US-Senat, Kampf

US-Senat schärft den Kampf gegen internationale Senioren-Betrüger an

16.01.2026 - 07:34:12

Der US-Senat berät über verschärfte Gesetze gegen internationale Betrugsbanden, die mit KI-Stimmenklau und Kryptowährungen gezielt Senioren ausrauben. Experten fordern eine nationale Strategie.

Washington D.C. – Der US-Senat verschärft den Kampf gegen international organisierte Betrugsbanden, die gezielt ältere Menschen ausrauben. Ein wegweisendes Hearing suchte nach Antworten auf die wachsende Flut ausgeklügelter, grenzüberschreitender Scams.

Die Lage ist alarmierend: Kriminelle Netzwerke nutzen zunehmend Hightech und ausländische Infrastruktur, um das Ersparte von Senioren zu stehlen. Der Sonderausschuss für Altersfragen des Senats widmete sich dieser Krise in einer Anhörung unter dem Titel „Made in China, Paid by Seniors“. Im Fokus standen neue Gesetzesinitiativen zum Schutz der finanziellen Sicherheit der älteren Generation. Experten aus Strafverfolgung, Technologie und Verbraucherschutz schlugen Alarm.

KI-Stimmenklau und digitale Erpressung: Die neuen Betrugsmethoden

Die Methoden der Täter werden immer raffinierter und gehen weit über klassische Telefonbetrügereien hinaus. Besonders perfide ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um Stimmen von Familienmitgliedern zu klonen. Bei diesen „Enkel-Tricks“ erhält ein Senior einen verzweifelten Anruf einer Stimme, die exakt wie sein Enkel klingt – und angeblich sofort Geld für eine angebliche Notlage braucht.

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Doch das ist nur eine von vielen gefährlichen Entwicklungen. Weitere aktuelle Bedrohungen sind:
* „Digitale Verhaftungen“: Betrüger geben sich als Beamte aus und halten Opfer in Video-Calls gefangen, während sie Drohungen ausstoßen.
* Romance-Scams, die oft in gefälschte Kryptowährungs-Investitionen münden.
* KI-generierte Investment-Betrügereien, die mit Deepfake-Videos von Prominenten locken.

Lokale Polizeibehörden, wie eine neu eingerichtete Spezialeinheit in Bradenton, Florida, bestätigen: Kryptowährungen sind zur großen Herausforderung geworden. Die schnellen, schwer nachverfolgbaren Transaktionen machen eine Rückholung der Gelder nahezu unmöglich.

SCAM Act und GUARD Act: Der Gesetzesvorstoß des Kongresses

Im Hearing diskutierten die Senatoren drei parteiübergreifende Gesetzesvorhaben. Der bereits vom Senat verabschiedete SCAM Act würde dem Finanzministerium neue Befugnisse geben, um ausländische „Betrugs-Komplexe“ mit Sanktionen zu belegen. Der GUARD Act zielt darauf ab, die Strafen für Täter, die gezielt Senioren ins Visier nehmen, zu verschärfen.

Ein zentrales Ergebnis der Anhörung war die Erkenntnis, dass den USA eine koordinierte Strategie fehlt. Der Government Accountability Office (GAO) stellte am 14. Januar fest, dass es keinen abgestimmten, ressortübergreifenden Plan zur Bekämpfung von Betrug gibt. Der vorgeschlagene National Strategy for Combating Scams Act soll dies ändern und Bundesbehörden, Bundesstaaten und die Privatwirtschaft zu einem gemeinsamen Vorgehen verpflichten. Diese Initiative wird von einer breiten Koalition, darunter die mächtige Senioren-Lobby AARP, unterstützt.

Lokale Initiativen und Prävention: Die erste Verteidigungslinie

Während auf Bundesebene noch gerungen wird, handeln Bundesstaaten und Kommunen bereits. Die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, kündigte kürzlich neue Initiativen an, darunter kostenlose, virtuelle Schulungsmodule zur Prävention von Missbrauch im Alter.

Die Devise für Senioren und ihre Angehörigen lautet weiterhin: Wachsamkeit ist der beste Schutz. Verbraucherschützer empfehlen die einfache Regel: „Stoppen, Nachdenken, Überprüfen“. Bei jeder dringenden Bitte um Geld oder Informationen sollte man innehalten, die Möglichkeit eines Betrugs in Betracht ziehen und die Situation über eine bekannte, vertrauenswürdige Telefonnummer oder Website unabhängig verifizieren. Ein vereinbartes „Familien-Codewort“ kann in vermeintlichen Notsituationen schnelle Klarheit schaffen.

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