Valiant, Aktie

Valiant Aktie: 75 Millionen Franken für Rückkauf bis 2029

02.06.2026 - 11:09:58 | boerse-global.de

Die Regionalbank kauft eigene Aktien zurück und optimiert ihre Kapitalstruktur. Trotz Zinsdruck und verhaltener Gewinnentwicklung bleibt die Dividende stabil.

Valiant Aktie: 75 Millionen Franken für Rückkauf bis 2029 - Bild: über boerse-global.de
Valiant Aktie: 75 Millionen Franken für Rückkauf bis 2029 - Bild: über boerse-global.de

Valiant setzt bei der Kapitalsteuerung auf den direkten Weg. Die Regionalbank hat ihr Aktienrückkaufprogramm im Juni gestartet und greift damit auf eine hohe Eigenkapitalbasis zu.

Das Volumen ist beachtlich. Bis zu 75 Millionen Franken will das Institut über drei Jahre bis 2029 für eigene Aktien ausgeben. Die Titel kauft Valiant über eine zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange zurück.

Kapitalquote über Ziel

Der Schritt kommt nicht aus einer Notlage, sondern aus Stärke. Ende des vergangenen Geschäftsjahres lag die Gesamtkapitalquote bei 17,2 Prozent. Damit lag Valiant über dem selbst gesetzten Zielkorridor von 15 bis 17 Prozent.

Mit dem Rückkauf und der anschließenden Vernichtung der Aktien will die Bank ihre Kapitalstruktur schlanker machen. Für die Aktionäre zählt dabei vor allem ein Effekt: Weniger ausstehende Aktien können die Kennzahlen je Aktie verbessern.

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Zinsumfeld bleibt heikel

Parallel dazu blickt Valiant auf ein Umfeld, das für Regionalbanken nicht nur Chancen bringt. Der Chefökonom des Hauses verwies im Juni auf hartnäckige Inflation und mögliche Zweitrundeneffekte durch steigende Löhne. Beides spricht dafür, dass Zentralbanken die Zinsen länger hoch halten könnten als vom Markt zuletzt erwartet.

Für Valiant ist das ein zweischneidiges Umfeld. Höhere Zinsen stützen zwar oft die Margen im Kreditgeschäft. Zugleich steigen aber die Refinanzierungskosten, und die Konjunkturrisiken nehmen zu. Die Strategie 2029 soll deshalb stärker auf diversifizierte Erträge und strikte Kostendisziplin setzen.

Solides Quartal, klare Dividende

Operativ läuft es moderat, aber stabil. Im ersten Quartal steigerte Valiant den Konzerngewinn um 1,5 Prozent auf 33,2 Millionen Franken. Das lag leicht unter den Erwartungen einiger Analysten und belastete zwischenzeitlich den Kurs.

Im Detail half vor allem das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Dort profitierten die Erträge von höheren Depotvermögen. Im Hypothekargeschäft wuchs das Volumen um 1,2 Prozent.

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Für 2026 hält das Management an der Prognose fest, einen leicht höheren Konzerngewinn als im Vorjahr zu erzielen. Auch die Ausschüttung bleibt ein zentraler Baustein der Anlegergeschichte: Die Generalversammlung im Mai beschloss eine Dividende von 6,00 Franken je Aktie.

Im Juli folgen die Halbjahreszahlen. Dann zeigt sich, wie schnell der Rückkauf läuft und ob Valiant den Spagat zwischen Kapitalabbau, Zinsdruck und solidem Wachstum weiter hält.

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