Usercentrics übernimmt KI-Governance-Pionier MCP Manager
14.01.2026 - 23:03:12Der Münchner Datenschutz-Spezialist Usercentrics erweitert sein Portfolio um KI-Governance und schließt damit eine kritische Lücke für Unternehmen. Die Übernahme des New Yorker Plattform-Anbieters MCP Manager soll Datenschutz und Nutzereinwilligung direkt in KI-gesteuerte Workflows bringen.
Strategischer Sprung in die KI-Governance
Usercentrics, weltweit führend bei Consent-Management-Lösungen, positioniert sich als erster großer Anbieter seiner Art im aufstrebenden Markt für KI-Governance. Die Integration der MCP-Manager-Technologie schafft eine einheitliche Suite, die Nutzereinwilligungen über alle digitalen Touchpoints hinweg verwaltet – von Websites und Apps bis hin zu KI-Agenten. „Unser Ziel ist es, regulatorische Compliance in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln“, erklärt das Unternehmen. Die finanziellen Details der Transaktion bleiben unter Verschluss.
Die Übernahme vereint die umfangreiche Erfahrung von Usercentrics im Privacy-Led Marketing mit der tiefen KI-Infrastruktur-Expertise von MCP Manager. Das New Yorker Unternehmen hat sich auf Governance für das Model Context Protocol (MCP) spezialisiert, das sich zum Industriestandard für die Verbindung von KI-Modellen mit Unternehmenssystemen entwickelt hat. Michael Yaroshefsky, Gründer von MCP Manager, wechselt als Vice President of Artificial Intelligence und Chief AI Officer (CAIO) in die Führungsriege von Usercentrics.
Passend zum Thema KI-Governance erhöht die EU-KI-Verordnung den Handlungsdruck auf Unternehmen massiv. Viele Organisationen unterschätzen derzeit Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten sowie die Risikoklassifizierung von KI-Systemen – mit der Gefahr empfindlicher Sanktionen. Das kostenlose E‑Book erklärt kompakt, welche Anforderungen jetzt gelten, wie Sie Consent‑Checks in Workflows einbetten und welche Übergangsfristen zu beachten sind. Praxisnah, ohne juristischen Ballast, für Verantwortliche und Entwickler. Kostenloses E‑Book zur EU-KI-Verordnung herunterladen
Die Einwilligungslücke bei autonomen Systemen schließen
Model Context Protocols verbinden KI zwar effektiv mit Datenquellen, lösen aber keine komplexen Governance-Probleme. Eine zentrale Herausforderung für Unternehmen bleibt: Wie verhindert man, dass KI-Agenten ohne geprüfte Nutzereinwilligung auf CRM-Systeme oder andere Datenbestände zugreifen? Und wie erklärt man KI-gesteuerte Entscheidungen gegenüber Aufsichtsbehörden?
Die Übernahme adressiert diese Lücke durch eine ausgefeilte Policy-Enforcement-Schicht. Diese Technologie fungiert als Kontroll-Ebene, von der aus Unternehmen Datenzugriffsregeln für ihre KI-Systeme zentral überwachen, verwalten und durchsetzen können. Durch die Einbettung von Consent-Checks an der Schnittstelle, an der KI mit Daten interagiert, soll KI-gesteuerte Personalisierung transparent, konform und nutzerorientiert bleiben.
Im Einklang mit der neuen regulatorischen Landschaft
Das Timing der Akquisition ist entscheidend. Die Durchsetzung des EU-KI-Gesetzes wird in diesem Jahr deutlich verschärft, was Organisationen zwingt, KI-Governance als primäre Geschäftsfunktion zu behandeln. Donna Dror, CEO von Usercentrics, betont: „Unser Schritt hilft Unternehmen, ihre KI-Strategien zukunftssicher zu gestalten – für verantwortungsvolle Innovation ohne Kompromisse bei Compliance oder Nutzervertrauen.“
Experten gehen davon aus, dass regulierte KI-Infrastruktur zum neuen Industriestandard wird. Die Fähigkeit, nachvollziehbare Einwilligungen für die KI-Datennutzung nachweisen zu können, wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Usercentrics unterstützt bereits über 2,4 Millionen Websites und Anwendungen in 195 Ländern und verarbeitet monatlich 8,8 Milliarden Nutzereinwilligungen – eine mächtige Basis für das neue KI-Angebot.
Branchenweiter Trend zu KI-Governance
Das Geschäft spiegelt einen breiteren M&A-Boom im Technologiesektor wider, bei dem KI – insbesondere agentenbasierte KI – im Mittelpunkt steht. Etablierte Plattformen erwerben zunehmend spezialisierte KI-Technologien, um ihre Fähigkeiten zu erweitern. So kündigte kürzlich etwa CrowdStrike eine Übernahme an, um seine Identitätssicherheitsplattform für den Zugang autonomer KI-Agenten zu erweitern.
Die Einwilligung des Nutzers ist heute keine einmalige Erlaubnis mehr, die bei der Datenerhebung erteilt wird. Sie ist eine kontinuierliche Anforderung, die regeln muss, wie Daten während ihres gesamten Lebenszyklus verwendet werden – insbesondere von autonomen Systemen. Dieser Deal markiert den Übergang von passiver Datenerhebungs-Zustimmung zur aktiven, Echtzeit-Governance von KI-Aktionen.
Übrigens: Wer KI-Systeme einsetzt, muss nicht nur rechtssicher dokumentieren, sondern auch Nachweise für Einwilligungen und DSFA-Prozesse liefern. Unser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre KI-Anwendungen richtig einstufen, die erforderliche Dokumentation erstellen und Consent‑Checks automatisieren – inklusive Vorlagen und Checklisten zur sofortigen Umsetzung. Schützen Sie Ihr Unternehmen vor Betriebsstörungen und Bußgeldern. Jetzt KI-Verordnung Leitfaden sichern


