US-Inflation, Entspannung

US-Inflation fällt auf niedrigsten Stand seit 2021

13.02.2026 - 21:11:11

Die US-Inflation sinkt auf 2,4 Prozent, was eine Entspannung bei Wohnkosten signalisiert und Spekulationen über baldige Zinssenkungen der Fed befeuert.

Die US-Inflationsrate sinkt auf 2,4 Prozent – ein Fünfjahrestief. Für den gelähmten Immobilienmarkt könnte das die lang ersehnte Wende bei den Hypothekenzinsen einläuten.

Das US-Arbeitsministerium veröffentlichte heute Daten, die für Aufsehen sorgen: Die jährliche Teuerungsrate fiel im Januar auf 2,4 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit dem Frühjahr 2021 und ein deutlicher Rückgang gegenüber den 2,7 Prozent im Vormonat. Besonders die hartnäckigen Wohnkosten zeigten endlich eine deutliche Verlangsamung.

Energiekosten und Gebrauchtwagen bremsen Inflation

Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar nur um 0,2 Prozent. Entscheidende Treiber des Rückgangs waren sinkende Energiepreise. Benzin verbilligte sich im Vergleich zum Vorjahr um satte 7,5 Prozent.

Auch ein weiterer Indikator für entspannte Lieferketten gibt Grund zur Hoffnung: Die Preise für Gebrauchtwagen gaben um fast 2 Prozent nach. Die sogenannte Kerninflation, die volatile Posten wie Energie und Nahrung ausklammert, sank auf 2,5 Prozent – der geringste Anstieg seit März 2021.

Der Durchbruch bei den Wohnkosten

Für Hauskäufer und Mieter ist eine andere Zahl entscheidend: die Shelter Costs. Die Kosten für Miete und kalkulatorische Eigenmieten stiegen im Januar nur noch um 0,2 bis 0,3 Prozent. Nach Jahren mit zweistelligen Steigerungen werten Experten dies als wichtigstes Signal für eine dauerhafte Entspannung.

„Das ist das lang erwartete Nachlassen bei den Wohnkosten“, kommentiert ein Marktbeobachter. „Es war das letzte große Hindernis auf dem Weg zurück zur Preisstabilität.“

Fed unter Druck: Kommen jetzt die Zinssenkungen?

Die Finanzmärkte reagierten sofort. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen, der Referenzwert für Hypothekenzinsen, fiel nach der Veröffentlichung. Die Börse spekuliert nun auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed.

Könnte das das Ende der Hochzinsphase für Bauherren sein? Viele potenzielle Käufer waren zuletzt durch Finanzierungkosten vom Markt gedrängt worden. Günstigere Kredite würden die Nachfrage nach Wohneigentum neu beleben und den „Lock-in-Effekt“ bei bestehenden Hausbesitzern lockern.

Von 9,1 Prozent zum „Soft Landing“

Der Weg zu diesem Punkt war steinig. 2022 erreichte die US-Inflation mit 9,1 Prozent ihren Höhepunkt und löste eine aggressive Zinserhöhungsserie aus. Der aktuelle Wert bestätigt nun für viele Ökonomen die „Soft Landing“-Theorie: Die Inflation ist gezähmt, ohne eine schwere Rezession auszulösen.

Das Weiße Haus wertet die Daten als Erfolg der eigenen Wirtschaftspolitik. An der Wall Street war die Reaktion jedoch gespalten: Während der Anleihemarkt jubelte, schloss der Aktienindex S&P 500 leicht im Minus. Die Aufmerksamkeit der Investoren scheint sich bereits von der Inflation abzuwenden.

Was bedeutet das für den Immobilienmarkt 2026?

Alle Augen richten sich nun auf die nächste Sitzung der Fed. Für den Rest des Jahres zeichnen sich drei Trends ab:

  • Belebte Transaktionen: Sinkende Hypothekenzinsen könnten mehr Verkäufer aus der Reserve locken und das knappe Angebot auf dem Markt erhöhen.
  • Stabilisierter Mietmarkt: Exorbitante Mieterhöhungen gehören vorerst der Vergangenheit an. Investoren müssen ihre Renditeerwartungen anpassen.
  • Fokus auf Erschwinglichkeit: Trotz sinkender Inflation sind die Immobilienpreise historisch hoch. Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum („Affordable Housing“) wird 2026 weiter an Fahrt aufnehmen.
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