US-Marine, Kampfmittelräumung

US-Marine rüstet Kampfmittelräumung mit 34 T7-Robotern auf

18.01.2026 - 19:34:12

L3Harris Technologies erhält Großauftrag für EOD-Roboter, die Soldaten durch haptisches Feedback und Fernsteuerung vor Explosionsgefahren schützen sollen.

Die US-Streitkräfte verstärken ihre Kampfmittelräumung mit einem Millionenauftrag für schwere Roboter. Das Rüstungsunternehmen L3Harris Technologies liefert 34 seiner T7-Systeme an Marine und Marineinfanterie – eine direkte Antwort auf Gesundheitsrisiken für Soldaten.

Stärke und Fingerspitzengefühl für gefährlichste Missionen

Der Vertrag über die T7 Explosive Ordnance Disposal (EOD)-Roboter wurde Mitte dieser Woche bekannt. Die Auslieferung der über 300 Kilogramm schweren Kettenfahrzeuge soll noch 2026 beginnen. Der genaue Auftragswert bleibt geheim, umfasst aber auch umfangreiche Trainingsprogramme für die militärischen Bediener.

Das System bringt beeindruckende Fähigkeiten mit: Sein Greifarm kann Lasten von fast 140 Kilogramm heben – entscheidend für große Autobomben. Die eigentliche Innovation liegt jedoch im haptischen Feedback. Spezielle Vibrationsmotoren simulieren ein Tastgefühl, mit dem Operateure gefährliches Material aus der Ferne präzise handhaben können. Eine Mehrkamera-Konfiguration und Treppensteigfähigkeit machen den Roboter vielseitig einsetzbar.

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Kampfmittelräumer sind nicht nur den sichtbaren Gefahren wie Splittern ausgesetzt – auch wiederholte Druckstöße durch Explosionen (Blast Overpressure) bedrohen langfristig Kopf und Gehirn. Für Sicherheitsverantwortliche ist eine strukturierte Gefährdungsbeurteilung entscheidend: Vorlagen, Checklisten und eine Risikomatrix helfen, Gefahren systematisch zu erfassen und Schutzmaßnahmen zu planen. Holen Sie sich sofort einsetzbare Vorlagen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für rechtssichere Gefährdungsbeurteilungen. Jetzt kostenlose GBU-Vorlagen & Checklisten herunterladen

Schutz vor unsichtbarer Gefahr: Der Druck der Explosion

Hinter der Beschaffung steht eine ernste Sorge um die Gesundheit der Kampfmittelräumer. Selbst wenn sie nicht von Splittern getroffen werden, setzt sie der Blast Overpressure – der Druckstoß von Explosionen – erheblichen Risiken aus. Diese wiederholten Druckwellen können zu traumatischen Hirnverletzungen und langfristigen Gesundheitsschäden führen.

Der T7-Roboter hält die menschlichen Operateure aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Seine Präzision ermöglicht es, selbst komplexe Entschärfungen aus sicherer Distanz durchzuführen. Diese Standoff-Kapazität soll nicht nur Leben retten, sondern auch die Karriereperspektiven der hochspezialisierten Soldaten verlängern.

Von der Luftwaffe zur Marine: Ein Standard setzt sich durch

Die Marine folgt mit ihrer Entscheidung einem Trend: Die US-Luftwaffe orderte bereits 2021 über 100 T7-Einheiten zur Modernisierung ihrer EOD-Teams. Die Erfahrungsberichte der Pilotenutzer fallen positiv aus – sie loben vor allem die lange Batterielaufzeit und Wendigkeit im Vergleich zu Vorgängermodellen.

Diese dienstübergreifende Standardisierung unterstreicht eine größere Strategie im US-Verteidigungsministerium. Auch internationale Verbündete wie das britische und australische Militär setzen den T7 bereits ein. Diese gemeinsame Plattform ermöglicht abgestimmte Taktiken und vereinfachte Logistik.

Roboter als Schlüssel für die Zukunft der Kampfmittelräumung

Die Aufstockung der Roboterflotte spiegelt eine grundlegende Entwicklung wider. Die anhaltende Bedrohung durch improvisierte Sprengsätze erfordert technologische Überlegenheit bei gleichzeitigem Schutz des Personals. Die Investition in unbemannte Systeme ermöglicht hohe Einsatzbereitschaft, ohne Menschen unnötig zu gefährden.

Mit der Auslieferung ab 2026 werden Marine-EOD-Teams in maritimen und küstennahen Einsätzen von der neuen Technologie profitieren. Die Zukunft dürfte noch mehr Automatisierung bringen: Künstliche Intelligenz und autonome Navigation werden folgen, um Soldaten noch besser zu schützen – und Antworten auf immer neue Bedrohungen zu finden.

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