS ETF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis VanEck Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
