US-Regierung verbietet KI-Firma Anthropic nach Streit mit Pentagon
28.02.2026 - 22:10:56 | boerse-global.deDie Trump-Administration hat dem KI-Unternehmen Anthropic die Zusammenarbeit mit allen Bundesbehörden untersagt. Der Grund: Das Unternehmen weigerte sich, seine Technologie für Massenüberwachung und autonome Waffen freizugeben.
Washington D.C. – Ein beispielloser Machtkampf erschüttert die USA: Die Regierung von Präsident Donald Trump hat am Freitag ein umfassendes Verbot gegen das führende KI-Unternehmen Anthropic verhängt. Alle Bundesbehörden müssen die Nutzung der Technologie sofort einstellen. Der Schritt ist der Höhepunkt eines erbitterten Streits mit dem Pentagon über ethische Grenzen für Militär-KI. Anthropic hatte sich geweigert, uneingeschränkten Zugriff auf seine Modelle – insbesondere das hoch entwickelte System „Claude“ – für Überwachung und autonome Waffensysteme zu gewähren. Die Regierung wertet dies als Gefährdung der nationalen Sicherheit.
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Pentagon forderte KI ohne ethische „rote Linien“
Im Kern des Konflikts steht eine fundamentale Frage: Dürfen private Technologieunternehmen dem Militär Bedingungen stellen? Das US-Verteidigungsministerium forderte vollen Zugriff auf Anthropics KI für „alle legalen Zwecke“. Das Unternehmen, bekannt für seinen strikten Sicherheits- und Ethikansatz, lehnte dies ab. Es pochte auf interne Richtlinien, die den Einsatz für zwei Bereiche verbieten: die Massenüberwachung von US-Bürgern und die Steuerung von vollautonomen Waffensystemen ohne menschliche Kontrolle.
„Wir können den Forderungen des Pentagons guten Gewissens nicht nachkommen“, erklärte Anthropic-CEO Dario Amodei. Regierungsvertreter konterten, bestehende Gesetze regeln solche Einsätze bereits. Ein Privatunternehmen könne dem Staat keine Vorschriften machen. Die festen ethischen Grenzen Anthropics wurden in Washington als direkte Herausforderung der Autorität interpretiert.
Beispiellose Sanktion: US-Firma als Sicherheitsrisiko eingestuft
Die Reaktion der Regierung fiel hart aus. Präsident Trump bezeichnete Anthropic in einer Anweisung als „radikales linkes, woke-Unternehmen“ und ordnete den sofortigen Stopp aller Geschäftsbeziehungen an. Verteidigungsminister Pete Hegseth ging noch weiter: Er stufte Anthropic offiziell als „Risiko für die Lieferkette der nationalen Sicherheit“ ein.
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Diese Einstufung ist für ein amerikanisches Unternehmen historisch. Normalerweise ist sie ausländischen Gegnern vorbehalten. Die Folge: Nicht nur die direkte Zusammenarbeit mit dem Militär ist verboten. Auch allen Zulieferern und Partnern des Verteidigungsministeriums wird jeglicher Geschäftsverkehr mit Anthropic untersagt. Für bereits genutzte Systeme gilt eine sechsmonatige Übergangsfrist, um auf „bessere und patriotischere“ Anbieter zu wechseln.
Silicon Valley schließt sich zusammen – Rechtsstreit droht
Die Entscheidung sendet Schockwellen durch die Tech-Branche und wird als Angriff auf ethische KI-Entwicklung gewertet. Konkurrenten zeigen Solidarität. Berichten zufolge teilt Sam Altman, CEO von OpenAI, intern mit, dass sein Unternehmen dieselben ethischen „roten Linien“ wie Anthropic vertritt. Hunderte Mitarbeiter von Google und OpenAI unterzeichneten einen offenen Brief, der zu geschlossener Opposition gegen die Pentagon-Forderungen aufruft.
Anthropic selbst kündigte an, gegen die Einstufung als Sicherheitsrisiko vor Gericht zu ziehen. Die Maßnahmen seien „rechtlich unhaltbar“ und „strafend“. Der kommende Rechtsstreit könnte zu einem Grundsatzurteil über die Macht des Staates gegenüber der Tech-Industrie werden.
Machtdemonstration statt Technologiedebatte
Hinter der Eskalation steckt mehr als nur eine Diskussion über KI-Anwendungen. Beobachter deuten die Aktion der Regierung vor allem als Machtdemonstration. Es soll klar werden, dass private Unternehmen der Regierung keine Bedingungen diktieren können. Dieser Präzedenzfall stellt andere KI-Firmen, die mit dem Militär arbeiten wollen, vor eine grausame Wahl: Ethische Leitplanken aufgeben oder auf milliardenschwere Regierungsaufträge verzichten.
Die unmittelbare Zukunft wird vom Rechtsstreit geprägt sein. Sollte Anthropic vor Gericht scheitern, wäre die Tür für ähnliche Maßnahmen gegen andere Unternehmen offen. Das Pentagon muss unterdessen in den kommenden sechs Monaten Ersatzlösungen finden. Die breite Solidarität aus dem Silicon Valley deutet jedoch an, dass die Regierung auf anhaltenden Widerstand stoßen könnte. Die Kluft zwischen den Werten der Tech-Elite und den Ansprüchen des nationalen Sicherheitsapparats ist tiefer denn je – mit ungewissen Folgen für die technologische Führungsrolle der USA.
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