VanEck, Seltene

VanEck Seltene Erden ETF: 6,55 Prozent Absturz nach Rekordhoch

07.06.2026 - 09:13:35 | boerse-global.de

Der VanEck Seltene Erden ETF verliert nach Rekordlauf deutlich. Führungswechsel bei Lynas und Zinssorgen belasten den Fonds.

VanEck Seltene Erden ETF: Starker Rücksetzer nach Rekordhoch
VanEck - Ein gebrochener Graph und ein fallender Pfeil umgeben von seltenen Erden, die einen starken Absturz nach einem Rekordhoch symbolisieren. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein grandioses Jahr – und dann ein harter Rücksetzer. Der VanEck Seltene Erden ETF verbuchte am Freitag einen Tagesverlust von 6,55 Prozent und schloss bei 15,37 Euro. Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von knapp 20 Prozent. Aber vom 52-Wochen-Hoch bei 18,76 Euro trennen den Fonds inzwischen gut 18 Prozent. Die Frage ist: Handelt es sich um eine gesunde Korrektur oder den Anfang einer Trendwende?

Belastungsfaktor Nummer eins: personelle Unsicherheit bei Lynas

Ein wichtiger Impulsgeber des Seltene-Erden-Sektors kommt aus Australien. Lynas Rare Earths, einer der größten Produzenten außerhalb Chinas, gab am 5. Juni einen Führungswechsel bekannt. Pol Le Roux übernimmt ab 30. Juni den Posten des Interims-CEO. Die Aktie von Lynas verlor daraufhin am selben Tag 3,2 Prozent. Führungswechsel in Schlüsselunternehmen verunsichern den Markt – das spürt auch der breit gestreute ETF.

Gemischte Preissignale

Die Preise für Seltene Erden zeigen ein uneinheitliches Bild. Der chinesische Seltene-Erden-Preisindex stieg auf 252,4 Punkte. Terbium legte um 22,8 Prozent zu. Auch das Neodym-Praseodym-Legierungskomplex erholte sich und gewann 10 Prozent. Dysprosium dagegen fiel um 5,5 Prozent. Der Markt bleibt komplex. Während schwere Seltene Erden außerhalb Chinas weiter gefragt sind, belasten andere Elemente die Stimmung.

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Parallel dazu sorgt ein neuer Fund für Hoffnung auf flexiblere Lieferketten. Altona Rare Earths meldete am 5. Juni den Fund von Xenotim, einem Mineral mit schweren Seltenen Erden, in seiner Konzession Monte Muambe in Mosambik. Solche Entdeckungen sind wichtig – aber sie brauchen Jahre, um die Produktion zu erreichen.

Makro-Lage drückt auf Rohstoffsektor

Der Freitag war kein guter Tag für Rohstoffwerte. Auslöser: ein deutlich stärker als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht für Mai. Das schob die Zinssenkungserwartungen weit in die Zukunft – und den Dollar nach oben. Folge: Edelmetalle brachen ein, die risikoscheue Stimmung erfasste auch den Seltene-Erden-ETF. Kein Wunder bei einer annualisierten Volatilität von über 42 Prozent.

Der RSI liegt bei 37,7 Punkten – nahe der überverkauften Zone. Wer auf eine längere Erholung setzt, braucht Geduld. Der Markt wartet nun auf frische Signale aus der Branche: neue Förderprojekte, Nachfragedaten aus der Elektromobilität und vor allem Klarheit über das Tempo der US-Zinspolitik.

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