US-Kongress plant nationale Roboter-Strategie
06.02.2026 - 23:14:11Washington will mit einem neuen Gesetzentwurf die Führungsposition im globalen Wettlauf um Robotik sichern. Eine nationale Kommission soll die Weichen für Wirtschaft und Sicherheit stellen.
Washington D.C. – In einer seltenen parteiübergreifenden Initiative hat der US-Kongress diese Woche einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine nationale Strategie für Robotik etablieren soll. Das „National Commission on Robotics Act“ zielt darauf ab, die amerikanische Wettbewerbsfähigkeit in einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu stärken. Hintergrund sind wachsende Sorgen, die USA könnten ohne koordinierte Bundesstrategie den Anschluss verlieren.
Bipartisaner Vorstoß für technologische Souveränität
Die Gesetzesinitiative geht auf Abgeordnete aus beiden Lagern zurück: Jay Obernolte (Republikaner), Jennifer McClellan (Demokratin) und Bob Latta (Republikaner). Sie argumentieren, dass Robotik bereits heute Wirtschaft, Fertigung und nationale Sicherheit transformiert – und eine umfassende Strategie unverzichtbar für Innovation und Wachstum sei. Der Entwurf sieht vor, führende Köpfe aus Industrie, Wissenschaft und Regierung in einer Kommission zusammenzubringen.
„Die beschleunigte Einführung von Robotik ist entscheidend, um jede US-Industrie zu stärken“, betonen die Befürworter. Das Gremium soll innerhalb von zwei Jahren konkrete Handlungsempfehlungen für den Kongress und das Weiße Haus erarbeiten.
Auftrag: Zwei-Jahres-Analyse mit Weitblick
Kern des Plans ist die Einrichtung einer temporären, unabhängigen nationalen Kommission beim Handelsministerium. Achtzehn anerkannte Experten sollen darin sitzen, die parteiübergreifend vom Kongress und vom Präsidenten ernannt werden.
Ihr Mandat ist breit gefächert: Die Kommission soll den Zustand der Robotik in den USA und weltweit analysieren, aktuelle und künftige Herausforderungen für die Arbeitskräfte identifizieren sowie Risiken für Lieferketten bewerten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Fertigung und der wachsenden Rolle von Robotik für Wirtschaftswachstum und Sicherheit.
Vom Gutachten zur Politik: Der Fahrplan
Das Gesetz ist nicht als theoretische Übung gedacht, sondern soll handfeste Ergebnisse liefern. Innerhalb eines Jahres nach Gründung muss die Kommission einen Zwischenbericht vorlegen. Der finale Bericht mit umsetzbaren Empfehlungen folgt nach zwei Jahren – dann löst sich das Gremium auf.
Diese Empfehlungen sollen künftige Gesetze und Maßnahmen der Bundesbehörden leiten. Das Ziel sind kluge, vorausschauende Politiken, die das gesamte Robotik-Ökosystem unterstützen. Die Initiatoren versprechen sich davon stärkere heimische Produktion, besser bezahlte und sicherere Jobs für US-Arbeiter und eine gute Vorbereitung auf die nächste industrielle Revolution.
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Industrie begrüßt „Meilenstein“ der Unterstützung
Die Ankündigung stieß in der Robotik- und Automationsbranche auf breite Zustimmung. Der Branchenverband Association for Advancing Automation (A3) lobte die Führung der Gesetzesinitiatoren. Automatisierung sei entscheidend, um Produktionskapazitäten in die USA zurückzuholen.
Auch der Roboter-Pionier Boston Dynamics feierte den Entwurf als „bahnbrechende“ Unterstützung durch die Bundesregierung. Michael Robbins, CEO des Verbands für unbemannte Systeme (AUVSI), brachte es auf den Punkt: „Die Vorherrschaft in der Robotik-Industrie wird im nächsten Zeitalter des industriellen Fortschritts über die globale Führungsrolle entscheiden.“
Timing im globalen Technologie-Wettlauf
Der Vorstoß kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Während der Kongress bereits über Gesetze zu Künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen debattiert, ist dieser Entwurf spezifisch auf das breite Feld der Robotik zugeschnitten. Er reflektiert die wachsende Erkenntnis, dass Robotik – von Industrieautomation bis zu KI-gesteuerten Maschinen – eine Grundlagentechnologie für künftigen Wohlstand und Sicherheit ist.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wäre der erste Schritt die Ernennung der 18 Kommissionsmitglieder, voraussichtlich aus Top-Technologieunternehmen, Forschungsuniversitäten und Gewerkschaften. Der Zwischenbericht nach einem Jahr würde erste Richtungsweiser bieten. Der langfristige Erfolg hängt davon ab, wie effektiv Kongress und Behörden die strategischen Ratschläge dann in die Tat umsetzen.
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